30 Millionen $ Kopfgeld für Aufdeckung von MH 17 Abschuss

Ein anonymer Auftraggeber hat laut Medienbericht ein Kopfgeld in Höhe von 30 Millionen Dollar für jene ausgesetzt, die Hinweise zur Identifizierung der Täter für den Abschuss des Malaysian Airlines-Fluges MH17 in der Ostukraine liefern.
Hamburg. Es liest sich wie eine Agenten-Story: Mehrere deutsche Medien berichten heute unter Berufung auf das Wirtschaftsmagazin „Capital“ über die höchste Kopfgeldjagd der Geschichte. Anonyme Hintermänner haben den deutschen Privatermittler Josef Resch damit beauftragt, die Aktion zu koordinieren. Er soll damit nach den Verantwortlichen für den Abschuss über der Ostukraine suchen.
Veröffentlicht wurde der Aufruf auf der Internetseite der Wirtschaftsdetektei Wifka, die bei Lübeck ansässig ist. Darin heißt es: „Wer hat am 17. Juli das Flugzeug MH17 abgeschossen? Wer hat den Abschuss angeordnet? Wer deckt die Tat?“ Das Kopfgeld sei für Hinweise ausgelobt, die belegen könnten, wer hinter der Tat stehe. Das Geld sei sicher in der Schweiz hinterlegt und könne in Zürich oder einem gewünschten neutralen Ort ausbezahlt werden. Wie organisiert die anonymen Auftraggeber vorgehen, zeigt der Umstand, dass dem Informanten auf Wunsch auch eine neue Identität zur Verfügung gestellt wird.

„Jeder ist käuflich“
Der Privatermittler sei überzeugt, dass die Belohnung Mitwisser der Tat animieren werde, auszupacken. „Jeder ist käuflich, es ist nur eine Frage der Summe“, sagt Resch.
Die Hintermänner bleiben jedenfalls im Dunkel. Zwar habe Resch selbst mehrere Treffen im Ausland absolviert, einer der Mittelsmänner spreche mit Schweizer Dialekt, aber die Auftraggeber selbst blieben auch dem Privatermittler verborgen. Er zweifelt aber angesichts der gesamten Aktion nicht an der Ernsthaftigkeit seiner Auftraggeber.
So hat Resch für seine Tätigkeit bereits 40.000 Euro erhalten, Im Erfolgsfall sollen nochmals 500.000 Euro hinzu kommen.
Zum Vergleich: Für Hinweise, die zur Ergreifung von Osama Bin Laden führten, hatten die USA rund 25 Millionen Dollar bereit gestellt.

Erfahrener Ermittler
Josef Resch selbst hat Erfahrung mit derartigen Aufträgen. Er arbeitet seit über 30 Jahren als Privatermittler. Oft für Konzerne und Unternehmen, aber auch für deutsche Behörden. Resch war es auch, der die Kopfgeld-Aktion in Höhe von 1,5 Millionen Euro gegen den untergetauchten deutschen Hedgefondsmanager Florian Homm koordinierte, die Homm schließlich zur Aufgabe zwang.
Die Passagiermaschine MH17 wurde durch eine Vielzahl hochenergetischer Objekte zum Absturz gebracht, die das Flugzeug von außen durchbohrten. Das ist das Ergebnis eines Zwischenberichts, den niederländische Ermittler am 9. September, also etwa sieben Wochen nach dem Absturz, vorlegten. Der Bericht legt somit nahe, dass die Maschine tatsächlich von einer Rakete abgeschossen wurde. Trotzdem bleibt bisher die Frage offen, wer für den Beschuss verantwortlich ist.
Am 17. Juli war die Maschine MH 17 der Malaysia Airlines über der Ostukraine abgestürzt. Alle 298 Menschen an Bord kamen dabei ums Leben. Die Ukraine, Russland und die prorussischen Separatisten beschuldigen sich gegenseitig, für den mutmaßlichen Abschuss verantwortlich zu sein.

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