USA und Allierte: Seit 2003 wurde Syrien dem Untergang geweiht

In einer ausführlichen Analyse schaut Zlatko Percinic zurück auf die amerikanische Strategie gegen Syrien. Seit dem Jahr 2003 bestand der Plan, die Regierung Assad zu stürzen. Nach dem Einmarsch in den Irak fürchteten die US-Strategen einen gestärkten Iran und ein selbstbewusstes Syrien.

von Zlatko Percinic

Wie die USA und ihre Alliierten Syrien dem Untergang geweiht haben

In einer ausführlichen Analyse schaut Zlatko Percinic zurück auf die amerikanische Strategie gegen Syrien. Seit dem Jahr 2003 bestand der Plan, die Regierung Assad zu stürzen. Nach dem Einmarsch in den Irak fürchteten die US-Strategen einen gestärkten Iran und ein selbstbewusstes Syrien.

von Zlatko Percinic

Es kommt nicht alle Tage vor, dass ein ehemaliger US-Botschafter so offen bei einer Lüge erwischt wurde, wie es bei Robert Stephen Ford der Fall war. Eigentlich hätte man meinen können, dass die Nominierung von Ford zum Botschafter in Damaskus durch US-Präsident Barack Obama im Jahr 2010 unter einem guten Stern lag. Zu diesem Zeitpunkt war die Botschaft fünf Jahre lang verwaist gewesen.

Dieser Schritt schien zu bedeuten, dass die USA an einer „Normalisierung“ der Beziehungen zu Syrien interessiert waren. Seit dem ungeklärten Mord an dem libanesischen ex-Ministerpräsidenten Rafiq Hariri im Jahr 2005 waren sie eingefroren. Ende Januar 2011 trat Robert Ford seinen Job in Damaskus an.

Jeffrey Sachs und UN-Generalsekretär Kofi Annan (rechts) im UN-Hauptquartier in New York, Januar 2005.Mehr Lesen: UN-Sonderberater und Ökonom Jeffrey Sachs: „Hillary Clinton ist eine Gefahr für den Weltfrieden“

Zuvor hatte der heutige Außenminister John Kerry als Vorsitzender des mächtigen Außenpolitischen Ausschusses die Annäherung an Damaskus gesucht und ganz offensichtlich gefunden. Aus dem Außenministerium war Kerry eine Liste vorgelegt worden, um die „Absichten“ von Syriens Präsident Bashar al-Assad „zu testen“. Nach Kerrys Worten hatte dieser den Katalog „in jedem Punkt gut erfüllt“. LautNew York Times wurde John Kerry zum „wichtigsten Fürsprecher von Assad in Washington“. Noch im Jahr 2010 erklärte er mitreisenden Journalisten:

„Syrien ist ein essenzieller Player und bringt der Region Frieden und Stabilität.“

Als im Jahr 2011 Unruhen in Syrien ausbrachen, hieß es noch Ende März, dass Assad ein „Reformer“ sei und man sich nicht im Namen der syrischen Bevölkerung einmischen wolle, wie man es gerade in Libyen getan hatte. Washington forderte Assad auf, „Fortschritte bei politischen Reformen“ zu machen. Dann, nach wochenlangem Druck und Rufen nach einem militärischen Eingreifen aus den Reihen der Kriegstreiber im Kongress, verkündete das Weiße Haus eine neue Syrienpolitik: Assad must go.

Planung zum Regimewechsel in Damaskus seit mindestens 2003

Ein Untersuchungsbericht für den US-Kongress aus dem Jahr 2005 hält fest, dass die Pläne für den Sturz des syrischen Präsidenten Assad durch den „unerwarteten Widerstand“ gegen die amerikanischen Besatzer im Irak ins Stocken geraten war. Auch der ehemalige NATO-Oberkommandeur, General Wesley Clark, gab zu, dass es vor der Irakinvasion Pläne zur Eroberung von sieben Ländern innerhalb von fünf Jahren gegeben hatte.

Wütende Demonstranten verbrennen eine britische Fahne in Damaskus im März 2003. Hunderttausende protestierten gegen den beginnenden Irak-Krieg.

Wütende Demonstranten verbrennen eine britische Fahne in Damaskus im März 2003. Hunderttausende protestierten gegen den beginnenden Irak-Krieg.

Stattdessen wurden im Dezember 2003 Sanktionen gegen Syrien verhängt, weil man Damaskus der Unterstützung von Terroristen und Besatzung des Libanons bezichtigte. Außerdem entschied man, durch dem Außenministerium unterstehende Organisationen wie dem National Endowment for Democracy (NED) syrische Oppositionsgruppierungen im In- und Ausland finanziell zu unterstützen.

