Unruhen in der Ukraine: Lawrow spricht Klartext!

STIMME RUSSLANDS Der russische Außenminister hat in einem Fernsehinterview sehr klare Worte für die jüngsten Entwicklungen in den Beziehungen zum Westen gefunden. Das Aufsehen um die Ereignisse in der Ukraine grenze an „Hysterie“, und in den USA gebe es Leute, die Russland „eins auswischen wollen“, so Lawrow.
Einige US-Behörden sind laut dem russischen Außenminister Sergej Lawrow wegen der Asylgewährung für den flüchtigen „Whistleblower“ Edward Snowden noch immer nicht gut auf Russland zu sprechen.
„Ich glaube, dass es – zwar nicht im Weißen Haus oder im US-Außenministerium, aber wahrscheinlich in irgendwelchen anderen Unterabteilungen der amerikanischen Administration – Leute gibt, die uns dafür gern eins auswischen würden“, sagte Lawrow am Samstag in einem Interview für den TV-Sender Rossiya-24. Das Problem mit Snowden habe aber nicht Moskau geschaffen, so der russische Chefdiplomat.
„Nicht wir haben Edward Snowden seinen Pass weggenommen – ein Dokument, das für Reisen durch die Welt unabkömmlich ist. Genauso wenig haben wir seine Marschroute bestimmt – das hat er selbst getan. Nicht wir haben wüste Schauermärchen wie die Zwangslandung der Präsidentenmaschine von Evo Morales abgezogen“, hieß es weiter. Russland habe sich im „Fall Snowden“ in erster Linie von den geltenden Rechtsnormen leiten lassen.
„Wir haben mit den USA kein Auslieferungsabkommen, obwohl wir dies den Amerikanern jahrelang angeboten haben. Ich möchte kein Geheimnis daraus machen, dass dies in erster Linie der Herausgabe von Persönlichkeiten dienen würde, denen Russland schwere Verbrechen zur Last legt“, so der Minister im TV-Interview. Unter den betreffenden Personen seien auch Terrorverdächtige, die in den USA Zuflucht gefunden hätten und die „man uns nicht ausliefert und nie ausliefern wird“.
Moskau hält die Lage in der Ukraine für eine im Voraus vorbereitete Antwort des Westens auf den Beschluss Kiews, den Prozess der Assoziierung mit der EU einzustellen. Das sei eine „Reaktion an der Grenze zur Hysterie“ so Lawrow weiter.
Die Proteste seien dermaßen groß und die Losungen dermaßen erbittert, als habe die Ukraine einem friedliebenden Staat gegen den Volkswillen den Krieg erklärt, schilderte Lawrow seine Sicht auf die Protestaktionen in Kiew. Moskau rechne damit, die Situation in der Ukraine mit den EU-Partnern zu besprechen, teilte der Minister mit.
Weiterlesen: http://german.ruvr.ru/2013_12_14/Klare-Worte-Au-enminister-Lawrow-redet-Tacheles-9921/

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