Klimawissenschaftler betreiben „Kult mit glasigen Augen und Mantra-artigen Gesängen“

Donald Trumps wahrscheinlicher Wissenschaftsberater, Professor William Happer sagte, dass viele Klimaforscher Kultisten in den letzten Zügen des kollektiven Wahnsinns sind.

Prof. William Happer, Webseite der Uni

William Happer, ein Physiker an der Princeton Universität, und der wahrscheinlichste Kandidat als Donald Trump’s Wissenschaftsberater, sagte, dass viele Klimaforscher ihre Arbeit wie ein „Kult mit glasigen Augen und Mantra-artigen Gesängen“ betreiben. Im Interview mit dem The Guardian sagte Happer, dass diese Wissenschaftler unter der Form des „kollektiven Wahnsinns“ leiden. Happer war im vergangenen Monat mit Trump zusammen gekommen, um die Position des Wissenschaftsberaters zu diskutieren, ist der führende Kandidat für den Job. Er ist auch sicher, dass die Menschheit eine „Klima-Änderung“ verursacht und das wird als gut angesehen.

Happer ist nicht irgendein durchgeknallter Wissenschaftler, der verrückte Ideen unterstützt. Er ist wirklich ein bedeutender Physiker und gut angesehen in der akademischen Welt. Aber seine Ansichten über die Klimawissenschaft verursachen Bestürzung der aktiven Klimaforscher, die sich auf die Regierung wegen Forschungsstipendien und aufwändiger Finanzierung verlassen. Happer verwies auf den derzeit unter Beschuss stehenden NOAA Bericht, nachdem ein Whistleblower namens Dr. John Bates sich meldete.

Bates deckte auf, wie die Autoren die Temperaturdaten manipulierten, um die etablierte globale Erwärmungspause zu löschen. Diese Studie wurde überstürzt vor einer wichtigen U.N.-Konferenz veröffentlicht, um die Übereinkunft auf ein Klimaabkommen zu beeinflussen. Er sagte, diese Studie war wie eine „politische Fanfare“, aber Wissenschaft und Regierungsbehörden sollten ihr Verhalten nicht nach politischer Agenda ausrichten.

Glasige Augen

Happer sagte, es gibt ein ganzes Gebiet der Klimaforschung, dass „wirklich mehr wie ein Kult“ ist. Er hält es dem Hare Krishna ähnlich, wo die Mitglieder alle mit glasigen Augen den gleichen Mantra-artigen Refrain intonieren. Diese Wissenschaftler sind es, die potenziell „das Image aller Wissenschaftler schädigen.“ Happer glaubt, dass Regierungswissenschaftler ihre Erkenntnisse nicht öffentlich diskutieren sollten, bevor die Ergebnisse vollständig überprüft wurden. Er sagte, dass die Wissenschaftler der Regierungsbehörden „besonders sauber“ und „ohne Fehler“ sein müssen.

Die Menschen haben die Regierung satt, die ihnen Lügen erzählt und wenn etwas sehr Wichtiges kommt, hören sie nicht zu. Er nannte die Verwirrung, die um Impfstoffe für Kinder entstand und die Bewegung von einigen Eltern, ihre Kinder nicht zu impfen. „Die Regierung, sollte absolut zuverlässig über Tatsachen, wirkliche Tatsachen berichten.“

Übertriebene Alarmierung schadet der Wissenschaft

Er sagte auch, Trump kein „Anti-Wissenschaftler“, wissenschaftlich belesen und sehr aufmerksam, wenn sie sich treffen. Trumpf stellt auch gute Fragen. Während sie den Klimawandel nur streiften, hält Trump Sonnenkollektoren in Staaten, die viel Sonnenschein bekommen wie Arizona, für sinnvoll. Er sagte, dass der Präsident weder für noch gegen erneuerbare Energien war.

Was die Temperatur-, Klima- und CO2-Überwachung angeht, so hält Happer das alles wichtig für wichtig. Aber, fügte er hinzu, übertriebene Alarmierung der Klimaforscher über die Bedrohung durch die globale Erwärmung sind „überzogen“. Enorme Summen werden ausgegeben, um „den Planeten zu retten“, Gelder, die an anderer Stelle verwendet werden könnten. Er sagte, Bürokratien rechtfertigen sich durch die Schaffung einer Bedrohung, die nur sie beheben könnten.

Frage zum Klimakonsens

Happer ist auch kein Klimaskeptiker und hat vor kurzem erklärt, dass die globale Erwärmung gut für die Menschheit ist. Während der Arbeit als Direktor der Forschung in der George W. Bush’s Energieministerium, begann er den damals noch in Entwicklung befindlichen Klima Konsens zu hinterfragen. Als er Klimaforscher zu ihren Ergebnissen befragte, bekam er nur ausweichende und nicht zur Frage gehörende Antworten. Da begann er, sich wirklich um Klimaforschung zu sorgen.

Beim „Marsch für die Wissenschaft“, der in verschiedenen Städten im April geplant ist, sollte die Öffentlichkeit die Teilnehmer als „privilegierte Elite“ und nicht als adelig ansehen. Der Nachteil, was ihn beunruhigt, wäre, dass die Wissenschaftler als „gieriger Haufen verdorbener Menschen“ angesehen werden. Natürlich sieht Happer sie nicht so, aber es wäre leicht, sich diese Sichtweise zu eigen zu machen.

Erschienen auf Blasting News am 15.02.2107 http://us.blastingnews.com/news/2017/02/trump-s-likely-science-advisor-many-climate-scientists-glassy-eyed-cult-001474849.html

Vita auf de.Wikipedia :
William Happer ist Jahrgang 1939 und ein US-amerikanischer Physiker in den Bereichen Atomphysik, Optik und Spektroskopie. Er hat die Cyrus Fogg Brackett Professur für Physik an der Princeton University inne. Position: Professor Emeritus

Auch auf WUWT wird über Happer berichtet.

