Afrika: China und Italien wollen Tschadsee wieder auffüllen

Von Kimeng Hilton Ndukong

People’s Daily berichtete am 21. August in dem folgenden Beitrag über die Fortschritte des Transaqua-Projektes und hob darin LaRouches Rolle hervor.

Die 40 Millionen Menschen, deren Lebensunterhalt vom Tschadsee abhängt, haben neue Hoffnung geschöpft, nachdem im vergangenen Juni in der chinesischen Stadt Hangzhou eine Vereinbarung zwischen dem chinesischen Baugiganten PowerChina und dem italienischen Unternehmen Bonifica Spa unterzeichnet worden ist. Die Nachricht darüber ist allerdings erst Anfang dieses Monats veröffentlicht worden.

Riesiges Wassertransferprojekt

Die Vereinbarung sieht die Erstellung einer Machbarkeitsstudie über den Transfer von jährlich 100 Mrd. Kubikmeter Wasser aus dem Kongo in der Demokratischen Republik Kongo vor, um den rasch schrumpfenden Tschadsee wieder aufzufüllen, und das über eine Entfernung von 2500 km. Dieses Projekt ist auch unter dem Namen Transaqua bekannt. Nach Angaben der Webseite des Magazins Executive Intelligence Review (EIR) wurde die Absichtserklärung auf einem Treffen der beiden Firmen in Anwesenheit des italienischen Botschafters in China, Gabriele Menegatti, unterzeichnet.

Dieses jüngste Abkommen zwischen PowerChina und Bonifica Spa führt eine frühere Absichtserklärung fort, die am 13. Dezember 2016 zwischen PowerChina und der Tschadsee-Kommission (LCBC) in der nigerianischen Hauptstadt Abuja unterschrieben wurde. Der LCBC gehören Kamerun, Tschad, Niger, Nigeria und die Zentralafrikanische Republik an. Die Absichtserklärung umfaßt einen Zeitraum von vier Jahren, kann jedoch durch erneute Verhandlungen zwischen beiden Parteien verlängert werden.

Die Vereinbarung „ist mit der Absicht geschlossen worden, die Prinzipien einer technischen und finanziellen Unterstützungsvereinbarung zur Verwirklichung eines Wassertransfers aus dem Kongobecken zum Tschadsee darzulegen“, heißt es auf der Webseite der LCBC. PowerChina wird die Kosten der Studien in Höhe von 1,8 Mio. US-Dollar übernehmen, während die LCBC alle notwendigen Informationen und Unterstützung bereitstellt.

Zentral- und Westafrika verbinden

Die Absichtserklärung soll die Grundlage erstellen, auf der die Beteiligten zusätzliche Untersuchungen über das Wassertransferprojekt zum Tschadsee-Becken und weitere zukünftige Projekte ausführen werden, die im Einklang mit der Wasser-Charta des Tschadsee-Beckens, nationalen Gesetzen, Vorschriften und Praktiken der Mitgliedsstaaten stehen. Zusätzliche Forschungen sind notwendig, um die Sahelzone gegen den Klimawandel zu wappnen und das Projekt zu einem kontinentalen Infrastrukturprojekt zu erheben, wenn dieser neue Entwicklungskorridor eröffnet wird, um Zentral- und Westafrika miteinander zu verbinden.

Die Vereinbarung zwischen PowerChina und LCBC sieht den potentiellen Transfer von jährlich 50 Mrd. Kubikmeter Wasser zum Tschadsee über eine Reihe von Dämmen in der Demokratischen Republik Kongo (DRC), der Republik Kongo Brazzaville und der Zentralafrikanischen Republik vor. Zudem geht es um die mögliche Erzeugung von 15.000-25.000 Kilowatt Strom aus Wasserkraft durch die Gefällebewegung des Wassers.

Ein weiterer Nutzen ist die Erschließung von 50.000-70.000 Quadratkilometern bewässerten Ackerlands für die Getreide- und Viehwirtschaft in der Sahelzone des Tschad, im Nordosten Nigerias, dem Norden Kameruns und in Niger; und die Schaffung einer neuen Infrastrukturplattform für die Industrie und den Wassertransport.

Der Kerngedanke dabei ist es, die Wassermenge des Tschadsees zu vergrößern, die Fließeigenschaften zu verbessern, die Armut der dort lebenden Menschen durch soziale und wirtschaftliche Aktivitäten zu verringern, den Energiebedarf der Städte und der angrenzenden Regionen der DRC und in Kongo Brazzaville zu decken und genaue Umweltstudien zu erstellen.

Die Neue Seidenstraße zum Tschadsee

Die Tschadsee-Kommission hat die Frage der Finanzierung von Studien über den Wassertransfer gelöst, indem eine Neue Seidenstraße zum Tschadsee geschaffen wird. PowerChina, eines der größten multinationalen Unternehmen des Landes, das den Dreischluchten-Staudamm gebaut hat, unterzeichnete die Absichtserklärung mit LCBC im vergangenen Dezember.

PowerChina verpflichtete sich zur Finanzierung der Machbarkeitsstudien für die ersten Bauphasen des Transaqua-Projekts und später dann zur Errichtung der Infrastruktur. Der Wassertransfer-Kanal wird eine schiffbare Wasserstraße mit 100 m Breite und 10 m Tiefe sein, die sich vom südlichen Teil der Demokratischen Republik Kongo bis zur nördlichen Grenze der Zentralafrikanischen Republik erstreckt. Parallele zum Wasserweg soll eine einer Versorgungsstraße und später auch eine Eisenbahnlinie gebaut werden.

Schnell austrocknender See

Der Tschadsee, einst einer der größten Seen der Welt, ist in den vergangenen Jahren aufgrund geringer Regenfälle und schädlicher Bewässerungspraktiken immer mehr geschwunden. Andere unvorhergesehene Phänomene wie die Abwanderung von Flüchtlingen und Vertriebenen, die sich vor der Greueltaten von Boko Haram in Sicherheit bringen wollen, sind seitdem aufgetreten.

Experten zufolge kann nur eine robuste Maßnahme wie die Wiederauffüllung des Sees verhindern, daß das Feuchtgebiet – ein Brotkorb, der zwischen Zentral- und Westafrika liegt – komplett verschwindet. Gleichzeitig hat die Verarmung der Menschen im Tschadsee-Becken dieses Gebiet zu einem Nährboden für die Rekrutierung von Terroristen der Boko Haram gemacht. Dabei war Transaqua schon seit den 1970er Jahren eine gangbare Lösung für die Probleme des Tschadsees, doch die westlichen Nationen und Institutionen zeigten wenig Interesse daran, das Projekt zu finanzieren.

Unterstützung von Präsident Buhari

Eine Wende ereignete sich im Mai 2015 mit der Wahl von Nigerias Präsident Muhammadu Buhari. Er kam an die Macht mit dem Versprechen, die nationale Infrastruktur zu entwickeln, einschließlich der Umsetzung des Wassertransferprojektes für den Tschadsee. Auf mehreren internationalen Zusammenkünften hat Präsident Buhari sich dafür eingesetzt, die Probleme des Tschadsees zu lösen, und westliche Nationen dazu aufgefordert, ihre Zusagen für finanzielle Unterstützung einzuhalten. Er hat seine Regierung auch stark an einer Zusammenarbeit mit den BRICS-Nationen (Brasilien, Rußland, Indien, China, Südafrika) orientiert.

