Inspiration: Freude schöner Götterfunken

Einfach weil es so schön ist!  Nein, es gibt auch einen tieferen Sinn darin, weshalb ich diesen Artikel schreibe. In einer Zeit, wo der Materialismus uns überrollt und das Geistige droht unterzugehen, ist es wichtig sich zu entspannen und die Klassik sprechen zu lassen. „Freude schöner Götterfunken“ oder „Ode an die Freude“, Beethovens Neunte mit dem Text von Friedrich Schiller ist ein Lied, das alt wie jung auch in 1001 + einer Nacht noch inspirieren wird.  Lehnt euch zurück und geniesst es einfach. Den Text habe ich zum Mitsingen eingesetzt.

Wenn ihr aufgrund von hässlicher Propaganda geneigt seit andere Menschen zu hassen, dann können diese Videos den Hass wie durch einen Laserstrahl wegbrennen.  Probiert es aus! Ich wünsche euch einen inspirierten Tag!! An dieser Stelle danke ich Russland dafür, die Olympiade 2014 in Sotschi mit soviel Inspiration und Klassik gestaltete zu haben.

Freude, schöner Götterfunken

1. Freude, schöner Götterfunken, Tochter aus Elysium! Wir betreten feuertrunken, Himmlische, Dein Heiligtum.
Deine Zauber binden wieder, was die Mode streng geteilt, alle Menschen werden Brüder, wo Dein sanfter Flügel weilt.
Seid umschlungen, Millionen!  
Diesen Kuss der ganzen Welt! Brüder, überm Sternenzelt muss ein lieber Vater wohnen, Brüder, überm Sternenzelt muss ein lieber Vater wohnen!

2. Wem der große Wurf gelungen, eines Freundes Freund zu sein, wer ein holdes Weib errungen,
mische seinen Jubel ein! Ja, wer auch nur eine Seele sein nennt auf dem Erdenrund! Und wer’s nie gekonnt, der stehle weinend sich aus diesem Bund! Was den großen Ring bewohnet, huldige der Sympathie. Zu den Sternen leitet sie, wo der Unbekannte thronet.

 3. Freude heißt die starke Feder in der ewigen Natur; Freude, Freude treibt die Räder, in der großen Weltenuhr. Blumen lockt sie aus den Keimen, Sonnen aus dem Firmament, Sphären rollt sie in den Räumen, die des Sehers Rohr nicht kennt.
Froh wie seine Sonnen fliegen durch des Himmels prächtigen Plan, laufet Brüder, eure Bahn, freudig wie ein Held zum Siegen!

4. Freude sprudelt in Pokalen; in der Traube goldnem Blut trinken Sanftmut Kannibalen, die Verzweiflung Heldenmut. –
Brüder, fliegt von euren Sitzen, wenn der volle Römer kreist; lasst den Schaum zum Himmel spritzen: dieses Glas dem guten Geist!
Den der Sterne Wirbel loben, den des Seraphs Hymne preist, dieses Glas dem guten Geist überm Sternenzelt dort oben!

5. Festen Mut in schweren Leiden, Hilfe, wo die Unschuld weint, Ewigkeit geschwornen Eiden, Wahrheit gegen Freund und Feind,
Männerstolz vor Königsthronen – Brüder, gält’s Gut und Blut: dem Verdienste seine Kronen, Untergang der Lügenbrut!
Schließt den heil’gen Zirkel dichter! Schwört bei diesem goldnem Wein, dem Gelübde treu zu sein, schwört es bei dem Sternenrichter!

Text: Friedrich Schiller
Melodie: Aus Beethovens Neunte

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