Von Eric Worrall das Schlusszitat:

Ehrlich gesagt denke ich, dieser Vergleich ist ein bisschen hart.

Ich weiß nicht, wie sich Krishnas anderswo verhalten, aber in Australien gehören Hare Krishnas ein bisschen zum Inventar. Gelegentlich genieße ich ein vegetarisches Gericht an einer ihrer Gaststätten. Gelegentlich wandern sie umher, um über ihre Religion zu sprechen, aber sie sind nicht aufdringlich – sie akzeptieren „nein“ als eine Antwort. Ich habe noch nie einen Hare Krishna getroffen, der jemanden anderen auffordert nach ihren Prinzipien zu leben.

Wenn Klimawissenschaftler so zurückhaltend wären, ihren Glauben zu vertiefen, nicht zu versuchen, ihre Lebenseinstellung anderen aufzudrängen, hätte ich viel weniger Probleme mit der Klimaforschung.

Übersetzt durch Andreas Demmig

Ukraine: Wie die letzten Reste der Demokratie beseitigt werden

Witrenko fordert die EU auf, die Demokratie in der Ukraine zu verteidigen

Die ukrainische Ökonomin und ehemalige Abgeordnete Dr. Natalja Witrenko veröffentlichte am 8. Februar ein neues Video „Ukrainischer Terror statt europäischer Demokratie“ mit den neuesten Beweisen für die Bestrebungen des ukrainischen Inlandsgeheimdienstes SBU, sie mit einem Strafverfahren wegen angeblichem „Separatismus“ mundtot zu machen. 2014 war kurz nach dem Maidan-Putsch unter dem falschen Vorwurf der „Verletzung der territorialen Integrität der Ukraine“ ein Strafverfahren gegen die von Witrenko geleitete Organisation „Geschenk des Lebens“ eingeleitet worden. Der Organisation wurde vorgeworfen, sie habe Gelder aus Rußland erhalten, um Propaganda zur Diskreditierung der ukrainischen Regierungsbehörden zu betreiben, einen bewaffneten Konflikt zwischen verschiedenen Gruppen der ukrainischen Bevölkerung zu provozieren und für Referenden in den östlichen Regionen der Ukraine zu werben; die Konten der Gruppe wurden eingefroren. Natalja Witrenko sagte in den vergangenen drei Jahren dazu mehrfach aus und es wurde kein Beweis für die Anklage festgestellt, diese aber trotzdem aufrechterhalten.

Witrenko hatte als Parlamentsabgeordnete Mitte der 90er Jahre ein Wirtschaftsprogramm in völliger Opposition zur Schocktherapie des Internationalen Währungsfonds vertreten. Hätte man dieses Programm verwirklicht, so sagt sie in ihrem Video, wäre die Ukraine heute eine blühende Nation. Die verarmten Menschen wären nicht auf die Propaganda der Putschorganisatoren hereingefallen, die ihnen „ein besseres Leben“ versprachen. Weit davon entfernt, ihrem Land Schaden zuzufügen, hätte ihr Programm für wirtschaftliche Entwicklung im Kontext der eurasischen Kooperation insgesamt die Ukraine geschützt und die Nation vorangebracht. Statt dessen kam es zu den blutigen Entwicklungen des Putsches, dem Verlust der Krim, dem Aufstand im Donbaß und dem Verlust von 10.000 Menschenleben.

Im vergangenen Oktober waren dann, wie wir berichteten, paramilitärische Kräfte in die Büros von Witrenkos Partei, der Progressiven Sozialistischen Partei der Ukraine (PSPU), eingedrungen, hatten diese besetzt und das Eigentum der Partei, ihrer Zeitung, befreundeter Organisationen und individueller Mitglieder widerrechtlich beschlagnahmt. Witrenko warnte damals, der SBU werde die beschlagnahmten Computer nach „Beweisen“ durchsuchen, um die Ermittlungen von 2014 wieder in Gang zu setzen. Am 4. Februar erfuhr Witrenko durch einen Bericht auf der Webseite Glavkom, daß der SBU das Verfahren tatsächlich trotz Mangels an Beweisen weiterverfolgt.

Am 10. Februar veröffentlichte Witrenko unter dem Titel „Helfen Sie, die Diffamierung einer ukrainischen Oppositionspartei und ihrer Vorsitzenden Natalja Witrenko zu stoppen!“ einen Appell an die Hohe Repräsentantin der Europäischen Union, Federica Mogherini, zu intervenieren. In dem Appell, der auch den westlichen Botschaften in Kiew zugestellt wurde, beschreibt sie im Detail, wie ihre Organisation behindert und eingeschüchtert wird.

Das jüngste Vorgehen gegen die PSPU scheint Teil der Bemühungen Präsident Poroschenkos zu sein, seine Macht zu konsolidieren, weil er befürchtet, die Unterstützung der US-Regierung unter Präsident Trump zu verlieren. Das ist auch das Motiv für die jüngste Eskalation der Kämpfe im Donbaß, in dem Versuch, dort möglichst rasch vor Ort Fakten zu schaffen. In dieser Hinsicht ist ein Bericht von Radio Free Europe/Radio Liberty (RFE/RL) vom 30. Januar interessant und ungewöhnlich, da RFE/RL ein von der US-Regierung finanzierter Sender ist. Darin wird dokumentiert, wie das Kiewer Regime seine „schleichende Offensive“ im Osten in Gang setzte. (vgl. www.rferl.org/a/ukraine-russia-creeping-offensive-escalation-fighting/28268104.html)