In einem Beitrag über das bahnbrechende Wasserabkommen in der Zeitung The Nigerian Tribune vom 25. Juli letzten Jahres merkte Nigerias Minister für Wasserressourcen, Suleiman Adamu, an, daß ein ähnliches Projekt, nämlich Wasser vom Süden in den trockenen Norden Chinas umzuleiten, von den Behörden verwirklicht wurde. Der Minister fügte hinzu, daß Nigeria mit der UNESCO zusammenarbeite, um in Abuja vor Ende des Jahres 2017 eine internationale Konferenz über den Tschadsee zu organisieren, auf der für Transaqua geworben werden soll.

LaRouches Rolle

Dank des Kampfes der LaRouche-Organisation und der Initiatoren von Transaqua über viele Jahre wird das Projekt heute Realität, eingebunden in den Rahmen der Belt and Road Initiative. Das Magazin Executive Intelligence Review und das Schiller-Institut haben 2015 das erste Treffen zwischen LCBC und den Köpfen hinter Transaqua arrangiert. Dem folgte im Dezember 2016 die Unterzeichnung der Absichtserklärung zwischen LCBC und PowerChina und später Kontakte zwischen Bonifica Spa und dem chinesischen Unternehmen.

Ursprung des Transaqua-Projektes

Transaqua wurde zuerst von der italienischen Ingenieursfirma Bonifica Ende der 1970er Jahre entwickelt.

Der Kongo ist der zweitgrößte Fluß der Welt mit durchschnittlich 41.000 Kubikmetern Wasser, das sich in kurzen Zeitabschnitten ungenutzt in den Atlantischen Ozean ergießt. Bonifica schätzt, daß 3-4% dieses ungenutzten Wassers ausreichen würden, um den Tschadsee wieder zu befüllen.

Das Projekt beinhaltet den Bau eines 2.400 km langen Kanals, beginnend in den südlichen Gebieten der Demokratischen Republik Kongo (ehemals Zaire), um Wasser der nördlichen Zuflüsse des Kongos durch Dämme und Reservoirs aufzufangen und dadurch 100 Milliarden Kubikmeter Wasser pro Jahr der Schwerkraft folgend in den Tschadsee zu leiten. Das Projekt wurde von verschiedenen Interessengruppen in Erwägung gezogen, jedoch ohne viel Fortschritt wegen mangelnden Interesses oder ungenügender Finanzierung.


(Den englischsprachigen Online-Artikel in People‘s Daily finden Sie hier: http://en.people.cn/n3/2017/0821/c90000-9258249.html)

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Impfzwang: Wie Sie sich absichern können

Geben Sie diese Erklärung dem Arzt ab, er soll sie unterzeichnen und Ihnen das Original aushändigen. Dieses Vorgehen ist dann empfehlenswert, wenn der Arzt Sie zum Impfen drängt. Mit der Unterzeichnung und dem Akzeptieren der darin enthaltenen Bedingungen verpflichtet sich der Arzt, wenn irgendein physischer oder psychischer Schaden durch die verabreichte Impfung entsteht, für den dem Opfer oder dessen Familie oder Angehörigen entstandenen Schaden ohne jegliche Verzögerung oder Anrufung des Gerichts vollumfänglich aufzukommen. Wir haben über 100’000 Exemplare dieser Erklärung verteilt, die kopierten Exemplare nicht eingerechnet. Bis heute hat meines Wissens kein Arzt sie unterzeichnet, aber die „Impfunwilligen“ wurden nicht mehr bedrängt

impfzwang

Formular hier als Download erhältlich

Klimawissenschaftler betreiben „Kult mit glasigen Augen und Mantra-artigen Gesängen“

Donald Trumps wahrscheinlicher Wissenschaftsberater, Professor William Happer sagte, dass viele Klimaforscher Kultisten in den letzten Zügen des kollektiven Wahnsinns sind.

Prof. William Happer, Webseite der Uni

William Happer, ein Physiker an der Princeton Universität, und der wahrscheinlichste Kandidat als Donald Trump’s Wissenschaftsberater, sagte, dass viele Klimaforscher ihre Arbeit wie ein „Kult mit glasigen Augen und Mantra-artigen Gesängen“ betreiben. Im Interview mit dem The Guardian sagte Happer, dass diese Wissenschaftler unter der Form des „kollektiven Wahnsinns“ leiden. Happer war im vergangenen Monat mit Trump zusammen gekommen, um die Position des Wissenschaftsberaters zu diskutieren, ist der führende Kandidat für den Job. Er ist auch sicher, dass die Menschheit eine „Klima-Änderung“ verursacht und das wird als gut angesehen.

Happer ist nicht irgendein durchgeknallter Wissenschaftler, der verrückte Ideen unterstützt. Er ist wirklich ein bedeutender Physiker und gut angesehen in der akademischen Welt. Aber seine Ansichten über die Klimawissenschaft verursachen Bestürzung der aktiven Klimaforscher, die sich auf die Regierung wegen Forschungsstipendien und aufwändiger Finanzierung verlassen. Happer verwies auf den derzeit unter Beschuss stehenden NOAA Bericht, nachdem ein Whistleblower namens Dr. John Bates sich meldete.

Bates deckte auf, wie die Autoren die Temperaturdaten manipulierten, um die etablierte globale Erwärmungspause zu löschen. Diese Studie wurde überstürzt vor einer wichtigen U.N.-Konferenz veröffentlicht, um die Übereinkunft auf ein Klimaabkommen zu beeinflussen. Er sagte, diese Studie war wie eine „politische Fanfare“, aber Wissenschaft und Regierungsbehörden sollten ihr Verhalten nicht nach politischer Agenda ausrichten.

Glasige Augen

Happer sagte, es gibt ein ganzes Gebiet der Klimaforschung, dass „wirklich mehr wie ein Kult“ ist. Er hält es dem Hare Krishna ähnlich, wo die Mitglieder alle mit glasigen Augen den gleichen Mantra-artigen Refrain intonieren. Diese Wissenschaftler sind es, die potenziell „das Image aller Wissenschaftler schädigen.“ Happer glaubt, dass Regierungswissenschaftler ihre Erkenntnisse nicht öffentlich diskutieren sollten, bevor die Ergebnisse vollständig überprüft wurden. Er sagte, dass die Wissenschaftler der Regierungsbehörden „besonders sauber“ und „ohne Fehler“ sein müssen.

Die Menschen haben die Regierung satt, die ihnen Lügen erzählt und wenn etwas sehr Wichtiges kommt, hören sie nicht zu. Er nannte die Verwirrung, die um Impfstoffe für Kinder entstand und die Bewegung von einigen Eltern, ihre Kinder nicht zu impfen. „Die Regierung, sollte absolut zuverlässig über Tatsachen, wirkliche Tatsachen berichten.“

Übertriebene Alarmierung schadet der Wissenschaft

Er sagte auch, Trump kein „Anti-Wissenschaftler“, wissenschaftlich belesen und sehr aufmerksam, wenn sie sich treffen. Trumpf stellt auch gute Fragen. Während sie den Klimawandel nur streiften, hält Trump Sonnenkollektoren in Staaten, die viel Sonnenschein bekommen wie Arizona, für sinnvoll. Er sagte, dass der Präsident weder für noch gegen erneuerbare Energien war.

Was die Temperatur-, Klima- und CO2-Überwachung angeht, so hält Happer das alles wichtig für wichtig. Aber, fügte er hinzu, übertriebene Alarmierung der Klimaforscher über die Bedrohung durch die globale Erwärmung sind „überzogen“. Enorme Summen werden ausgegeben, um „den Planeten zu retten“, Gelder, die an anderer Stelle verwendet werden könnten. Er sagte, Bürokratien rechtfertigen sich durch die Schaffung einer Bedrohung, die nur sie beheben könnten.

