Un-Vollversammlung vom 25.09.13: Evo Morales fordert Gerichtsverfahren gegen USA wegen Kriegsverbrechen

Der bolivianische Präsident Evo Morales musste die Nacht vom 2. auf den 3. Juli 2013 auf dem Wiener Flughafen verbringen. Die Präsidentenmaschine befand sich auf dem Rückweg von einem Besuch in Russland. Da Gerüchte in Umlauf gesetzt wurden, er habe Edward Snowden an Board, verwehrten mehrere EU-Länder die Überflugsrechte. Morales kritisierte heftig jene Länder, die ihm die Überflugsgenehmigung verweigert hatten. Morales äusserte sich sehr direkt zu dieser Angelegenheit und kritisierte die Länder aufgrund der eklatanten Verletzung des Völkerrechts. Die verantwortlichen Länder hätten einen historischen Fehler begangen. Er verstehe nicht, warum das gemacht worden sei.

Das Gerücht, Snowden habe sich in seiner Maschine befunden, wies Morales kategorisch zurück. Amerika hätte Geheimagenten auf der ganzen Welt und leicht herausfinden können, ob dieses Gerücht wahr sei. Dass er in Wien festgehalten worden sei, sei lediglich ein Vorwand gewesen, um Länder wie Bolivien einzuschüchtern. Es habe sich um eine Provokation ganz Lateinamerikas gehandelt und aller Länder der Welt, die sich nicht den Vereinigten Staaten unterordnen wollten.

Madrid habe als Voraussetzung für eine Überflugsgenehmigung eine Inspektion von Morales’ Maschine verlangt, sagte der bolivianische Präsident. Er betonte, er habe dem Vorschlag des spanischen Botschafters nicht zustimmen können, da das eine Verletzung des Völkerrechts bedeutet hätte. „Ich bin ja kein Krimineller“, fügte Morales hinzu. Wenig später hat auch Madrid wieder den Luftraum freigegeben

Am 25.09.2013 hielt Evo Morales eine rede vor der UN-Vollversammlung, welche von unseren „unabhängigen Medien“ selbstverständlich ignoriert wurde. Morales forderte die internationale Gemeinschaft auf, die USA für die zahllosen Kriegsverrechen vor Gericht zu stellen. Es ist auch eine bedenkliche Entwicklung wenn die USA sich das Recht herausnehmen das Völkerrecht in so eklatanter Weise zu brechen.
Hier eine interessante Dokumentation dazu:

Auch dies ein sehr interessantes Interview mit der bolivianischen Botschafterin Elizabeth Salguero über die erzwungene Zwischenlandung von Präsident Morales, Völkerrecht und Kolonialismus:

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