Quelle: http://www.solidaritaet.com/neuesol/2017/8/witrenko.htm

Kalifornien Oroville Staudamm: Fast 200’000 Menschen werden evakuiert

Laut der Zeitung „Los Angeles Times“ droht der Oroville Damm in Nordkalifornien in den nächsten Stunden zu brechen, weshalb zur Zeit fast 200’000 Menschen evakuiert werden.
Der Stausee hinter dem größten Damm des Landes war vor einigen Tagen wegen heftiger Regenfälle an seine Kapazitätsgrenzen gestoßen, wobei die Hochwasserentlastungsanlage schwer beschädigt wurde.
Die Funktion des Hochwasserüberlaufes sei nicht mehr sichergestellt, da darin ein grosses Loch gefunden wurde. Sollte der Überlauf versagen, könnten riesige Wassermassen in den Feather River gelangen, welcher durch das Stadtzentrum von Oroville führt.

http://www.latimes.com/local/california/la-live-updates-oroville-dam-how-the-oroville-dam-situation-became-a-1486958195-htmlstory.html

LENA – Journalistische Qualität oder eher „jeder schreibt die gleiche Propaganda“?

Ob Ukraine, Syrien oder Chi­na: Der Zürcher Tages-Anzeiger schreibt viele seiner Auslandsberichte nicht mehr selbst, sondern bezieht sie im Rah­men einer »umfassenden Ko­ope­ra­tion« von der Süd­deut­schen Zeitung.

Deren Außen­politik­chef zählt indes zu den bekanntesten Trans­at­lan­tikern Deutsch­lands – und ent­spre­chend le­sen sich die Arti­kel im Tagi. Aus dem ara­bi­schen Raum berichtet z.B. ein Absol­vent des ameri­ka­ni­schen Arthur-F.-Burns-Fellowship, aus Mos­kau ein Ab­gänger der Henri-Nannen-Schule.

Über den Onlinedienst newsnet werden Aus­lands­be­rich­te des Tagi zudem an andere Schwei­zer Zei­tungen wei­ter­ge­reicht. Auf diese Weise er­scheinen Pro­pa­gan­da­stücke der Süd­deutschen Zeitung via Tages­-Anzeiger und newsnet zu­sätz­lich im Berner Bund und der Basler Zeitung.

Seit 2015 ist der Tages­-Anzeiger über­dies Teil der Leading European News­paper Alliance (LENA). Zweck des Ver­bunds sei die „Ent­wick­lung und der Aus­tausch re­dak­tio­neller In­hal­te“ mit anderen LENA- Mit­glie­dern wie Le Fi­g­aro, Die Welt, El País oder La Re­pub­blica.

Alle diese Zei­tungen sind in das Bilder­berg-Netz­werk ein­ge­bun­den – kann es da noch über­raschen, dass auch die LENA- Repor­ta­gen ganz auf trans­at­lan­tischer Linie sind?

https://de.wikipedia.org/wiki/Leading_European_Newspaper_Alliance
https://swisspropaganda.wordpress.com/2016/05/01/warum-der-tagesanzeiger-nichts-verpasst/

Wer stoppt den Völkermord im Jemen?

Der Krieg der von Saudi-Arabien angeführten Koalition gegen den Jemen verstößt massiv gegen das Völkerrecht und muß sofort beendet werden.

Am 26. Januar 2017 wurde die Jemenkrise zum erstenmal seit dem vergangenen Oktober wieder im UN-Sicherheitsrat behandelt. Das UN-Amt für die Koordinierung humanitärer Angelegenheiten (OCHA) gab dem Sicherheitsrat einen Bericht über die humanitäre Katastrophe in dem Land: Der Massenmord im Jemen beschleunigt sich. OCHA beschreibt es als die gegenwärtig größte humanitäre Krise auf der Welt.

Der Hunger fordert inzwischen weitaus mehr Todesopfer als die unmittelbaren Kriegshandlungen. Im November 2016 wurde nach 600 Tagen saudischer Bombenangriffe die Zahl der zivilen Todesopfer in dem Krieg offiziell mit 11.403 angegeben. Ende Januar berichtete das UN-Kinderhilfswerk UNICEF, daß im Jahr 2016 im Jemen 63.000 Kinder an Mangelernährung starben. Für Erwachsene wird keine Zahl angegeben. Fast eine halbe Million Kinder leiden jetzt an „schwerer akuter Mangelernährung“, d.h. sie sind kurz vor dem Verhungern.

Seit Anfang 2016 haben 80% der Jemeniten keine geregelte Nahrungsmittelversorgung, und 14 Millionen, die Hälfte der Bevölkerung, sind unterernährt. 3,3 Mio. Jemeniten, davon 2,2 Mio. Kinder, leiden unter akuter Mangelernährung.

Durch die Wirtschaftsblockade gegen das Land sind die Einfuhren von Nahrungsmitteln, Brennstoffen und Medikamenten massiv reduziert, gleichzeitig werden systematisch Straßen und Brücken, Dämme, Krankenhäuser, Schulen und Märkte bombardiert.

Der Sicherheitsrat diskutierte am 26. Januar über Möglichkeiten, den Flughafen von Sanaa und den Hafen von Hudaida für Hilfslieferungen zu öffnen. 20.000 Menschen warten auf eine Chance, ins Ausland zu reisen, um sich dort medizinisch behandeln zu lassen. Der Flughafen von Sanaa ist geschlossen, seit er bombardiert wurde. Er ist auch wichtig, damit Journalisten das Land besuchen können, weil es gegenwärtig so gut wie unmöglich ist, in das Land zu reisen, und kaum unabhängige Informationen verfügbar sind.

Der Hafen von Hudaida steht unter einer Seeblockade, und die Saudis haben dort die Ladekräne bombardiert. Wie OCHA berichtet, stellte das Welternährungsprogramm der UN vier mobile Kräne als Ersatz zur Verfügung, aber diese dürfen bisher nicht abgeladen werden, das Schiff mit ihnen muß warten. Hudaida ist der einzige Hafen, über den die Mehrheit der Bevölkerung im Jemen versorgt werden kann.