Frage zum Klimakonsens

Happer ist auch kein Klimaskeptiker und hat vor kurzem erklärt, dass die globale Erwärmung gut für die Menschheit ist. Während der Arbeit als Direktor der Forschung in der George W. Bush’s Energieministerium, begann er den damals noch in Entwicklung befindlichen Klima Konsens zu hinterfragen. Als er Klimaforscher zu ihren Ergebnissen befragte, bekam er nur ausweichende und nicht zur Frage gehörende Antworten. Da begann er, sich wirklich um Klimaforschung zu sorgen.

Beim „Marsch für die Wissenschaft“, der in verschiedenen Städten im April geplant ist, sollte die Öffentlichkeit die Teilnehmer als „privilegierte Elite“ und nicht als adelig ansehen. Der Nachteil, was ihn beunruhigt, wäre, dass die Wissenschaftler als „gieriger Haufen verdorbener Menschen“ angesehen werden. Natürlich sieht Happer sie nicht so, aber es wäre leicht, sich diese Sichtweise zu eigen zu machen.

Erschienen auf Blasting News am 15.02.2107 http://us.blastingnews.com/news/2017/02/trump-s-likely-science-advisor-many-climate-scientists-glassy-eyed-cult-001474849.html

Vita auf de.Wikipedia :
William Happer ist Jahrgang 1939 und ein US-amerikanischer Physiker in den Bereichen Atomphysik, Optik und Spektroskopie. Er hat die Cyrus Fogg Brackett Professur für Physik an der Princeton University inne. Position: Professor Emeritus

Auch auf WUWT wird über Happer berichtet.

Von Eric Worrall das Schlusszitat:

Ehrlich gesagt denke ich, dieser Vergleich ist ein bisschen hart.

Ich weiß nicht, wie sich Krishnas anderswo verhalten, aber in Australien gehören Hare Krishnas ein bisschen zum Inventar. Gelegentlich genieße ich ein vegetarisches Gericht an einer ihrer Gaststätten. Gelegentlich wandern sie umher, um über ihre Religion zu sprechen, aber sie sind nicht aufdringlich – sie akzeptieren „nein“ als eine Antwort. Ich habe noch nie einen Hare Krishna getroffen, der jemanden anderen auffordert nach ihren Prinzipien zu leben.

Wenn Klimawissenschaftler so zurückhaltend wären, ihren Glauben zu vertiefen, nicht zu versuchen, ihre Lebenseinstellung anderen aufzudrängen, hätte ich viel weniger Probleme mit der Klimaforschung.

Übersetzt durch Andreas Demmig

Die Schweiz und die EU-wie weiter? Ein Vortrag von Dr. Ulrich Schlüer

Dr. Ulrich Schlüer hielt einen sehr spannenden und informativen Vortrag über die Situation zwischen der Schweiz und der EU. Was viele Schweizer nicht wissen ist, das mittlerweile ein Rahmenvertrag abgeschlossen wurde, der zwar ausgehandelt wurde, jedoch von der Regierung noch nciht unterschrieben sei.

Dieser Rahmenvertrag geht soweit, dass die Schweiz zum Beispiel automatisch alle wesentlichen Gesetze der EU übernehmen müsste, ohne dass die Schweiz dazu etwas zu sagen hätte. Es wäre quasi die Abschaffung der direkten Demokratie.

http://www.anti-zensur.info/azkmediacenter.php?a=showembed&id=326

Die Propaganda-Analyse zum Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)

Das Schweizer Radio und Fernsehen (SRF) leistet mit seinen Nachrichten- und Informations­sendungen einen wichtigen Beitrag zur öffentlichen Meinungsbildung in der Schweiz. Doch wie objektiv und kritisch berichtet das SRF über geopolitische Themen? Um dies zu überprüfen, wurde erstmals eine systematische Analyse der SRF-Bericht­erstattung zu einem geo­politischen Ereignis durchgeführt.

Die Resultate sind alarmierend: In allen untersuchten Beiträgen des SRF wurden Propaganda- und Manipulations­techniken auf redaktioneller, sprachlicher und audiovisueller Ebene festgestellt. Beispiele sind die Zuteilung von Redezeit an nur eine Konfliktpartei, die intransparente Kenn­zeichnung von Dritt­quellen, die Auslassung von Kontext, tendenziöse Formulierungen, unbelegte Behauptungen und Suggestionen, manipulative Bearbei­tungen von Film­material sowie Falsch­über­setzungen.

Alle verwendeten Manipulations­techniken fielen zugunsten der Konfliktpartei USA/NATO aus. Insgesamt muss somit von einer einseitigen, selektiv-unkritischen und wenig objektiven Bericht­erstattung durch das Schweizer Radio und Fernsehen gesprochen werden. Mögliche Ursachen für diesen Befund werden diskutiert.

Lesen Sie die ganze Studie:

https://swisspropaganda.wordpress.com/srf-propaganda-analyse/

Die Welt zwischen Sotschi und Ise-Shima

Eine tiefe Kluft zwischen zwei Gipfeln:

Von Alexander Hartmann

„Der Gipfel der G7-Zwerge“ – so charakterisierte die Bild-Zeitung das Treffen der Staats- und Regierungschefs der G7-Nationen in Ise-Shima in Japan, und damit lag das Blatt diesmal ausnahmsweise ziemlich richtig. Aber das lag nicht bloß daran – wie Ralf Schuler seine Überschrift rechtfertigt -, daß praktisch alle dort versammelten Regierungschefs immer mehr an Einfluß verlieren. Die Charakterisierung ist vor allem deshalb richtig, weil wieder einmal, wie Friedrich Schiller es einst in Bezug auf die Französische Revolution formulierte, „der große Moment… ein kleines Geschlecht“ gefunden hat. Denn anstatt Rußland und China die Hand zu reichen zum wirtschaftlichen Aufbau der Welt im gemeinsamen Interesse der Menschheit, beharrten die G-7 auf ihrer bisherigen Politik, die immer tiefer in eine Konfrontation gegen Rußland und China und in die Wirtschaftskrise hineinführt.

Dies zu erkennen, ist natürlich nicht Sache der Bild-Zeitung, die sicherlich vieles von dem, was die G7-Chefs in ihrer Abschlußerklärung sagen, bedenkenlos unterschreiben würde. Tatsächlich ist diese Abschlußerklärung Ausdruck eben jenes Denkens, das nicht zu Lösungen führen kann, weil es selbst das eigentliche Problem ist, das es zu überwinden gilt.

Dies gilt für die Konfrontationshaltung gegenüber Rußland und China ebenso wie für das meiste, was zu Fragen der Wirtschaft gesagt wird. Angesichts der wachsenden Gefahr einer thermonuklearen Konfrontation zwischen West und Ost, vor der immer mehr Experten warnen, wirkt es geradezu lächerlich, daß sich im vorderen Teil der Erklärung volle sechs (!) der insgesamt 41 Seiten mit Fragen des Gesundheit und jeweils zwei weitere mit dem angeblich vom Menschen gemachten Klimawandel und der Rolle der Frauen befassen, während die außenpolitischen Fragen erst in der hinteren Hälfte der Erklärung behandelt werden. Und noch dazu gießen die Passagen über Rußland und die Ukraine sowie den Inselkonflikt im Südchinesischen Meer noch mehr Öl ins Feuer, anstatt es zu löschen.

Meine Damen und Herren Regierungschefs: Wenn es nicht gelingt, die Kriegsgefahr abzuwenden, dann brauchen wir uns über die Gesundheit, den Klimawandel und die Rolle der Frauen keine Gedanken mehr zu machen!

Abe verweist auf die Krise, Obama bestreitet sie

Natürlich ist klar, daß das, was in solchen Abschlußerklärungen zu Papier gebracht wird, stets nur ein Kompromiß ist, und es ist davon auszugehen, daß hinter den verschlossenen Türen des Gipfels vieles gesagt wurde, was sich nicht in der Erklärung wiederfindet, weil es nicht gelang, einen Konsens darüber zu finden.

