Schicken die USA Astronauten mit dem Trampolin zur ISS?

Die Entscheidung der Regierung Obama, in die Sanktionen gegen Russland auch wichtige Forscher und gemeinsame Forschungsprogramme einzubeziehen, als „irrational“ zu bezeichnen, wäre noch stark untertrieben. Das läßt sich gut am Fall der berühmten US-Raumfahrtbehörde NASA aufzeigen: Als erster Sanktionsschritt wurden alle bilateralen Kontakte zur russischen Raumfahrtagentur eingestellt, mit der einzigen Ausnahme der Internationalen Raumstation (ISS). Der Grund für die Ausnahme ist einfach: Die NASA hat selbst gar keine Raumfahrzeuge mehr, mit denen sie ohne russische Hilfe Astronauten zur ISS und zurück zur Erde bringen könnte.
Die am 28. April angekündigten neuen Sanktionen betreffen Russlands Rüstungs- und Luftfahrtsektor und verbieten speziell die Einfuhr russischer Raketentriebwerke. Das veranlaßte Russlands Vizeministerpräsidenten Rogosin zu dem Kommentar, wenn hinter diesen Sanktionen die Absicht stehe, „dem russischen Raketenbausektor einen Schlag zu versetzen, dann würde das automatisch die amerikanischen Astronauten auf der ISS einer Gefahr aussetzen“. Auf seiner Twitter-Seite soll Rogosin ausserdem angeregt haben, die USA könnten „ihre Astronauten mit der Hilfe eines Trampolins zur ISS bringen“.

Die so humor- wie geistlose Establishmentpresse in den USA schrie sofort auf, die Russen drohten damit, amerikanische Astronauten allein im All zu lassen.

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