Manipulation: Propaganda-Video über Gewalt der ukrainischen Polizei

Grausam! Die Bilder von einem ukrainischen Gefangenen, nackt im Schnee, in Mitten der Polizeikräfte die ihn verspotten, auf den Hinterkopf schlagen und treten, sind um die ganze Welt gegangen. Sie sollen die Brutalität des ukrainischen Regimes zeigen, welches die mutigen, glorreichen Maidan-Platz-Demonstranten versuchen, zu stürzen. Alles scheint klar zu sein. Hier die mutigen aber gepeinigten Demonstranten, auf der anderen Seite die bösen Polizeikräfte des ukrainischen Regimes.

Dabei gibt es aber ein Problem: am Ende der Sequenz erkennt man klar Andrei Dubovik in Uniform. Dieser Herr ist Teil der Opposition, Dubovik verliess schon vor langer Zeit das Innenministerium, um Leiter der Sicherheit der pan-ukrainischen “Heimat” (Batkivshchyna) der im Gefängnis sitzenden Oligarchin Julia Timoschenko zu werden.

Hier die Grossaufnahme von Andrei Dubovik, Gefährte von Timoschenko
Hier die Grossaufnahme von Andrei Dubovik, Gefährte von Timoschenko
Vergleichen Sie selbst, Andrei Dubovik als Ziviler und einmal als "ukrainischer Polizist"
Vergleichen Sie selbst, Andrei Dubovik als Ziviler und einmal als „ukrainischer Polizist“

Laut Wremja sei dieser Propagandafilm vom Fernsehregisseur Andriy Kozhemyakin gedreht worden, der auch für Timoschenko arbeitet [1].

Wie schamlos uns die Medien mit gefälschten Propaganda-Videos narren ist fast unvorstellbar:

Weiterer Vorfall von gezielter Manipulation aufgeflogen:
In der Ukraine hat eine Aktivistin der Anti-Regierungsproteste eingestanden, ihre eigene Entführung erfunden zu haben. Medien hatten vor Dutzenden vermissten Demonstranten berichtet.

Am 24. Januar hatten Medien berichtet, dass Maidan-Aktivistin Alexandra Chailak am Bahnhof von der Spezialeinheit Berkut verschleppt worden sei. Die Ermittlung habe ergeben, dass sich die 19-Jährige zu dem Zeitpunkt der „Entführung“ auf dem Protestplatz Euro-Maidan aufhielt, teilte das ukrainische Innenministerium am Mittwoch mit. Die junge Frau habe gestanden, den Medien mit Absicht falsche Information zugespielt zu haben. Ein gewisser Andrej habe ihr 500 Griwna (knapp 45 Euro) versprochen, wenn sie vor der Kamera über ihre „Entführung“ erzähle. Die versprochene Vergütung habe sie nicht erhalten. Nach Angaben der Behörde ist Chailak zweimal wegen Diebstahl vorbestraft.

In der Ukraine dauern seit dem 21. November Anti-Regierungs-Proteste an. Der Auslöser war die Entscheidung des Kabinetts, den Assoziierungsprozess mit der Europäischen Union auszusetzen und stattdessen den Handel mit Russland auszubauen.

Da es in der Ukraine sehr viele „Andrei’s“ gibt kann natürlich nicht davon ausgegangen werden, dass es sich bei dieser gezielten Manipulation um Andrei Dubovik handelt, ausschliessen kann man es aber auch nicht.

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