Das dürfte beispielsweise bei den wirtschaftlichen Fragen der Fall gewesen sein. Japans Premierminister Abe sagte in der Pressekonferenz nach dem ersten Tag der Gespräche bezüglich der weltwirtschaftlichen Lage: „Wir stehen vor einer großen Krise und großen Risiken.“ Die Tageszeitung Yomiuri Shimbun berichtete: „Der Premierminister verglich die gegenwärtige Lage mit der vor der globalen Finanzkrise, die durch den Zusammenbruch der US-Investmentbank Lehman Brothers ausgelöst wurde, und die G7-Führer teilten die Sicht, daß die Weltwirtschaft sich an einer Wegscheide befinde, sagte eine Quelle in der Regierung nach der Sitzung.“

In der Abschlußerklärung heißt es jedoch zur Lage der Weltwirtschaft: „Der Aufschwung der Weltwirtschaft hält an.“ Reuters zufolge denkt Präsident Obama offenbar, daß es der Wirtschaft recht gut geht: „Herr Obama wies auf den Aufschwung hin, der sich in den USA vollziehe, und auf einige Fortschritte in der europäischen Wirtschaft und sagte, eine Vereinbarung, die am Mittwoch bezüglich der griechischen Schuldenkrise getroffen wurde, sollte hilfreich sein.“

In der Abschlußerklärung heißt es zwar: „Das weltweite Wirtschaftswachstum ist von höchster Priorität“, und es müßten alle zur Verfügung stehenden politischen Mittel genutzt werden, um die weltweite Nachfrage anzukurbeln. Aber was sind diese Mittel? „Geld-, Fiskal- und Strukturpolitik“. Quasi noch im gleichen Atemzug wird dann betont, der Schuldenstand sei „auf einen tragfähigen Pfad zu führen“, nur wenige Absätze später heißt es: „Wir ermutigen auch zu Anstrengungen zur Handelsliberalisierung durch regionale Handelsabkommen wie die Transpazifische Partnerschaft (TPP), das Wirtschaftspartnerschaftsabkommen (WPA) zwischen Japan und der EU, die Transatlantische Handels- und Investitionspartnerschaft (TTIP) und das Umfassende Wirtschafts- und Handelsabkommen (CETA).“ Und anstatt die beklagten „globalen Überkapazitäten in Industriezweigen, insbesondere in der Stahlindustrie“ durch weltweite große Infrastrukturinitiativen nach dem Vorbild der chinesischen Seidenstraßen-Initiativen auszulasten, wird gefordert, diese Überkapazitäten abzubauen, „indem marktverzerrende Maßnahmen abgebaut werden und auf diese Weise die Funktionsfähigkeit der Märkte gestärkt wird“.

Mit anderen Worten: Man hält am bisherigen Kurs in der Wirtschaftspolitik fest und will diesen, wenn überhaupt, nur verstärken. Es ist klar, daß immer das Gleiche auch immer nur immer das Gleiche erzeugen wird.

Kooperation statt Konfrontation

Wenn Abe bei dem G7-Gipfel etwas lernen konnte, dann das, daß er tatsächliche Partner für die Revitalisierung der japanischen Wirtschaft nicht unter den G7 finden wird, solange diese an ihrem bisherigen Denken festhalten. Dabei mußte ihm der starke Kontrast zu seinem Treffen mit dem russischen Präsidenten Putin Anfang des Monats in Sotschi sicher auffallen. Bei diesen Gesprächen stand die wirtschaftliche Kooperation in Eurasien und speziell im russischen Fernen Osten im Mittelpunkt, ebenso wie beim anschließenden Rußland-ASEAN-Gipfel (ebenfalls in Sotschi), der unter dem Motto stand „Auf dem Weg zu einer strategischen Partnerschaft im Interesse des Gemeinwohls“.

Weiterlesen: http://www.solidaritaet.com/neuesol/2016/22/leitartikel.htm

Infrastrukturprojekte als patriotische Investments: Suezkanal als Vorbild

Ägypter investieren im patriotischen Geist in den Neuen Suezkanal
Die Entscheidung der ägyptischen Regierung, den Bau des Neuen Suezkanals durch den Verkauf von Investmentanteilen an die eigenen Bürger zu finanzieren, ist ein Riesenerfolg. Allein an den ersten sechs Tagen wurden Papiere für 39 Mrd. Ägypt. Pfund (LE = 5,5 Mrd.$) verkauft. Die Gesamtkosten betragen 60 Mrd. LE, und die optimistischste Prognose war gewesen, daß die Bevölkerung davon 20 Mrd. beisteuere und der Rest über Kredite finanziert werden müsse.

Die große Zeitung Al Ahram schrieb, die Papiere „gehen weg wie warme Semmeln“. Eine junge Frau sagte dem Blatt: „Mein Geld ist für das Land, die Rendite von 100 LE ist nicht so wichtig.“

Es werden Anleihen mit fünf Jahren Laufzeit zu 10, 100 und 1000 LE verkauft, mit 12% Zins und staatlicher Garantie. Zentralbankchef Hescham Rames zufolge kamen 90% der Einnahmen von Privatpersonen, nur 10% von Institutionen wie Versicherungen und Rentenkassen. Nur drei Staatsbanken bieten die Papiere an, sie mußten wegen der großen Nachfrage die Öffnungszeiten verlängern. Viele Ägypter räumen für den Kauf von Anteilen ihr Sparkonto leer oder erwerben sie als sichere Geldanlage für ihre Kinder.

Einige Freimarktanhänger aus der Finanzwelt hatten behauptet, die Methode werde sich nachteilig auf die Kreditvergabe der Banken und damit die Volkswirtschaft auswirken, aber das Gegenteil ist der Fall.

Gleichzeitig fiel in Kairo der Dollarkurs, weil die Ägypter lieber die Zertifikate kaufen als Dollars, die sie in der Matratze aufbewahren oder auf Auslandskonten einzahlen. Nun investieren sie in ein nationales Projekt, das schon jetzt für Tausende Menschen Arbeit schafft.

UN-Vollversammlung beschließt Resolution gegen Geierfonds
Die UN-Vollversammlung stimmte am 9. September mit überwältigender Mehrheit für eine Resolution zum Schutz von Staaten vor Geierfonds. Die Resolution war auf Anregung Argentiniens von den G-77 Staaten plus China eingebracht worden und fordert eine „verbindliche Regelung für Schuldenverhältnisse im Fall der Zahlungsunfähigkeit“. Damit sollen Sabotageversuche von Geierfonds gegen Umschuldungen, wie jetzt im Falle Argentiniens, verhindert werden. 124 Staaten stimmten mit Ja, 11 (darunter die USA, Deutschland und Japan) mit Nein, 44 enthielten sich.

Die sichtbar glückliche argentinische Präsidentin Cristina Fernandez de Kirchner sagte am selben Abend in einer Fernsehansprache: „Wir alle sollten auf diesen diplomatischen Erfolg … sehr stolz sein, der nicht nur Argentinien betrifft, sondern alle achtbaren Nationen, die die Rechte ihrer Menschen verteidigen.“ Sie dankten allen Ländern, die den Vorstoß unterstützt hatten – insbesondere der G-77 und China – und auch den Staaten, die sich „wegen ihrer Verpflichtungen“ enthielten. Dann sagte sie über die elf Länder, die abgelehnt hatten:

„Vielleicht werden sie eines Tages begreifen, daß wir eine ausgeglichenere Welt brauchen, eine gerechtere, mit mehr Tauben und weniger Geiern. Wir haben genug von Falken und Geiern! … Die großen Nationen mögen weggesehen haben, aber sie wissen, daß es nicht Argentiniens Zukunft ist, die hiervon abhängt, sondern die Zukunft der ganzen Welt.“

Argentinischer Außenminister besucht Ägypten
Am Wochenende des 13./14. September besuchte der argentinische Außenminister Hector Timerman mit einer großen Wirtschaftsdelegation Ägypten, wo er sich mit Präsident Al-Sisi und Außenminister Sameh Shoukry traf.