Das größte „Verbrechen“ der syrischen Regierung bestand darin, dass sich Bashar al-Assad, als relativer Newcomer auf der politischen Bühne, nicht dem Diktat Washingtons beugen wollte. Denn was beispielsweise als „Besatzung des Libanon“ bezeichnet wurde und u.a. als Grund für Sanktionen herhalten musste, war in Wahrheit – wie es der Bericht für den Kongress ebenfalls festhält – eine von der Arabischen Liga im Jahr 1976 mandatierte und von der libanesischen Regierung legitimierte Schutztruppe.

Mehr lesen:Operation „Timber Sycamore“: Wie die USA islamistische Aufständische in Syrien unterstützen

Auch die „Unterstützung für Terroristen“ ist aus syrischer Sicht nicht korrekt. Sei es die Hizbollah im Libanon, welche erst durch die israelische Besatzung des Südlibanon entstanden ist, oder seien es palästinensische Gruppierungen, die gegen Israels Besatzung in Palästina kämpfen: Für Damaskus handelte es sich um Freiheitskämpfer. Dabei stellt die Hizbollah zusätzlich auch eine Trumpfkarte im Umgang mit dem Iran dar. Angesichts der Tatsache, dass Israel seit 1967 die syrischen Golanhöhen besetzt hält, kann dieser syrische Standpunkt nicht wirklich überraschen.

Washington machte aber immer wieder klar, dass man von Assad genau das alles einforderte, um in den Genuss von amerikanischer Hilfe und Schutz vor einem Regimewechsel zu kommen. Syrien stehe „der Erreichung von US-Zielen in der Region“ im Weg, heißt es in dem oben zitierten Bericht. In einer Anhörung vor dem Außenpolitischen Ausschuss beklagte sich denn auch der damalige Außenminister Colin Powell, „Syrien hat nicht das getan, was wir verlangt haben“.

Deswegen bemühte sich die Bush-Regierung umso mehr, sich durch subversive Aktivitäten des „Problems“ in Syrien zu befreien. Ein Geheimpapier aus dem Jahr 2006 bestätigte, dass die US-Regierung bereits Kontakte zu Gruppierungen in Europa pflegt, um „eine kohärentere Strategie und einen Aktionsplan für alle Anti-Assad-Aktivisten zu ermöglichen“. Im Nationalen Sicherheitsrat leitete Elliot Abrams und im Außenministerium die Tochter des Vize-Präsidenten Elizabeth Cheney die „Demokratieförderung“ in Syrien.

Was gerade in der heutigen Zeit für die Mainstream-Medien als Tabu  gilt, beschrieb das Time-Magazin wie folgt:

„In der Vergangenheit haben die USA die Unterstützung für ‚Demokratieförderung‘ benutzt, um in Ungnade gefallene Diktatoren wie Serbiens Slobodan Milosevic oder in der Ukraine Wladimir Kutschma zu stürzen.“

Groß mitgemischt hat auch die deutsche Regierung bei einer „kohärenteren Strategie und einem Aktionsplan“ gegen die Regierung von Bashar al-Assad. Wie aus der Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der LINKEN hervorgeht, unterhielt Berlin „Kontakte zu einer Vielzahl von Gruppen und Individuen, die sich in Opposition zum syrischen Regime befinden“, sowohl bis zu deren Schließung im Jahr 2012 über die deutschen Botschaft in Damaskus als auch in Deutschland.

Bulgarische Hersteller markieren ihre Waffen mit einem doppelten Kreis, in dem die Kennziffer 10 steht.Mehr lesen:Verdecktes CIA-Programm: „Kennziffer 10“ – Bulgarische Waffen für Syriens Bürgerkrieg

 

 

Diese gemeinsame Kooperation zwischen den USA und Deutschland zum Sturz von Assad gipfelte später in dem Projekt „The Day After“, das im Jahr 2012 vorgestellt wurde. Unter der Leitung von Volker Perthes und der Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP) arbeitete ein Teil der Exilsyrer an einem Programm für den Tag danach, sprich für die Zeit nach dem Sturz von Assad. Das SWP ist zu 100 Prozent von der Finanzierung durch die Bundesregierung abhängig, und stellt somit einen verlängerten Arm der deutschen Außenpolitik dar.

