Über 50 US Analysten von Centcom und DIA beschweren sich über manipulierte Berichte

US-Geheimdienstanalysten rebellieren wegen Verfälschung ihrer Berichte

Jedem informierten Beobachter ist klar, daß der Bombenkrieg der USA gegen den Islamischen Staat (ISIS) und verwandte Terrorgruppen in Syrien erfolglos ist. Die extremistischen Organisationen machen weitere Eroberungen und stehen sogar schon in der Nähe von Damaskus. Gleichzeitig lacht die ganze Welt über Washingtons Programm zur Ausbildung und Bewaffnung syrischer Oppositionskräfte gegen die Regierung Assad, weil der US-Kongreß dafür 500 Mio.$ bewilligte, man aber nicht einmal hundert geeignete Kämpfer auftreiben konnte.

Trotzdem bleibt die Regierung Obama bei ihrer Propaganda und behauptet, ISIS werde „zurückgedrängt“. Zu diesem Zweck werden die Berichte kompetenter örtlicher Nachrichtendienstanalysten verfälscht, damit sie dieser Linie des Weißen Hauses entsprechen.

Man erinnere sich: Der ehemalige DIA-Chef, Gen. Michael Flynn, hatte am 7. August in einem Interview mit Al Jazeera klipp und klar gesagt, daß die Regierung Obama den Aufstieg von ISIS absichtlich zuließ und die entsprechenden Warnungen der DIA in den Wind schlug.

Mehr als 50 Analysten vom Zentralkommando der US-Armee (Centcom) und vom Militärgeheimdienst DIA haben sich bereits beim Pentagon darüber beschwert, daß ihre Berichte abgeändert, manipuliert und verzerrt wurden, um den Anschein zu erwecken, der Krieg gegen ISIS würde gewonnen. Der Pentagon-Generalinspekteur hat eine Untersuchung der Beschwerden eröffnet, die an die New York Times durchsickerte und über die dann von vielen weiteren Medien berichtet wurde. Verschiedene Quellen bestätigten gegenüber EIR, daß die Untersuchung im Pentagon ernsthaft ist und die Einschätzungen, die durch Erklärungen der Regierung öffentlich wurden, sorgfältig geprüft werden.

Im Mittelpunkt des Skandals steht wieder einmal Präsident Obamas nationaler Geheimdienstkoordinator, James Clapper. Er steht fast täglich in Kontakt mit dem Centcom-Nachrichtendienstchef, Gen. Steven Grove, was ungewöhnlich ist. In einem Bericht in The Daily Beast vom 9. September heißt es, mehrere Analysten seien praktisch zum Rücktritt gezwungen worden, weil sie der Linie des Weißen Hauses über den Kampf gegen ISIS nicht folgten.

Ein Gegengewicht zu den optimistischen Darstellungen der Regierung bildeten wieder einmal Aussagen von Generalstabschef Gen. Martin Dempsey, der am 9. September sagte, aus seiner Sicht sei der Krieg gegen ISIS ein „taktisches Patt“.

Quelle: http://www.solidaritaet.com/neuesol/2015/39/dia.htm

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