Die Zusammenarbeit beider Länder hat eine lange Geschichte, seit den Regierungen von Juan Peron in Argentinien und Gamal Abdel Nasser in Ägypten nach dem Zweiten Weltkrieg. Shoukry erklärte stolz, daß sein Schwiegervater während der ersten Regierung Peron Botschafter in Buenos Aires und er selbst dort in den 80er Jahren an der Botschaft tätig war. Er wird 2015 Argentinien besuchen. Die Außenminister betonten in einer gemeinsamen Erklärung, beide Länder hätten das Ziel, „die Entwicklungsländer zu verteidigen“.

Timerman bedankte sich insbesondere für den großen Einsatz der Ägypter für die Schuldenresolution bei der UN-Vollversammlung (siehe oben). Wie es in einer Presseerklärung des argentinischen Außenministeriums heißt, sprachen die beiden Minister über „den Hintergrund und das zukünftige Vorgehen“ in Bezug auf die Resolution gegen die „perversen Geierfonds“. Die UN-Vollversammlung wird sich im nächsten Jahr wieder mit dem Thema befassen.

Mit Präsident Al-Sisi sprach Timerman über Argentiniens Interesse am „enormen Potential“ der ägyptischen Landwirtschaft und Agrartechnik sowie Zusammenarbeit im Kernkraftbereich. Das argentinische Unternehmen INVAP hatte vor einigen Jahren Ägypten schon einen Forschungsreaktor und eine Radioisotopenanlage geliefert.

Außerdem traf sich Timerman mit dem Generalsekretär der Arabischen Liga, Nabil Elaraby, und sprach mit ihm über Terrorismusbekämpfung und andere Themen. Er betonte, wenn Argentinien im nächsten Monat turnusgemäß den Vorsitz im UN-Sicherheitsrat übernehme, werde es sich auch besonders für die Belange der Palästinenser einsetzen.

Parallel dazu flog am 14. September Argentiniens Industrieministerin Debora Giorgi mit einer über hundertköpfigen Wirtschaftsdelegation nach Moskau. Man rechnet mit dem Abschluß von Verträgen im Wert von 5 Mrd.$, davon 4 Mrd. argentinische Nahrungsmittelexporte als Ersatz für EU-Erzeugnisse. Argentinien kann Berichten zufolge u.a. sofort zusätzlich Geflügel, Wein, Milchprodukte, Trockenobst und Meeresfrüchte liefern. Auch Landmaschinen dürften sehr gefragt sein.

Analyse der Schweizer – Goldinitiative

Die Schweizer Gold-Initiative fordert u. a., den Goldanteil an den Aktiva der Schweizer Nationalbank (SNB) auf 20 Prozent zu erhöhen. Findet das Zustimmung, müsste die SNB Gold zukaufen, was jedoch problemlos möglich ist; die Franken-Geldmenge und die heimischen Preise würden nicht ansteigen. Ob bei einer Teilgolddeckung der Mindestkurs EURCHF bei 1.20 gehalten werden kann, ist fraglich – was aber für die Schweiz wohl nur wenig problematisch wäre. Eine erfolgreiche Schweizer Gold-Initiative könnte internationale Signalfunktion haben – dass das ungedeckte Papiergeldwesen nicht „alternativlos“ ist, dass es eine bessere Lösung gibt – die Rückkehr zum Goldgeld, die machbar ist und die zum Wohle der Schweizer funktionieren wird.

Die Initiative

Die Volksabstimmung zur „Schweizer Gold-Initiative“ findet am 30. November statt.[1] [3] Eine jüngste Umfrage einer Schweizer Zeitung deutet an, dass derzeit etwa 45 Prozent der Befragten die Gold-Initiative unterstützen, 39 Prozent lehnen sie ab; der Rest ist unentschieden. Die Forderungen der Gold-Initiative lauten: (1) Die Schweizer Nationalbank (SNB) darf kein Gold mehr verkaufen, (2) die Schweizer Goldreserven müssen in der Schweiz gelagert werden, und (3) die SNB muss mindestens 20 Prozent ihrer Aktiva in Gold halten.

Goldinitiative1
[4]
Das Bilanzvolumen der SNB beträgt derzeit etwa 522,3 Mrd. CHF, die Bestände an Gold plus Forderungen aus Goldgeschäften belaufen sich auf 39,3 Mrd. CHF. Das entspricht folglich einem Anteil des Goldes von 7,5 Prozent der SNB-Aktiva – deutlich unterhalb der von der Gold-Initiative geforderten 20 Prozent.

Ist die Volksabstimmung erfolgreich, so wird die SNB also diesen Anteil auf 20 Prozent erhöhen müssen. Das kann auf zwei Wegen geschehen (oder einer Kombination aus beiden Wegen):

(1) Bleibt ihre Bilanzsumme so aufgebläht, wie sie derzeit (aufgrund der erfolgten Fremdwährungskäufe) ist, so müsste die SNB Gold im Gegenwert von etwa 65 Mrd. CHF (etwa 54,2 Mrd. Euro) hinzukaufen.

 

(2) Die SNB kann auch ihre Bilanzsumme schrumpfen (auf etwa das Niveau Ende 2007), indem sie Fremdwährungsreserven verkauft, bis das 20 Prozent Deckungsverhältnis erreicht ist. Dieser Fall soll im Folgenden jedoch nicht weiter betrachtet werden.[2] [5]

Sollte die SNB Gold hinzukaufen müssen, wäre das kein kleiner Betrag. Zum Vergleich: Der Marktwert des Goldes der Deutschen Bundesbank (derzeit sind das 108,8 Mio. Feinunzen oder 3.387 Tonnen) beläuft sich derzeit auf etwa 106,6 Mrd. Euro. Es stellt sich die Frage: Wie ließen sich die Goldkäufe finanzieren? Zwei Wege stünden der SNB offen.

Finanzierung der Goldkäufe

Die SNB könnte die Goldkäufe finanzieren, indem sie (1) Gold durch die Ausgabe von neuen Franken bezahlt (also die heimische Geldmenge ausweitet), oder indem sie (2) Fremdwährungsreserven abbaut und für den Gegenwert Gold kauft.

Ad (1): Wenn die SNB Gold gegen Ausgabe von neuen Schweizer Franken kauft, wird die Franken-Geldmenge ausgeweitet. Kauft sie zum Beispiel Gold im Gegenwert für 65 Mrd. CHF, so steigt die Franken-Basisgeldmenge um eben diesen Betrag. Das wäre inflationär: Die Geldmengenausweitung wird die heimischen Preise (einmalig) erhöhen (und zwar im Vergleich zu einer Situation, in der die Franken-Geldmenge nicht erhöht worden wäre).

Ad (2): Die SNB kann Gold erwerben, indem sie ihre Fremdwährungsbestände (in US-Dollar, Euro, japanischen Yen oder britischen Pfund) verkauft und für den Gegenwert Gold kauft. Damit wären drei Effekte verbunden:

(i) Der Abbau von Fremdwährungen zum Kauf von Gold würde die Schweizer (Basis-)Geldmenge unverändert lassen. (Zur Erklärung: Der Verkauf der Fremdwährungen reduziert die Franken-Geldmenge, der Goldkauf erhöht sie wieder in gleichem Umfang.)

