MH-17 Absturz: Gibt es wirklich eine unabhängige Untersuchung?

Aufruf zu einer unabhängigen Untersuchung des MH-17-Absturzes
Führende Kritiker der Rechtsbrüche der US-Regierung fordern in einem Aufruf eine unabhängige Untersuchung des Absturzes des malaysischen Verkehrsflugzeugs MH-17.

Nachdem die Bürgerrechtsbewegung Solidarität bereits einen entsprechenden Aufruf veröffentlicht hatte (siehe Neue Solidarität 33/2014), ist derzeit eine weitere internationale Petition in Umlauf, in der eine unabhängige Untersuchung des Absturzes des malaysischen Verkehrsflugzeugs MH-17 über der Ostukraine am 17. Juli gefordert wird. Erstunterzeichner dieser Petition ist Douglas Roche, ehemaliger Vorsitzender des Abrüstungsausschusses der Vereinten Nationen. Zu den bisherigen Unterzeichnern gehören außerdem Ray McGovern, Mitgründer der Geheimdienst-Veteranen für Vernunft, Prof. Francis Boyle, Völkerrechtsexperte an der Rechtsfakultät der Universität von Illinois, und William Binney, ehemaliger technischer Direktor der NSA-Abteilung für weltweite geopolitische und militärische Analysen, der öffentlich vor mißbräuchlichen Praktiken der NSA gewarnt hatte. Die Petition kann man online unterzeichnen unter: http://www.globalresearch.ca/demand-swells-for-straight-answers-on-the-downing-of-malysian-airlines-mh17-in-ukraine/5397093

Im Text der Petition heißt es u.a.:

„In diesem Moment der Geschichte, wenn so viele Menschen und Nationen in aller Welt an den 100. Jahrestag des hilflosen Stolpern unseres Planeten in den Ersten Weltkrieg erinnern, provozieren ironischerweise die großen Mächte und ihre Verbündeten erneut Gefahren, in denen die Regierungen scheinbar wie Schlafwandler in eine Neuauflage der alten Kämpfe des Kalten Krieges stolpern. Ein Trommelfeuer widersprüchlicher Informationen wird in den nationalen und nationalistischen Medien verbreitet, mit alternativen Versionen der Realität, die neue Feindschaften und Rivalitäten über die nationalen Grenzen hinweg provozieren.

Da die USA und Rußland mehr als 15.000 der weltweit 16.400 nuklearen Waffen besitzen, kann es sich die Welt nicht leisten, zuzuschauen und zuzulassen, daß diese widerstreitenden Ansichten über die Geschichte und die entgegengesetzte Einschätzung der Fakten vor Ort zu einer militärischen Konfrontation im 21. Jahrhundert zwischen den Großmächten und ihren Verbündeten führt. Auch wenn wir das Trauma der Länder Osteuropas, die jahrelang unter der sowjetischen Besatzung gelitten haben, bedauernd anerkennen und ihren Wunsch nach dem Schutz des NATO-Bündnisses verstehen, weisen wir Unterzeichner dieses globalen Aufrufs auch darauf hin, daß das russische Volk während des Zweiten Weltkriegs 20 Millionen Menschen durch den Angriff der Nazis verloren hat, und daß sie verständlicherweise Vorbehalte gegen die Expansion der NATO in einem feindseligen Umfeld haben. Rußland hat den Schutz des Raketenabwehrvertrages von 1972 verloren, den die USA 2001 aufgaben, und sieht mit Unbehagen, wie Raketenbasen in den neuen NATO-Mitgliedstaaten immer näher an ihre Grenzen gerückt werden. Gleichzeitig haben die USA wiederholt die russischen Bemühungen um Verhandlungen über einen Vertrag zum Verbot von Waffen im Weltraum oder Rußlands frühere Ersuchen, der NATO beizutreten, zurückgewiesen.

Aus diesen Gründen verlangen wir, als Menschen, als Mitglieder der bürgerlichen Gesellschaft und Weltbürger, die zu Frieden und nuklearer Abrüstung entschlossen sind, daß eine unabhängige internationale Kommission beauftragt wird, die Ereignisse in der Ukraine, die zum Absturz des malaysischen Verkehrsflugzeugs führten, und die Verfahren, die verwendet werden, um die katastrophalen Folgen zu prüfen, zu untersuchen. Diese Untersuchung sollte die Ursache des Absturzes feststellen und die verantwortlichen Parteien zur Rechenschaft ziehen gegenüber den Familien der Opfer und den Bürgern der Welt, die sehnlichst einen Frieden und eine friedliche Beilegung der bestehenden Konflikte wünschen. Sie sollte auch eine faire und ausgewogene Darlegung der Umstände enthalten, die zur Verschlechterung der amerikanisch-russischen Beziehungen und der neuen, feindseligen und polarisierten Position geführt haben, in der sich die USA und Rußland mit ihren Verbündeten heute befinden.

Der UN-Sicherheitsrat hat bereits – mit Zustimmung der USA und Rußlands – die Resolution 2166 beschlossen, die sich mit dem Absturz des malaysischen Flugzeugs befaßt und volle Verantwortlichkeit, umfassenden Zugang zur Absturzstelle und eine Einstellung aller militärischen Aktivitäten fordert, und die seit dem Zwischenfall immer wieder mißachtet wurde. Einer der Abschnitte der UNSC-Resolution 2166 besagt, daß der Rat die Bemühungen zur Durchführung einer umfassenden, gründlichen und unabhängigen internationalen Untersuchung in Übereinstimmung mit den Vorschriften über den internationalen zivilen Flugverkehr unterstützt…

Wir fordern Rußland und die Ukraine und ihre Verbündeten und Partner dringend auf, Diplomatie und Verhandlungen einzusetzen, und nicht Krieg und feindselige Handlungen. Die Welt kann es sich nicht leisten, Billionen von Dollar an Militärausgaben und viele Billionen an Gehirnzellen für den Krieg zu verschwenden, wenn unsere Erde selbst unter Druck steht und die kritische Aufmerksamkeit unserer besten Köpfe braucht. Das Denken und der Überfluß der Mittel, die jetzt gedankenlos für Krieg verschwendet werden, müssen für die Herausforderung, eine lebenswerte Zukunft für das Leben auf der Erde zu schaffen, zur Verfügung gestellt werden.“

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