Bisher ist keine neue Resolution oder Ergänzung der Resolution 2216 in Vorbereitung. Die Lage im Sicherheitsrat wird dadurch erschwert, daß die Zuständigkeit für die Formulierung solcher Änderungen oder Ergänzungen gegenwärtig bei Großbritannien liegt, das daran wenig Interesse hat.
Illegaler Krieg

Um Nahrungsmittel ins Land zu bringen und den Krieg zu stoppen, muß deshalb jetzt vor allem deutlich gemacht werden, daß der saudische Bombenkrieg ein schwerer Völkerrechtsbruch ist: Zum einen hatten diese Bombardierungen schon fünf Wochen vor dem Beschluß der Sicherheitsratsresolution 2216 angefangen, zum anderen enthält die Resolution 2216 nichts, was den Krieg der von Saudi-Arabien angeführten Koalition im Jemen erlauben würde.

Dies ist auch der erklärte Standpunkt des russischen UN-Botschafters Witalij Tschurkin, er sagte im Mai 2015: „Aus Resolution 2216 geht klar hervor, daß sie keine Gewaltanwendung autorisiert. Einige Kollegen sagen, die saudisch geführte Koalition versuche sicherzustellen, daß Resolution 2216 umgesetzt wird. Das ist nicht der Fall. Ihr Vorgehen liegt ganz außerhalb der Resolution.“

Ein weiteres Argument erläuterte der pakistanische Experte Sikander Ahmed Shah, der zu denjenigen gehörte, die der pakistanischen Regierung eine Beteiligung an dem Krieg gegen Jemen erfolgreich ausredeten. Er betonte, daß der frühere Präsident Hadi die Macht über die Hauptstadt und den Großteil des Landes verloren hatte, als er von Aden aus um militärischen Beistand ersuchte. Shah schrieb am 6. April 2015, eine Woche vor Annahme der Resolution 2216: „…eine Intervention wäre keine Verletzung der Souveränität des Jemen, wenn die amtierende Regierung einer Militärintervention von außen zustimmt oder darum ersucht… Aber ein solcher Beistand kann nur legal geleistet werden, wenn die amtierende Regierung, die ihn ersucht, ,wirksame Kontrolle’ über ihr Territorium ausübt… Sie genießt aber keine wirksame Kontrolle mehr, wenn sie die Kontrolle über die Hauptstadt verliert und ,akut ihr Zusammenbruch droht’. Für den Jemen gilt offensichtlich letzteres, wo die Rebellen die Hauptstadt und größere Landesteile beherrschen. Hadis Kontrolle ist auf Aden beschränkt und selbst dort nicht weit vom Zusammenbruch entfernt. Auf die Zustimmung des Präsidenten zu vertrauen, ist daher in rechtlicher Hinsicht hochproblematisch.“

Außerdem verstößt Resolution 2216 gegen die UN-Charta, weil darin eine Seite in einem Bürgerkrieg als alleiniger Schuldiger ausgemacht wird, was dem UN-Grundsatz der Aussöhnung und Nichteinmischung in innere Angelegenheiten widerspricht.

Der Krieg ist demnach illegal. Die Resolution sieht nur ein Waffenembargo vor, aber dies wird als Vorwand für einen Völkermord benutzt. Die Vereinten Nationen dürfen bei der Umsetzung ihrer Vorhaben und Resolutionen auf keinen Fall Kriegsverbrechen oder Aushungern von Menschen tolerieren.
Forderungen von Hilfsorganisationen

In dieser Hinsicht müssen Regierungen und Nichtregierungsorganisationen (NGOs) maximalen Druck machen. Dabei ist auf viele kritische Details der Umsetzung der Resolution zu achten. Ein Problem ist beispielsweise, daß fast alle Lieferungen von Nahrungsmitteln, Medikamenten oder Treibstoff schon im Ursprungshafen liegen leiben. Dort muß nämlich eine gültige Einfuhrerlaubnis eingeholt werden, und die wird fast nie gewährt, weil die Anträge an das Verkehrsministerium der Hadi-Exilregierung im saudischen Riad geschickt und dort regelmäßig abgelehnt werden. Die Hadi-Regierung beherrscht zwar Aden, den zweiten großen Hafen Jemens, aber dieser Hafen ist extrem unsicher, weil in der Region undisziplinierte Milizen und Terrorbanden wie ISIS und Al-Kaida agieren. Deshalb können die UN-Hilfsorganisationen die Nahrungsmittel dort nicht entladen, und die Schiffe müssen im gegenüber gelegenen Dschibuti in Afrika bleiben.

Am 6. Dezember 2016 forderte die Hilfsorganisation Oxfam die Aufhebung der Importbeschränkungen für Nahrungsmittel, Treibstoffe und Medikamente. Der Leiter von Oxfam in Großbritannien, Mark Goldring, sagte: „Der Jemen wird langsam zu Tode gehungert. Erst gab es Beschränkungen für Importe, auch für dringend benötigte Nahrungsmittel, und als das teilweise abgemildert wurde, wurden die Kräne in den Häfen bombardiert, dann die Lagerhäuser, dann die Straßen und Brücken. Das ist kein Zufall, das hat System. Die Wirtschaft des Landes, seine Institutionen, seine Fähigkeit, die Menschen zu ernähren und versorgen, alles steht am Rande des Zusammenbruchs. Noch ist Zeit, das abzuwenden, bevor man mit ansehen muß, wie aus chronischem Hunger vielfacher Hungertod wird. Die Kämpfe müssen aufhören, und die Häfen sollten vollständig für die lebenswichtige Versorgung mit Lebensmitteln, Treibstoff und Medikamenten geöffnet werden.“