(ii) Die Währungen, die die SNB verkauft, um mit dem Gegenwert Gold zu kaufen, werten tendenziell ab gegenüber dem Schweizer Franken; dieser Aspekt wird nachfolgend noch näher betrachtet.

(iii) Goldkäufe der SNB dürften den Goldpreis tendenziell anheben. Wie stark, das lässt sich nicht vorab sagen; der genaue zeitliche Ablauf der Goldkäufe dürfte dabei eine wichtige Rolle spielen.

Fazit: Die SNB hätte die Möglichkeit, die Goldzukäufe geldmengenneutral und damit ohne Inflationseffekte für die Schweiz durchzuführen.

Spielraum für beliebige Geldmengenvermehrung schwindet

Wenn die SNB 20 Prozent ihrer Aktiva in Gold halten muss, ist eine Geldschöpfung der SNB „aus dem Nichts“ nicht mehr möglich. Ein Anwachsen der Franken-Basisgeldmenge ist nur noch möglich, wenn (i) die SNB neues Gold kauft gegen Ausgabe von neuen Franken (ii) und/oder bereit ist, Gold von Privaten (aus dem In- und/oder Ausland) entgegenzunehmen (einzulagern) und im Gegenzug dafür Franken auszugeben.[3] [6]

Unter der Gold-Initiative würde der Franken – um Missverständnissen vorzubeugen – keine „echte“ Goldwährung. Die Auflage, dass die SNB 20 Prozent ihrer Aktiva in Gold halten muss, würde lediglich als „Bremse“ für die Vermehrung der Basisgeldmenge dienen: Die SNB könnte fortan die Basisgeldmenge nur ausweiten, wenn sie eine entsprechende Goldmenge vorrätig hat.

Hätte die „20 Prozent Regel“ Auswirkungen auf die Franken- Geldschöpfung der Geschäftsbanken? Die Antwort ist Ja. Denn die Geldschöpfung der Banken ist schließlich auf die Bereitstellung von Basisgeld durch die SNB angewiesen – und letztere könnte aufgrund der „20 Prozent Regel“ die Basisgeldmenge nicht mehr beliebig ausweiten.

Die Geschäftsbanken könnten zwar darauf hinarbeiten, dass die Mindestreservesätze der Geschäftsbanken herabgesetzt werden, um auf diese Weise den Kredit- und Geldschöpfungsspielraum zu vergrößern. Allerdings liefen sie dann verstärkt Gefahr, zahlungsunfähig zu werden: Schließlich könnte ihnen die SNB im „Notfall“, wenn die Kunden ihre Guthaben in Bargeld abheben wollen, nicht ohne weiteres neues Basisgeld zur Verfügung stellen. Die SNB könnte folglich Zahlungsausfälle, die aufgrund von unvorsichtigen Bankgeschäften entstanden sind, nicht mehr ohne weiteres abwenden. Daher würde die „20 Prozent Regel“ für die SNB auch die Kredit- und Geldmengenschöpfung der Geschäftsbanken im Zaume halten.

Fazit: Eine Teilgolddeckung des Schweizer Franken stellt sicher, dass die Franken-Basisgeldmenge nur ausgeweitet werden kann, wenn sie durch Gold gedeckt ist. Der Spielraum für die Geldschöpfung der Geschäftsbanken wird de facto ebenfalls verringert.

Die Frage nach der Einlösbarkeit in Gold

Angesicht einer „20 Prozent Regel“ wäre zu klären, ob der Franken einlösbar in physisches Gold wäre beziehungsweise sein könnte.

Um eine Einlösbarkeit der Geldmenge in Gold jederzeit zu gewährleisten, bedarf es einer 100 Prozent Golddeckung der ausstehenden Geldmenge(n). Würde die Franken-Basisgeldmenge in Gold einlösbar sein, so müsste die SNB Goldreserven im Wert von derzeit 373,5 Mrd. Franken vorhalten. (Zur Erinnerung: Derzeit hält die SNB 33,4 Mio. Feinunzen mit einem Marktwert von etwa 40 Mrd. CHF.)

Sollten gar die Bargeldmenge zuzüglich der Sichteinlagen und der Einlagen auf Transaktionskonten (das entspricht der Franken-Geldmenge M1) zu 100 Prozent einlösbar sein in Gold, müsste die SNB über Goldreserven in Höhe von 566,4 Mrd. CHF verfügen.

Weil es bei der Schweizer Gold-Initiative jedoch „nur“ um eine Teilgolddeckung geht, um den Geldschöpfungsspielraum zu begrenzen, soll die Frage um die (vollständige) Goldeinlösepflicht an dieser Stelle nicht weiter diskutiert werden. Allerdings macht die Betrachtung deutlich, wie stark auch in der Schweiz die ungedeckten Geldmengen ausgeweitet wurden relativ zur (abgebauten) Goldreserve der SNB.

Minimumkurs EURCHF von 1.20 wäre nicht durchhaltbar

Seit dem Ausbruch der internationalen Finanz- und Wirtschaftskrise „bekämpft“ die SNB die Aufwertung des Franken-Außenwertes. Dazu kauft sie Fremdwährung gegen Ausgabe von neu geschaffenem Basisgeld. Ende 2008 beitrugen die Fremdwährungsbestände der SNB noch 47,4 Mrd. CHF, bis Ende 2011 waren sie auf 257,5 Mrd. CHF angewachsen. Entsprechend stieg die Basisgeldmenge von 99,1 Mrd. CHF auf 137,7 Mrd. CHF.

Seit dem 6. September 2011 hält die SNB den EURCHF bei einem „Mindestkurs“ von 1.20.[4] [7] Das heißt, bei einer Aufwertung des CHF gegenüber dem Euro kauft die SNB Euro und bezahlt die Käufe mit neu geschaffenem CHF-Basisgeld. Dadurch sind mittlerweile die Fremdwährungsguthaben der SNB auf 471,4 Mrd. CHF gestiegen, die Basisgeldmenge auf 373,5 Mrd. CHF.

Wird die SNB der „20 Prozent Regel“ unterworfen, was wären die Konsequenzen für die Politik des Mindestkurses?[5] [8] Die Beantwortung der Frage hängt entscheidend davon ab, ob (i) die Investoren die „20 Prozent Regel“ als glaubwürdig einschätzen, und (ii) was von den Geldpolitiken in anderen Ländern erwartet wird.

Nehmen wir an, Investoren vertrauen darauf, dass die SNB der „20 Prozent Regel“ dauerhaft folgt. Weitet dann zum Beispiel die Europäische Zentralbank (EZB) die Euro-Geldmenge immer weiter aus, so wäre es wahrscheinlich, dass ein Kapitalzustrom in die Schweiz einsetzt – weil Anleger erwarten, dass die SNB die Geldmenge nicht (beziehungsweise nicht in gleichem Ausmaß) erhöhen (und damit den Geldwert schmälern)
wird, wie es die EZB praktiziert.

Die steigende Nachfrage übt Aufwertungsdruck auf EURCHF aus, den die SNB nicht mehr verhindern kann, weil sie keine Euro gegen Ausgabe von (nicht mit Gold gedeckten) Franken kaufen kann. In diesem Szenario liegt es folglich nahe, dass die SNB ihre Mindestkurspolitik beenden muss – und der Franken gegenüber dem Euro aufwertet. (Wahrscheinlich erfolgte auch eine Aufwertung gegenüber anderen Währungen.)

