Ungesühnter Völkermord an den Indianern

War es Völkermord?
Fallstudien dreier Indianervölker ermöglichen die Neubewertung eines Menschheitsverbrechens.

von Stefan Korinth
Foto: Antonio Gravante/Shutterstock
Im letzten Jahr verurteilte der Bundestag zwei Völkermorde, die mehr als 100 Jahre zurückliegen. Die Massenverbrechen an Indianern in den USA wurden in diesem Zusammenhang nicht thematisiert. Dabei zeigt ein Blick in die Fachdebatte und auf Fallstudien, dass es sich dabei ebenfalls und sogar um mehrere Völkermorde handelte.
In klassischen Western-Filmen kommt die Kavallerie meist als ersehnte Rettung in der Not, vertreibt die brutalen Bösewichte (oft Indianer) und schützt die Hilflosen und Unschuldigen. Doch in der Realität war das häufig nicht so – im Gegenteil:

„Ich sah, wie die Soldaten über den Hügel kamen“, erinnert sich die 29-jährige Piegan-Indianerin Good Bear Woman. Am Morgen des 23. Januar 1870 umzingeln 200 Soldaten der 2. US-Kavallerie unter Befehl von Major Eugene Baker ein Lager der Piegan am Marias River in Montana. Häuptling Heavy Runner wundert sich, denn bislang waren seine Beziehungen zu US-Amerikanern friedlich. Das US-Indianerbüro hat ihm sogar schriftlich Schutz garantiert. Der Anführer holt den Geleitbrief aus seinem Wigwam und bringt ihn dem Kommandeur. Kavallerieoffizier Baker liest das Dokument, doch dann zerreißt er es und wirft es weg, berichtet Good Bear Woman. „Als Heavy Runner sich umdrehte, feuerten die Soldaten auf ihn und töteten ihn.“
Weiterlesen: https://www.rubikon.news/artikel/war-es-volkermord

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