Oxfam berichtete: „Zu der Nahrungsimportkrise kommt eine Treibstoff-Importkrise hinzu. Der Jemen war früher ein Exporteur von Treibstoffen, aber der Konflikt hat die Produktion praktisch zum Erliegen gebracht, auch wenn es kürzlich wieder einen geringen Anstieg der Ölproduktion im Hafen von Aden im Süden gab. Das Land ist jetzt von Treibstoffeinfuhren abhängig, importiert aber nur ein Viertel dessen, was notwendig wäre. Wenn Nahrungsmittel im Land sind, kommt die Schwierigkeit hinzu, sie dort zu verteilen, wo sie gebraucht werden, nicht nur wegen des Benzinmangels, sondern auch weil Brücken an wesentlichen Handelswegen gezielt bombardiert wurden. Treibstoff ist auch unverzichtbar, um Wasser zu pumpen, Krankenhäuser zu betreiben, für Licht in Wohnungen, und um zu verhindern, daß Jemens daniederliegende Wirtschaft völlig zusammenbricht.“

Am 16. August 2016 forderten zwölf internationale Hilfsorganisationen, daß die Einschränkungen für den zivilen Luftverkehr nach Jemen aufgehoben werden. Diese NGOs waren: ACF International, ACTED, Care, Danish Refugee Council, Global Communities, Handicap International, International Rescue Committee, Intersos, Mercy Corps, Norwegian Refugee Council, Oxfam und Save the Children.

Der Bombenkrieg ist illegal, weil er sich gegen verbotene Ziele richtet: 1. zivile Ziele wie Wohnhäuser, Krankenhäuser, Schulen, Märkte und Trauerfeiern; 2. die Nahrungsmittelversorgung, Lebensmittelimporte, Straßen und Brücken, Treibstoff, Agrarerzeugung, Lagerhäuser für Lebensmittel, Dämme, selbst Anbaufelder werden mit Streubomben übersät; 3. das kulturelle Erbe, nationale Museen, historische Stätten, Moscheen bis zum Weltkulturerbe.

Sogar das britische Verteidigungsministerium hat offiziell 252 Fälle mutmaßlicher Verstöße der saudisch geführten Koalition gegen internationales humanitäres Recht im jemenitischen Bürgerkrieg festgestellt. Damit sind auch die Waffenlieferungen an Saudi-Arabien aus Großbritannien, den USA und anderen Ländern illegal.

Es ist jetzt dringend notwendig, die Konsequenzen aus den Völkerrechtsverstößen zu ziehen, um den Völkermord und die schlimmste humanitäre Katastrophe der Gegenwart zu beenden. Dies sollte auch ein vordringliches Anliegen bei der außenpolitischen Wiederannäherung zwischen den Vereinigten Staaten und Rußland sein.

Ulf Sandmark
Quelle: http://www.solidaritaet.com/neuesol/2017/7/jemen.htm

Willy Wimmer spricht Klartext über westliche Kriegstreiber!

Ein erstaunliches Video mit Aussagen von Willy Wimmer, ehemaligem Staatssekretär im Aussenministerium.

Willy  Wimmers Aussagen:

„Ich habe n icht nur den Kalten Krieg erlebt, ich war Übungsminister in der letzten grossen NATO Übung des kalten Krieges „Wintex Simex“ und ich habe 8 Tage lang konventionell und 8 Tage nuklear Krieg geführt. Ich weiss was das bedeutet.“

„Was war eigentlich in Syrien los vor 4.5 Jahren? Ein Abkommen zwischen Israel und Syrien stand vor der Unterschrift, bezogen auf die Golanhöhen. Wenn das hätte durchgesetzt werden können, hätten wir eine Friedensentwicklung in diesem Teil des nahen und mittleren Ostens bekommen. Amerikanische, britische und französische Spezialtruppen sind in Syrien reingegangen und haben den Bürgerkrieg angezündet. Das muss man so sehen wie es ist.  [……] Vor jedem konventionellen oder nuklearen Konflikt werden die Flüchtlingsströme geplant. Wir habens ja zwischen Afghanistan und Mali mit einem [….] von Staaten zu tun, die von den Amerikanern flachgelegt worden sind und weiter flachgelegt werden. Und diejenigen die das planen, planen die Flüchtlingsströme auch, sie können sich ja überhaupt sich militärisch nicht bewegen, wenn Sie nicht die Flüchtlingsströme im Griff haben.“

„Derjenige der jedes Jahr 3000 Leute mit Drohnen weltweit ermorden lässt, wenn er unser Land die Bundesrepublik Deutschland demnächst besucht, der müsste natürlich direkt auf den Weg nach Den Haag geschickt werde“

[Moderatorin: ..Sie meinen den US Präsidenten?]

„Die vereinigten Staaten zerstören das Völkerrecht wo sie nur können von vorne bis hinten und in allen Teilen der Welt. Und das ist die Situation mit der wir uns auseinandersetzen müssen. Das was läuft, das was hier läuft ist das Verbrechen das uns alle umbringen wird!

 

 

 

Markus Lanz verteidigt Fake News

Markus Lanz verteidigt Fake-News über die Zuschauerzahl bei Trump-Vereidigung. Peinlich, peinlich. Auf eine Entschuldigung  kann man bei diesem Propagandisten wohl lange warten:

Ausschnitt aus der Sendung ‚Markus Lanz‘ vom 26.01.2017.
Spätestens seit der Vereidigung am 20.01.2017 läuft das Trump-Bashing in den deutschen Mainstream-Medien auf Hochtouren. Die einseitige Berichterstattung über den neuen US-Präsidenten ist m. E. z. T. schon peinlich. Ja, Trump ist umstritten, aber es wird m. E. nichts ausgelassen, um Trump schlechter und unbeliebter darzustellen als er tatsächlich ist.

