Ehemalige Führungskräfte der NATO wehren sich gegen die Kriegstreiberei der heutigen Nato-Spitze

Die Welt am Rand des nuklearen Abgrunds:  Mehr Offizielle finden den Mut zur Wahrheit

Von Helga Zepp-LaRouche

Während die Anzeichen nicht mehr zu übersehen sind, daß die US-Regierung und die NATO eine militärische Konfrontation mit Rußland und China – möglicherweise noch für diesen oder nächsten Monat – vorbereiten, finden mehr und mehr führende Persönlichkeiten gewissermaßen in letzter Minute vor der Katastrophe den Mut, das von Medien und Politik orchestrierte Theater zu durchbrechen, mit dem man versucht, die Bevölkerung mit schwarzer Propaganda auf den kommenden Krieg vorzubereiten. Die „Guns of August“, der Militäraufmarsch zum Dritten, und wie der Duma-Sprecher Sergej Naryschkin es nannte, letzten Weltkrieg der Menschheit, ist im vollen Gange. Aber auch der Ausweg ist in greifbarer Nähe.

Es ist sehr bemerkenswert, daß ein ehemaliger NATO-Kommandant sich folgendermaßen äußert: Der italienische Generalleutnant Fabio Mini, ehemals Generalstabschef des  Südkommandos der NATO und Kommandant der KFOR in Kosovo, gab gegenüber der Webseite „Critica Scientifica“ die klare Warnung ab, daß der gegenwärtig eskalierende „Weltkrieg“ dabei sei, bis zu einer nuklearen Konfrontation zu eskalieren, und brachte diese Dynamik mit der Kontrolle der Finanzmärkte über die Nationalstaaten in Verbindung. Er warnte, daß heute begrenzte Kriege nicht einmal mehr theoretisch möglich seien und daß alle Konflikte – vom Kalten Krieg der baltischen Staaten gegen Rußland über die Ukraine bis hin zu Syrien und Jemen, einschließlich aller sogenannten „Kleinkriege“ – darauf hinwiesen, daß wir nicht erst mit einen neuem totalen Konflikt rechnen müßten, sondern daß wir bereits bis zu unserem Hals darin stecken.

„Was sich in Asien mit dem strategischen Pazifik-Schwerpunkt abzeichnet“, so General Mini, „ist vielleicht das offensichtlichste Anzeichen, daß dort die Perspektive einer Explosion wie im Zweiten Weltkrieg auf diesem Kriegsschauplatz sehr wahrscheinlich ist. Nicht so sehr, weil Flugzeugträger und Raketen dorthin gebracht werden (was in der Tat soeben stattfindet), sondern weil es die Vorbereitung für einen Weltkrieg ist, einschließlich der unvermeidbaren nuklearen Konfrontation, die dort vorbereitet wird. Das heißt nicht, daß es sofort passieren wird, aber je länger die Vorbereitung dauert, und je mehr Ressourcen in die Waffensysteme investiert werden, um so mehr asiatische und westliche Köpfe werden in diese Richtung denken.“

Anläßlich des 70. Jahrestags des Abwurfs von Atombomben auf Hiroshima und Nagasaki äußerten sich eine ganze Reihe von Persönlichkeiten über die dringende Notwendigkeit, Nuklearwaffen aufgrund ihrer potentiellen gattungsvernichtenden Eigenschaft zu ächten und abzuschaffen, allen voran interessanterweise der japanische Premierminister Abe, aber auch der möglicherweise kommende Führer der britischen Labour Party, Jeremy Corbyn, sowie Michail Gorbatschow. Gorbatschow warnte, er sei sehr besorgt über die Gefahr eines Nuklearkriegs, es könne sein, daß wir das kommende Jahr nicht überlebten, wenn einer in dieser aufgeheizten Situation die Nerven verliere.

Im New York Observer schreibt der amerikanische Journalist Jack Hanick unter der Überschrift „Können die USA einen Krieg mit Rußland stoppen?“, daß die USA einen Krieg gegen Rußland vorbereiten. Aber Rußland sei für diesen Krieg gerüstet und werde ihn nach Amerika bringen, wie die Flüge der Bear-Bomber bis vor die Kalifornische Küste am 4. Juli gezeigt hätten. Die amerikanischen Medien aller Couleur lieferten keine kritische Analyse, es sei notwendig, die russischen Argumente ernst zu nehmen, wenn ernsthafte Konsequenzen vermieden werden sollen. Die USA bewegten sich immer mehr auf einen Krieg gegen Rußland zu, Demokraten und Republikaner versuchten sich in markigen Reden zu übertreffen, aber die Geschichte sei voll mit Beispielen von gescheiterten Versuchen, Rußland zu erobern, Napoleon und Hitler seien nur die jüngsten Beispiele.

Das neben General Mini spektakulärste Interview kommt allerdings vom ehemaligen Chef des amerikanischen Militärgeheimdienstes (DIA), Michael Flynn, im „Head to Head“-Programm des Fernsehsenders Al Jazeera. Dort bestätigte Flynn gegenüber seinem Interviewer Mehdi Hasan, er habe nicht nur ein Memorandum des DIA von 2012 studiert, wonach der Westen die Schaffung eines Islamischen Staates in Syrien unterstützt habe; die Unterstützung des Weißen Hauses für radikalen Dschihadisten, die sich dann als ISIL und Al-Nusra entpuppten, sei keine Fehleinschätzung, sondern eine bewußte Entscheidung gewesen, diese Karte zu spielen.

Weiterlesen:

http://www.solidaritaet.com/neuesol/2015/33/hzl.htm

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