Fazit: Mit einer Teilgolddeckung wäre der Franken international gesehen vermutlich eine vergleichsweise solidere offizielle Währung und damit zusehends attraktiv(er) für Sparer und Investoren – der Franken würde vermutlich aufwerten gegenüber anderen (ungedeckten) Währungen wie zum Beispiel US-Dollar und Euro.

CHF-Aufwertung und Wohlstand

Die Sorge, dass die Aufwertung der eigenen Währung der Wirtschaft und dem Wohlstand schade, ist weit verbreitet. Ein Blick auf die Daten ergibt jedoch ein gänzlich anderes Bild. Der Schweizer Franken etwa ist seit je her eine aufwertende Währung – vor allem auch deshalb, weil die Schweiz weniger Inflation zugelassen hat als andere Länder (wie zum Beispiel die Vereinigten Staaten von Amerika). Denjenigen, die Sorge vor einer Franken-Aufwertung zu haben, wäre zu sagen: Noch keine Volkswirtschaft ist durch eine starke Währung gestürzt, viele aber durch eine schwache Währung.

Abb. 2. – Der Schweizer Franken ist eine aufwertende Währung – Franken- und US-Dollar-Wechselkurs*

Goldinitiative2Zusammenfassung

Die Gold-Initiative zielt darauf ab, die Vermehrung der Geldmenge „aus dem Nichts“ einzuschränken, wenn nicht gar zu einem Ende zu bringen. Dieses Ziel steht auf einer soliden ökonomischen Grundlage: Die heutige Praxis, die Geldmenge aus dem Nichts zu vermehren, macht die Volkswirtschaft nicht reicher, sondern verursacht vielfältige und gravierende Probleme (wie zum Beispiel Geldwertschmälerung, ungerechte Umverteilungen, Boom-und-Bust-Zyklen und eine immer größere Verschuldung).

Das Wiederanbinden des Geldes an das Gold ist ebenfalls gut begründet: Gold ist nicht nur das ultimative Zahlungsmittel, das Geld der Zivilisationen. Es ist zudem auch das einzige Aktivum, das die Zentralbanken besitzen, um dem ausstehenden, ungedeckten Papiergeld eine Deckung und damit nachhaltigen Wert zu geben. Man ist an dieser Stelle jedoch geneigt, auch Kritik an der Gold-Initiative anzumelden.

Sie belässt die Entscheidung, wie groß die Franken-Geldmenge sein soll, bei der SNB. Das birgt zum Beispiel die Gefahr, dass die SNB die falschen Entscheidungen über die Höhe der Geldmenge trifft. Probleme, die sich daraus ergeben (wie zum Beispiel Rezession-Depression) würden absehbar der (Teil-)Golddeckung des Franken, nicht aber der Politik der Zentralbank angelastet. Das Gold würde gescholten und wäre vielleicht sogar diskreditiert, nicht aber die SNB.

Zudem ist zu bedenken, dass in der Vergangenheit die SNB (wie auch andere Zentralbanken) schon einmal einer Golddeckungspflicht unterworfen war – die dann aber durch politischen Druck und „neue Moden“ aufgegeben wurde. Das sollte sehr nachdenklich stimmen, die Zentralbanken weiterhin mit der Hoheit über die Geldmenge (ob nun ungedeckt oder goldgedeckt) zu betrauen.

Der berechtigten Kritik kann begegnet werden: Entscheidend für den Erfolg der Gold-Initiative wird sein, dass man den Schweizern im Vorhinein erklärt, was die möglichen (Übergangs-)Konsequenzen der Teilgolddeckung sein könnten: Dass zum Beispiel die Immobilienpreise nicht immer weiter ansteigen; dass der Franken-Wechselkurs aufwertet; und dass einige Wirtschaftsbereiche darunter leiden. Erklärt werden muss, dass diese Effekte jedoch die unausweichlichen Kosten sind, um von einem inflationären Franken wieder zu einem soliden Franken-Geld zurückzukehren, von dem letztlich die breite Bevölkerung profitieren wird; denn das Fortführen des ungedeckten Franken würde für die Schweiz absehbar ruinös werden. Die „goldene Bremse“ wird für besseres Geld, Wohlstand und Freiheit für die Schweizer sorgen können.

[1] [10] Für weitere Informationen siehe Schweizer Gold-Initiative.

[2] [11] Nur so viel so an dieser Stelle gesagt werden: Wenn die SNB ihre Bilanz schrumpft, so muss sie Fremdwährungen verkaufen, und zwar an Käufer, die mit Franken bezahlen. In einem solchen Fall würde sich die Franken-Geldmenge um etwa 420 Mrd. CHF verringern müssen. Das ist mehr als die Franken-Basisgeldmenge (die sich derzeit auf 373,5 Mrd. CHF beläuft, und würde auch die Geldmenge M1 (die sich derzeit auf 566,4 Mrd. CHF beläuft) ganz erheblich reduzieren (und zwar noch unter das Niveau von Ende 2007, das waren 268,9 Mrd. CHF). Mit anderen Worten, ein Zurückschrumpfen der SNB-Bilanz, ohne dabei eine Deflation auszulösen, erscheint kaum mehr möglich – und fände vermutlich politisch auch keine Befürworter.

[3] [12] Dieser Fall gilt streng genommen nur dann, wenn die SNB das bei ihr eingelagerte Gold als Aktivum ausweist.

[4] [13] Siehe die Pressemitteilung der SNB vom 6. September 2011.

[5] [14] Siehe hierzu zum Beispiel „SNB unter Druck“, in: Degussa Marktreport, 12. September 2014, S. 4.

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Thorsten Polleit, 47, ist seit April 2012 Chefvolkswirt der Degussa Goldhandel GmbH [15]. Er ist Honorarprofessor für Volkswirtschaftslehre an der Universität Bayreuth, Adjunct Scholar am Ludwig von Mises Institute, Auburn, US Alabama [16], Mitglied im Forschungsnetzwerk „Research On money In The Economy“ (ROME) und Präsident des Ludwig von Mises Institut Deutschland. Er ist zudem Gründungsmitglied und Partner von Polleit & Riechert Investment Management LLP [17]. Die private Website von Thorsten Polleit ist: www.thorsten-polleit.com [18]. Hier Thorsten Polleit auf Twitter folgen [19].

Klima-Wissenschaftler: Konsens ohne Verantwortung für eigene Prognosen

Klima-Wissenschaftler sehen „97%-Konsens“ und „99%-Gewissheit“ – aber 0% der Wissenschaftler wollen Wetten mit eigenem Geld darauf abschließen

Artikel erschienen auf EIKE Klima:
Pierre Gosselin
Vor etwa zwei Wochen vermittelte das Alfred Wegener Institut in einer Pressemitteilung den Eindruck, dass das arktische Meereis weiterhin abschmilzt. Als Erwiderung habe ich E-Mails an die beiden Wissenschaftler gesandt, die in dieser Erklärung namentlich genannt worden sind, Marcel Nicolaus und Lars Kaleschke. Darin habe ich sie gefragt, ob sie darauf eine Wette abschließen würden. Ich habe meine Wette sogar hier gepostet.

Meine Wette lautet: die mittlere Meereis-Ausdehnung im September der Jahre 2017 bis 2022 wird größer sein als das entsprechende September-Mittel der Jahre 2007 bis 2012.

Ich war nicht überrascht, keine Antwort zu bekommen.