Auffallend ist z. B., dass fortlaufend und überall über die Straßenproteste gegen Trump berichtet wurde, aber nirgendwo in den Mainstream-Medien ist in Deutschland zu hören oder zu lesen, dass die Proteste zum Teil vom Milliardär George Soros – einer der größten, wenn nicht der größte, Trump-Gegner – finanziert wurden. (Die New York Times berichtete darüber, und in Deutschland lediglich alternative Medien. Hier der Bericht der New York Times http://nytlive.nytimes.com/womeninthe…)

Den Vogel schoss dieser Tage meines Erachtens die angeblich seriöse, unparteiische ARD-Tagesschau ab, die – neben vielen anderen – auf ihrer Facebook-Seite den bekannten Luftbildvergleich (Vereidigung von Barack Obama vs. Vereidigung Donald Trump) teilte, der dem Zuschauer suggerieren soll, wie beliebt Obama war und wie unbebeliebt hingegen Trump angeblich sein soll Als ich das Bild das erste Mal sah, dachte ich mir gleich, dass hier ein Luftbild von Trump’s Vereidigung zum Vergleich herangezogen wurde, das gemacht wurde, als noch nicht oder nicht mehr alle Gäste anwesend waren.

Studiogast Ranga Yogeshwar (Wissenschaftsjournalist, Physiker und Moderator) bestätigt meine Einschätzung hier im Ausschnitt. Besser als er hätte ich es nicht ausführen können. Es ist jedenfalls erfrischend, dass jemand wie Yogeshwar – dem man nun wirklich nicht nachsagen kann, dass er Trump-Anhänger wäre – hier den Bildvergleich so differenziert beurteilt und damit den Fake entlarvt.

Den TV-Moderator und Gastgeber Markus Lanz hat er damit wohl im Regen stehen lassen, denn Lanz‘ Absicht war ja offenbar nicht, den Fake aufzuklären, sondern lediglich einmal mehr zu demonstrieren, wie unbeliebt Trump im Vergleich zu Obama angeblich ist. Das ist leider in die Hose gegangen, Herr Lanz!

Die ganze Sendung vom 26.01. kann hier angesehen werden: https://www.zdf.de/gesellschaft/marku…
Siehe auch: „Max Otte über Donald Trump“ https://youtu.be/XIBOn7TAUng (Ausschnitt aus der selben Sendung)

Neue Chance für ein Glass – Steagall Gesetz in den USA

Die Voraussetzungen für die Wiedereinführung des Glass-Steagall-Trennbankengesetzes sind besser denn je, aber das Finanzempire sieht darin einen „Casus belli“.

Als am 3. Januar 2017 der 115. US-Kongreß in Washington zu seiner konstituierenden Sitzung zusammentrat, wurde er von einem Aktivistenteam des LaRouche-Aktionskomitees (LPAC) begrüßt. Die Aktivisten sprachen in den Gängen des Kongresses mit Abgeordneten und Senatoren und nahmen an zahlreichen Treffen teil, vorrangig zu der Frage, welche Sofortmaßnahmen ergriffen werden müssen, um den wirtschaftlichen Niedergang im Land umzukehren. In den Gesprächen erläuterten sie, warum die neue US-Regierung eine Wirtschafts-, Kredit- und Forschungspolitik nach den Vorgaben von Lyndon LaRouches „Vier Gesetzen“ (s. Neue Solidarität 25/2014) einführen muß -, allem voran als erster und dringlichster Schritt die Wiedereinführung des Glass-Steagall-Trennbankengesetzes.

Diese Forderung, das Glass-Steagall-Bankengesetz wieder in Kraft zu setzen, erhält durch zwei neue Initiativen aus dem Mittleren Westen zusätzliche Unterstützung. In Ohio veröffentlichte eine Gruppe von Demokraten, die sich „Unsere Revolution“ nennt, eine Petition in Form eines Offenen Briefes an den neuen Präsidenten Donald Trump, worin sie ihn auffordern, in seinen kommenden Reden zur Amtseinführung und zur Lage der Nation die Wiederherstellung von Glass-Steagall zu fordern. In diesem „Offenen Brief an Präsident Donald Trump und alle Mitglieder des Kongresses“ heißt es:

„Wir, die Unterzeichner, sind der festen Überzeugung, daß unsere Wirtschaft vor einem weiteren unnötigen Finanzkrach mit einer Rezession, wie wir sie im Dezember 2007 erlebten, geschützt werden muß. Zum Zeitpunkt, da Sie ihr Amt antreten, sind die Bedingungen für einen Kollaps denen von 2007 gefährlich ähnlich: steigende Papierwerte ohne eine Trennung zwischen den bei der [staatlichen Einlagenversicherung] FDIC versicherten Banken und den riskanten Geschäften der Investmentbroker.

Wir begrüßen Ihre Wahlkampferklärung in Charlotte/Nord-Carolina vom 26. Oktober 2016, in der Sie die Forderung nach einer ,Version von Glass-Steagall für das 21. Jahrhundert’ und die Einführung eines modernen Glass-Steagall-Gesetzes unterstützt haben. Wir vertrauen darauf, daß Sie verstehen, daß eine Stabilisierung des Geschäftsklimas mit einer Sicherung der Werte durch die Abtrennung von der Wall-Street-Spekulation für den Wohlstand während Ihrer Regierungszeit entscheidend ist.

Um den Ton für die Debatten im Kongreß im Jahr 2017 zu setzen, bitten wir Sie, Ihre Unterstützung für ein Glass-Steagall-Gesetz in Ihrer Rede zur Lage der Nation zu bekräftigen.

