Russland: Zustimmung für Putin so hoch wie nie zuvor

Was bedeuten die 89% Zustimmungswerte für Wladimir Putin wirklich?
Die Washington Post scheint ob Putins neuester Umfragewerte komplett sprachlos zu werden:

Denkt jemand, die Russen sind des Konflikts mit dem Westen überdrüssig? Nicht laut Präsident Wladimir Putins Umfragewerte, die am Mittwoch ein All-Time-Hoch von 89 Prozent erreichten (…) Putins Bewertungen sprangen von 65 Prozent im Januar 2014 auf 80 Prozent zwei Monate später, und seitdem bleiben sie nach Messungen des Moskauer Levada Center, des einzigen unabhängigen Meinungsforschungsinstituts in Russland, beständig über 80%. Sie steigen kontinuierlich: In den 15 Jahren, die Putin im Amt ist, waren sie nie höher als im Juni mit 89 Prozent (…) Die 89 Prozent Zustimmung ist auch ein Beweis dafür, dass die politische Richtung nahezu einstimmig gutgeheißen wird.

Die WaPo liegt richtig: die russischen Menschen unterstützen Putin, vor allem wenn man bedenkt, dass die 11%, die nicht mit ihm zufrieden sind, a) mit den Kommunisten sympatisieren, die Putin die Schuld an der kapitalistischen Marktwirtschaft geben, b) mit Nationalisten, die denken, dass der Kreml zu weich oder unentschlossen ist bei der Unterstützung von Novorussia gegen die Ukronazis und c) vielleicht 1-3% (max!), die in der Regel die USA und EU unterstützen. Also in Bezug auf die aktuelle Auseinandersetzung mit dem AngloZionisten Reich beträgt die eigentliche Zustimmungsrate von Putin an die 97 bis 98%.

Was bedeutet das?

1) Es gibt keine solche Sache wie eine “Putin”- oder sogar ein “Kreml” – Haltung bezüglich der Ukraine. Es ist eine russische Haltung .

2) Die Sanktionen hatten genau den gegenteiligen Effekt als den, den man sich erhofft hatte: Statt eine Welle der Unzufriedenheit mit Putin auszulösen, scharren sich die Russen um ihn.

3) Die AngloZionistische “Botschaft” ist in Russland überhaupt nicht angekommen. Der Westen hat keine Glaubwürdigkeit mehr, ist keine moralische oder politische Autorität. Die meisten Russen betrachten die USA als einen gefährlichen Feind, der versucht, Russland zu unterwerfen und die Rolle der EU sehen sie als stimmlose unterwürfige Kolonie der USA.

4) Die Russen „blinzeln“ nicht. Wie ich in diesem Blog immer und immer wieder wiederhole – Russen wollen keinen Krieg, aber sie sind dafür bereit. Das Land ist voll mobilisiert, sowohl psychisch als auch materiell. Keine Drohungen und keineSanktionen werden dies ändern.

5) Putins Machtbasis ist stärker denn je zuvor. Nicht nur, dass das russische Volk in vollem Umfang ihn unterstützt , sondern die Anti-Putin-pro-USA “Liberalen” und “Demokraten” (in der russischen Bedeutung dieser Worte) sind in kompletter Unordnung und auf der Flucht (meist politisch, aber manchmal buchstäblich) .

6) Es wird zunehmend klar, dass, während die russische Wirtschaft durch die Sanktionen und – mehr noch durch den Rückgang der Energiepreise gelitten hat, sich Russland viel besser entwickelte als von allen erwartet (einschließlich des Kremls), und dass die geplante “Isolation” Russland kläglich gescheitert ist.

7) Die meisten Indikatoren scheinen zu dem gleichen Schluss zu kommen: das Ukronazi Regime ist an einer Bruchstelle: die Säuberungen haben begonnen, die Zahl der Überläufer steigt, das Regime führt wirklich verrückte Entscheidungen durch(Saakaschwili in Odessa), Goldman Sachs prognostiziert die Pleite für den 24. Juli (tatsächlich ist die Ukraine bereits pleite).

Mit anderen Worten, während Russland jetzt stärker ist als zu irgendeinem Zeitpunkt während dieses Konflikts, ist die Ukraine schwächer als je zuvor. Die USA haben keinen praktikablen Plan mehr. Dem Imperium ist es nicht gelungen, Russland in einen Krieg mit der Ukraine zu ziehen, die ukrainischen Machthaber haben es versäumt, den Donbass zu zerquetschen und in der ganzen EU zeigen sich die Risse. Und mit all dem Säbelrasseln entlang der russischen Grenze haben sie das russische Volk verärgert, können es nicht beeindrucken, noch weniger erschrecken, Es scheint, dass Putin gegenüber Obama die Oberhand hat.

Also was kommt als nächstes?

VVPNun, eine Sache hängt nun von der USA ab. Russland kann diese Position so lange halten wie nötig. Im Gegensatz dazu wird die EU wirtschaftlich leiden, und – mehr noch – politisch. Sollte das griechische Volk sich gegen die AngloZionisten-Plutokratie erheben und das Ultimatum zurückweisen, wird die daraus resultierende politische Krise die EU noch schwächer machen. Moldawien und Rumänien zeigen keine Anzeichen dafür, dass sie bereit sind, direkt mit Russland wegen Transnistrien in Konfrontation zu gehen, und das ist auch eine sehr gute Nachricht. Ich vermute, dass einige klare Warnungen von Russland in den Westen gingen und erinnert wurde, was das letzte Mal passiert ist, als russischen Friedenstruppen angegriffen wurden. Je länger die USA an einer gescheiterten Politik der Ukraine festhält, umso schlimmer werden die Spannungen innerhalb der EU werden.

Minsk-2 ist tot und die Ukronazis haben den Donbass aufgegeben: Sie beschießen ihn täglich, sie haben alle Versorgungsleitungen abgeschnitten (auch für Wasser und Medikamente), zahlen weiter keine Renten (eine klare Verletzung der Bedingungen M2A) und ihre politische Rhetorik ist noch feindseliger und kriegerischer als zuvor.

Noch gibt es keine Möglichkeit, dass die westlichen Eliten das akzeptieren können. Sie haben ihr ganzes politisches Kapital und ihre Glaubwürdigkeit in ihre völlig verfehlte Politik investiert und jetzt das Scheitern zuzugeben, würde den völligen Gesichtsverlust zur Folge haben. So wie bei der Ukronazi Junta in Kiew, erwarte ich, dass die westlichen Führer zwar bellen werden aber nicht beißen, da der russische Bär zumindest zurückbeißen würde.

Der Saker

Quelle: http://vineyardsaker.de/analyse/was-bedeuten-die-89-zustimmungswerte-fuer-wladimir-putin-wirklich/

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