Schweizerische Goldinitative – Die Widersprüche der Gegner

Soeben habe ich mir die Website der Initiativgegner zu Gemüte geführt. Hier einige der gröbsten Widersprüche und Lügen der auf der Website zusammengeschusterten „Argumente“ und Informationen. Wird eventuell noch erweitert sobald ich mehr Zeit habe.

 

1. Lüge der Gegner: Die Schweiz müsse bei einem Ja auf einen Schlag für 65 Milliarden Franken Gold kaufen!

Tatsache: Die Schweiz hat gemäss Initiativetext 5 Jahre Zeit um den minimal geforderten 20% Goldanteil an der Bilanzsumme zu erreichen. Wieciel CHF die Schweiz dafür aufzuwenden hat ist selbstverständlich nicht bekannt, da die Entwicklung des Goldpreises nicht konkret prognostiziert werden kann. Des weiteren hängt es auch stark davon ab, ob die SNB ihre Bilanzsumme reduziert oder weiter ausbaut.

2. Lüge der Gegner: Die Schweiz dürfe das Gold nie mehr verkaufen!

Tatsache: Der Initiativtext beinhaltet die Unveräusserlichkeit des Goldes, soweit korrekt. Selbstverständlich kann via Volksinitiative dieser Passus auch in Zukunft wieder verändert werden. Bei einem Ja zur Initiative hat einfach das Volk die Entscheidungsgewalt darüber, ob das Gold verkauft werden darf oder nicht. Was passiert wenn diese Entscheidung anderen überlassen wird ist bekannt. In der Zeit von 2000 – 2006 verkaufte die SNB ohne Grund 1550 Tonnen Gold zu sehr tiefen Preisen ohne dass das Volk etwas dazu hätte sagen können. Es war Volksvermögen das unnötig verschleudert wurde.

Als die UBS mit einem Milliardendarlehen gerettet werden musste wurde dies mit dem Notrecht ermöglicht. Gold soll ein Notgroschen sein, der nur im Notfall verwendet werden darf, nicht aber aufgrund von internationalem Druck wie dies vor 10 Jahren durch den IWF gemacht wurde. Dieses Notrecht könnte in einer wirklichen Krisenzeit angewendet werden um die Versorgung der Schweizerischen Bevölkerung sicherzustellen indem Nahrungsmittel mit Gold bezahlt werden könnten.

3. Lüge der Gegner: Man dürfe kein Klumpenrisiko eingehen. Bereits heute seien die Goldreserven der Nationalbank im internationalen Vergleich hoch.

Tatsache: Die Gegner wenden da einen fiesen Trick an, indem Sie das Gold pro Kopf nehmen, statt einen wirklich korrekten Vergleich anzustellen. Korrekt muss ein Vergleich selbstverständlich den Anteil an den gesamten Devisenreserven berücksichtigen. Da steht die Schweiz mit rund 8% Goldreserven hinter Ländern wie Afghanistan oder Laos abgeschlagen hinter 40 anderen Nationen. Deutschland, Italien, Frankreich halten über 70% der Währungsreserven in Gold, Österreich und die Niederlande über 50%, Spanien 29% und Portugal sage und schreibe sogar über 90%. Hier zeigt sich die fiese Art der Argumentation der Gegner besonders deutlich.

 

 

 

 

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