Seien Sie versichert, daß Sie, wenn Sie dies tun, einen gemeinsamen Nenner mit Republikanern ebenso wie mit Demokraten finden werden, da die Forderung nach Bankengesetzen zur Trennung der staatlich versicherten Konten von der Spekulation der Wall Street in den jeweiligen Wahlprogrammen beider Parteien steht.“

Von Robert Ingraham: weiterlesen: http://www.solidaritaet.com/neuesol/2017/3/glass-steagall.htm

MI6 ist entlarvt: Geheimdienstoperationen gegen damaligen Präsidentschaftsanwärter Trump

Britischer Geheimdienst entlarvt sich in Operationen gegen Trump

Die beispiellose Hysterie der Mainstream-Medien und der Neokons auf beiden Seiten des Atlantiks um den Wahlsieg Donald Trumps liefert Stoff für ein erstklassiges Lehrstück über die tatsächliche Dynamik, die sich soeben auf der strategischen Bühne entfaltet. Sie demonstriert glasklar und selbst für den naivsten Anhänger der politischen Korrektheit, daß es hier nicht um Interessen der einen Partei gegen die der anderen oder des einen Staates gegen die des anderen geht. Es geht um die Methoden eines untergehenden Empires gegen das Entstehen eines neuen Paradigmas, dessen exakter Inhalt noch nicht eindeutig definiert ist, das aber auf jeden Fall eine Absage an das System der Globalisierung repräsentiert.

Pünktlich am Abend vor der ersten Pressekonferenz Trumps als gewählter Präsident brachten der US-amerikanische Fernsehsender CNN und die Internetfirma Buzzfeed als Riesensensation die Story über ein 35-seitiges Dossier, in dem neben unsäglichen Anekdoten über Trumps angebliche sexuelle Gewohnheiten auch behauptet wurde, Beweise dafür zu haben, daß Trump faktisch ein russischer Agent sei. Nach der von Cyber-Experten längst widerlegten Kampagne, daß Rußland die Emails des Demokratischen Nationalkomitees (DNC) gehackt habe, systematisch das Ansehen Hillary Clintons geschwärzt und damit Trump zu seinem Wahlsieg verholfen habe, sollte diese neue Aktion den Boden für ein baldiges Impeachment legen, ehe Trump noch das Weisse Haus bezogen hatte.

Der Autor des Dossiers ist Christopher Steele, ein Rußlandexperte des britischen Auslandsgeheimdienst MI6, der das Dossier bereits im Sommer 2016 fabriziert hatte. Monatelang zirkulierte es in amerikanischen Medienkreisen und wurde als so unglaubwürdig erachtet, daß sich selbst in der heißen Phase des Wahlkampfs niemand fand, der es veröffentlichen wollte. Das Dossier wurde FBI-Chef Comey direkt übergeben, und dann noch einmal von Senator McCain an das FBI, nachdem dieser am Rande einer Sicherheits-Konferenz in Kanada vom ehemaligen britischen Botschafter in Moskau, Sir Andrew Wood, eine Lobesrede über Steele und dessen Integrität zu hören bekam.

Nachdem die Wogen über den angeblichen Diebstahl der US-Wahlen durch Rußland hochschlugen und Trump kundtat, er glaube Julian Assange von Wikileaks mehr als den US-Geheimdiensten, informierten die drei Chefs der US-Geheimdienste – Clapper, Brennan und Comey – sowohl den US-Senat, als auch Präsident Obama und den gewählten Präsidenten Trump über ihre Version der Geschichte. Das Dossier hätte wegen mangelnder Glaubwürdigkeit immer noch keine Rolle gespielt, wenn nicht diese drei Geheimdienstchefs ihren Unterlagen eine zweiseitige Zusammenfassung des Dossiers hinzugefügt hätten. Nachdem das dubiose Dossier auf diese Weise das Etikett ernsthafter Geheimdienstinformationen erhalten hatte, war dies offensichtlich der Startschuß für CNN, Buzzfeed und dann die übrigen Medien, das gesamte 35-seitige Dossier zu veröffentlichen.

Einen Tag später rief Clapper Trump an, um nachträglich zu betonen, die US-Geheimdienste seien nicht die Quelle des Dossiers, und er könne sich weder für dessen Wahrheitsgehalt noch dessen Gegenteil verbürgen. Völlig unüblich veröffentlichte er dann noch eine diesbezügliche schriftliche Erklärung. Nachdem die drei Geheimdienstchefs die Eskalation selbst losgetreten hatten, schob Clapper also eine Aktion hinterher, die in diesen Kreisen als „CYA-Operation“ bezeichnet wird, was, etwas vornehmer auf deutsch, so viel heißt, wie sich eine diplomatische Ausrede zurechtzulegen.

Worum geht es hier also? Eric Denece, der Direktor des französischen Zentrums für Intelligence Research, veröffentlichte die folgende Analyse unter der Überschrift: „Ein schockierender Mangel an Beweisen“, nachdem er den Bericht des Ministeriums für Homeland Security und des FBIs über die angebliche russische Intervention in den US-Wahlkampf gelesen hatte. „Das Washingtoner Establishment wurde von Trumps Wahlsieg vollkommen überrascht und erkannte, daß ein großes Saubermachen folgen würde, bei dem viele seiner Mitglieder ihre politischen Positionen und damit ihre wirtschaftlichen Vorteile verlieren würden, die aus ihren wirtschaftlichen internationalen Allianzen resultieren.“