Ich habe Versionen dieser E-Mail auch anderen Instituten zukommen lassen, von denen einige die Angewohnheit haben, Alarm zu schreien, wenn es um das globale Meereis geht. Meine E-Mail:

Dear —
mit großem Interesse habe ich die jüngste AWI-Presseerklärung zum globalen Meereis gelesen. http://www.awi.de/en/news/pressreleases/de3

Man bekommt leicht den Eindruck, dass die Experten glauben, das arktische Meereis werde seinen Abwärtstrend während der kommenden Jahre fortsetzen. Das überrascht mich. Ich selbst denke, dass sich das arktische Meereis tatsächlich erholen wird während der nächsten ein bis zwei Jahrzehnte. Davon bin ich so überzeugt, dass ich 1000 Dollar darauf wetten möchte. Ich glaube, dass die Meereisausdehnung im Septembermittel der Jahre 2017 bis 2022 größer sein wird als das Septembermittel der Jahre 2007 bis 2012.

Würden Sie mir empfehlen, eine solche Wette nicht einzugehen? Würden Sie wetten? Sicher kann doch die Wissenschaft hier eine Wahrscheinlichkeit nennen. Ihre kurze Antwort hierauf würde ich sehr begrüßen.

Freundliche Grüße Pierre Gosselin

Eine entsprechende E-Mail habe ich an folgende Wissenschaftler/Institute geschickt:

1. Marcel Nicolaus, AWI
2. Lars Kaleschke, University of Hamburg
3. Stefan Rahmstorf, PotsInstitute
4. NSIDC
5. Dirk Notz, Max Planck Institute

6. Leif Riemenschneider, Max Planck Institute
7. Rebecca Rolf, Max Planck Institute
8. Frank Sienz, Max Planck Institute
9. Peter Wadhams, University of Cambridge
10. Dr. Andrey Proshutinsky, Woods Hole Institute
11. Anders Levermann, Potsdam Institute
12. Mojib Latif,

Wer mir geantwortet hat, ist in Fettdruck genannt, und ich bedanke mich bei diesen Personen, sich Zeit für eine Antwort genommen zu haben, besonders Dr. Dirk Notz und Dr. Andrey Proshutinsky. Sie haben sich beide die Zeit genommen, eine wirkliche Antwort zu schreiben, siehe hier und hier.

Drei der vier Antwortenden empfahlen, nicht darauf zu wetten, dass die Arktis schmelzen würde, weil dabei die natürliche Variabilität eine zu große Rolle spielt. Dr. Andrey Proshutinsky wies sogar darauf hin, dass die Arktis in Wirklichkeit genau das Gegenteil tun könnte.

Mojib Latif hat ebenfalls kurz geantwortet und sich gegen eine Wette ausgesprochen mit Verweis auf die „natürliche dekadische Variabilität“. Er schrieb:

Ich wette nicht. Es gibt natürlich die natürliche dekadische Variabilität, welche dem langfristigen Abwärtstrend der Meereisausdehnung überlagert ist, aber diese dekadische Variabilität ist schwer vorherzusagen.

Lisa vom NSIDC sandte ebenfalls eine Antwort und nannte zwei Links: hier und hier. Wissenschaftler am NSIDC haben es ebenfalls abgelehnt zu wetten.

Die anderen acht Wissenschaftler haben nicht einmal geantwortet. Es sieht so aus, als schreie jemand auf dem Dach lauthals, dass uns der Himmel auf den Kopf falle, aber echt wirklich still wird bei der Aufforderung, Geld darauf zu setzen.

Zusammengefasst: Niemand hat irgendwelches Interesse bekundet, obige Wette anzunehmen, und nicht einer hat empfohlen, dies zu tun. Ergebnis: Aus einer Wissenschaft mit einem „97%-Konsens“ und einer „99%-Sicherheit“ sind 0% der Wissenschaftler bereit, darauf zu wetten.

Drei der 4 Wissenschaftler, die geantwortet haben, sagten, es sei nicht möglich das Verhalten des arktischen Meereises für die nächsten 8 Jahre vorherzusagen (und doch behaupten viele Wissenschaftler, dass die Vorhersage in der Arktis in 50, 100 oder 200 Jahren „zu 99% sicher“ ist. Todsicher?)

Natürlich ist das Zögern der Wissenschaftler verständlich, Wetten hinsichtlich des arktischen Meereises abzuschließen. Andererseits, warum bestehen so viele dieser Wissenschaftler darauf, dass der Rest von uns unseren modernen Wohlstand aufgrund ihrer Modelle aufs Spiel setzen soll, wenn offensichtlich sie selbst nicht einmal einer Vorhersage für 8 Jahre vertrauen?

Das alles schmeckt mir sehr nach Schwindel.

Link: http://notrickszone.com/2014/09/30/science-with-97-consensus-and-99-certainty-sees-0-of-its-scientists-willing-to-bet-on-it/

Übersetzt von Chris Frey EIKE

Klimaterror: Hexenjagd durch Hohepriester der Klimaerwärmung

Der renommierte Klimatologe Lennart Bengtsson (79) verzichtete nach kurzer Zeit auf seine Berufung in den wissenschaftlichen Beirat der Global Warming Policy Foundation (GWPF), einer vom früheren konservativen Schatzkanzler Nigel Lawson gegründeten britischen Organisation von „Klimaskeptikern“. Bengtsson, der frühere Direktor des Hamburger Max-Plack-Instituts für Meteorologie, begründete seine Entscheidung mit dem „intensiven internationalen Druck“, insbesondere aus den USA, und verglich diesen Druck mit den Hexenjagden der McCarthy-Ära. Bengtsson hatte erst vor einem Monat die Berufung angenommen, am 15. Mai verschickte er dann jedoch die folgende Mitteilung:

„Ich wurde in den letzten Tagen unter einen so enormen Gruppendruck aus aller Welt gesetzt, daß es für mich praktisch unerträglich geworden ist. Wenn das so weiterginge, wäre ich nicht mehr in der Lage, meine normale Arbeit zu verrichten und müßte mir sogar Sorgen über meine Gesundheit und meine Sicherheit machen. Ich sehe daher keinen anderen Weg, als aus der GWPF auszutreten. Ich hatte nicht damit gerechnet, daß ich aus Kreisen, mit denen ich mein ganzes aktives Leben lang eng zusammengearbeitet habe, einem so enormen weltweiten Druck ausgesetzt werden würde. Kollegen entziehen ihre Unterstützung, andere widerrufen gemeinsame Autorschaft, etc. … So etwas hätte ich in einer ursprünglich so friedlichen Gemeinschaft wie der Meteorologie nie erwartet. Offenbar hat sie sich in den letzten Jahren verändert.“

Die britische Mail Online berichtete, Bengtsson sei die bisher einflußreichste Person, die ins „Lager der Skeptiker“ übergewechselt ist. Er sagte der Zeitung, er sei „sehr besorgt über die Spannungen in der Klimawandel-Gemeinde zwischen den Aktivisten und Leuten, die Fragen stellen. Das hat die Atmosphäre vergiftet und die Qualität der Wissenschaft verschlechtert.“

Die Environmental Research Letters hätten die Veröffentlichung seiner neuen Studie abgelehnt, da diese darauf hindeutet, daß CO2 für den Planeten weniger schädlich sein könnte, als es der Weltklimarat (IPCC) behauptet. Das sei „ein Indiz dafür, wie die Wissenschaft immer mehr von politischen Ansichten beeinflußt wird“.

Einer der Gründe für die Hexenjagd könnte die wachsende Rolle der US-Regierung in der Klimapolitik sein, sagte Bengtsson der Mail. Er warnte die Regierungen, die einen grünen Kurs verfolgen: „Wenn Leute vorschlagen, große Änderungen im Wirtschaftssystem der Welt vorzunehmen, dann brauchen wir weit solidere Informationen.“

Der Vorsitzende der GWPF, Prof. Henderson, sagte, es sei vor allem „die Gemeinde der Klimawissenschaft in den USA“, die so negativ auf Bengtssons Berufung reagiert habe.

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