Diese Einschätzung trifft sicher zu, aber sie charakterisiert nur einen Aspekt der Angelegenheit. Es ist offensichtlich, daß sich das transatlantische neoliberale Establishment extrem schwer damit tut, die Tatsache zu akzeptieren, daß Trump demokratisch gewählt worden ist. Für sie ist „die Welt aus den Fugen“, wie Merkel sagt, sie sind „schwer geschockt“, wie von der Leyen es ausdrückte. Die Welt, die aus den Fugen ist, ist jene unipolare Welt, die die Neokons der Administration von Bush sen. zum Zeitpunkt des Zerfalls der Sowjetunion beschlossen. Sie proklamierten damals das „Project for a New American Century“, das auf der Basis der angloamerikanischen Sonderbeziehung ein Weltreich konsolidieren sollte. Regierungen, die sich dieser unipolaren Welt  nicht unterwerfen wollten, wurden im Laufe der Zeit durch eine Politik der Regimewechsel beseitigt, z.B. durch von außen finanzierte Farbrevolutionen, wie Victoria Nuland im Fall der Ukraine unverblümt zugab. Das State Department dort allein habe für NGOs fünf Milliarden Dollar ausgegeben. Es ging aber auch um direkte militärische Interventionen unter dem Vorwand der Verteidigung von Demokratie und Menschenrechten, wie im Falle des Iraks, Lybiens, Syriens etc. Und natürlich waren Rußland und China die eigentlichen letzten Zielscheiben dieser Politik der Regimewechsel.

Die EU-Bürokratie war in diesem Arrangement der ungenannte Junior-Partner, Nutznießer dieses Systems der Globalisierung, selber erpicht auf maximale imperiale Ausweitung, wie Robert Cooper offen zugibt, und nur sporadisch in Konkurrenz zur Dominanz der City of London und der Wall Street. Vorraussetzung für die Mitgliedschaft in diesem Establishment-Club der unipolaren Welt war natürlich auch, daß die offizielle Darstellungsweise („Narrative“) übernommen wurde, es gehe bei all diesen Destabilisierungen demokratisch gewählter Regierungen und diesen Kriegen um „Freiheit“, „Demokratie“ und „Menschenrechte“, während die anderen stets „Diktatoren“ und „Dämonen“ seien. Und natürlich konnten alle, die diese unipolare Brille auf der Nase trugen, in der Analyse über die „Fluchtursachen“ bei der Flüchtlingskrise über das Nennen des Begriffs nicht hinauskommen, denn das hätte bedeutet, das man die illegitimen Kriege, die Millionen Menschen das Leben gekostet haben, hätte verurteilen müssen, und dann wäre man aus dem Club hinausgeflogen.

Und nun hat mit Trump jemand die Wahl gewonnen, der, wie Obama es bezüglich Putin ausdrückte, „nicht zum Team“ gehört, und der sich mit Tulsi Gabbard und einer Reihe von konservativen Militärs einig ist, daß diese Kriege mit dem Zweck des Regimewechsels aufhören müssen, und der sogar, als ultimativer Tabubruch, das Verhältnis zu Russland wieder normalisieren will!

Der angesehene US-Reporter Robert Parry verglich die Methoden der amerikanischen Geheimdienste gegenüber Trump mit den Erpressungen J. Edgar Hoovers. Die kruden Taktiken des Christopher Steele erinnern aber auch an den damals ebenfalls vom britischen Geheimdienst inspirierten „Troopergate“-Skandal, mit dem mit einem gewissen Erfolg versucht wurde, Bill Clinton am Anfang seiner Präsidentschaft als hemmungslosen Sexsüchtigen darzustellen, die Vorarbeit sozusagen für die spätere, ebenfalls lancierte Lewinsky-Affäre, die den Zweck hatte, Clintons Präsidentschaft zu zerstören.

Das spektakuläre an der Operation gegen Trump ist allerdings, daß der britische Geheimdienst und seine amerikanischen Pendant, die jahrzehntelang als „Gespenster“ im Verborgenen operierten, nun gezwungen sind, ihre ganze Blöße offen zur Schau zu stellen. Das letztlich dilettantische Vorgehen Steeles, der schon federführend bei der Aufdeckung des Fifa-Korruptionsskandals agierte und der prinzipielle MI6-Agent in der Mordaffäre Litwinenko war, demonstriert die direkte Intervention des britischen Empires, für das der Begriff „Globalisierung“ nur ein Synonym ist, in die inneren Angelegenheiten der USA.

Dieses Empire ist etwas anderes als die Nationen USA oder Großbritannien, es sind die oligarchischen Kräfte, die ihre Machtansprüche aus dem transatlantischen neoliberalen Finanzsystem und der militärischen Verteidigung der unipolaren Weltordnung beziehen und denen das Gemeinwohl der Bevölkerungen, in deren Staaten sie zufällig auch wohnen, absolut gleichgültig ist. Und gegen dieses Empire ist eine globale Revolution im Gang, die sich ebenso im Brexit äußerte wie im Wahlsieg Trumps und im Nein zu Renzis Referendum in Italien.

Die Behauptung, Putin habe Hillary Clinton den Wahlsieg gestohlen oder er werde sich auch in die kommenden Wahlen in mehreren europäischen Staaten einmischen, ist der desperate Versuch, irgendwie die Auslegungshoheit in diesem untergehenden Empire zu behalten.

Derweil wächst das neue Paradigma in der Form einer neuen Weltwirtschaftsordnung, in der die BRICS-Staaten und Chinas Politik der Neuen Seidenstrße eine Win-Win-Kooperation für alle Nationen dieser Welt anbieten, bei der alle zum gegenteiligen Vorteil nur gewinnen können. Falls Trump es schafft, mit dieser neuen Kombination zusammenzuarbeiten, was man erst sehen wird, nachdem er im Amt ist, könnte eine neue Ära der Menschheit beginnen, in der souveräne Nationen als Schicksalsgemeinschaft für die Zukunft der Menschheit zusammenarbeiten werden, und die Ära der Empires ad acta gelegt wird.

Quelle: Von Helga Zepp-LaRouche http://www.solidaritaet.com/neuesol/2017/3/hzl.htm