Botschafter Robert Ford und das Märchen von der „moderaten“ Opposition

Wie schon erwähnt, kam Robert Ford Ende Januar 2011 als neuer US-Botschafter in Damaskus an. Drei Jahre später quittierte er den Dienst, „völlig frustriert“, wie er selbst sagte. Er konnte nicht mehr länger „die US-Politik in Syrien verteidigen“, so Ford. Im ersten Moment mag das nach einem Pluspunkt klingen, doch in den letzten Monaten offenbarte er selbst, was ihn dazu trieb. Damit sprengte er den vom Westen so mühsam gehüteten Mythos von den „moderaten Rebellen“ in Syrien.

Wie sich herausstellte, war es Ford, der in seiner Botschaft mithalf, den Aufstand gegen den syrischen Präsidenten zu organisieren. Erst als die sorgfältig aufgestellte Falle für einen US-Militärangriff auf Syrien scheiterte, hängte er ein paar Monate später seinen Posten an den Nagel.

Der amerikanische Botschafter in Syrien, Robert Ford, bei seiner Dankesrede für den "John F. Kennedy Courage"-Preis in Boston, Massachusetts am 7. Mai 2012.

Der amerikanische Botschafter in Syrien, Robert Ford, bei seiner Dankesrede für den „John F. Kennedy Courage“-Preis in Boston, Massachusetts am 7. Mai 2012.

Doch der Reihe nach. Bereits im Jahr 2007 enthüllte der legendäre Journalist Seymour Hersh, dass die US-Regierung ihre Strategie im Mittleren Osten geändert habe. Das Weiße Haus musste eingestehen, dass die Irakinvasion ein Desaster war und – aus amerikanischer Sicht – ausgerechnet dem Iran in die Hände gespielt hatte.

Offiziell jagte Amerika noch immer Al-Qaida und Osama bin Laden, aber gleichzeitig suchte man nach Wegen, den iranischen Einfluss zurückzudrängen. Das konnte nur durch die Schwächung der sogenannten „Widerstandsachse“ geschehen, die sich vom Mittelmeer, in Form der Hezbollah, über Syrien und den Irak bis nach Iran erstreckte. Da der Krieg zwischen Israel und der Hizbollah im Sommer 2006 nicht das erwünschte Ziel brachte und Außenministerin Condoleezza Rice trotz hunderter Todesopfer die „Geburtsstunde eines neuen Mittleren Ostens“ feierte, identifizierten die Strategen in Washington Bashar al-Assad als Ziel.

Durch die Unterstützung von islamistischen Extremisten, die dem saudischen Wahhabismus folgten und Al-Qaida viel näher standen als den USA, sollte Assad geschwächt werden. Die gleichen Leute, die unter dem Deckmantel der „Demokratieförderung“ arbeiteten, organisierten zusammen mit Saudi-Arabien und – was angesichts der offiziellen Geschichte der Region schon fast surreal erscheint – gemeinsam mit Israel die „Opposition“ in Syrien.

Die damalige Außenministerin und heutige Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton, erklärte in einer E-Mail vom 31. Dezember 2012, worum es in Syrien geht:

Mehr lesen:Recherche: Hillary Clinton verantwortlich für Saringas-Geheimoperation und Tod Tausender Syrer

„Der beste Weg, um Israel behilflich zu sein, mit der wachsenden nuklearen Leistungsfähigkeit des Irans klarzukommen, ist es, der syrischen Bevölkerung zu helfen, das Regime von Bashar al-Assad zu stürzen.“

Wenn Bashar al-Assad von Anfang an behauptete, die Proteste in Syrien seien von außen infiltriert und gesteuert, hatte er damit recht. Das soll nicht bedeuten, Assad hätte keine Fehler gemacht. Aber er hatte nie eine wirkliche Chance, die Proteste in einem einigermaßen normalen Rahmen zu beenden und auf berechtigte Forderungen der syrischen Demonstranten einzugehen.

Indiens Botschafter in Syrien, V.P. Haran, bestätigte, dass Al-Qaida-Terroristen aus dem Irak durch die Golfscheichtümer beauftragt wurden, nach Syrien zu gehen. Sie sollen bereits von Beginn an dabei gewesen sein. Dass aber auch tausende Dschihadisten aus dem zerstörten Libyen und einer Vielzahl anderer Länder nach Syrien reisten, um am „Heiligen Krieg“ gegen Assad und die „ungläubigen“ Minderheiten Syriens teilzunehmen, das interessierte in der westlichen Öffentlichkeit niemanden.

In einem kürzlich erschienen Interview, das der ehemalige Botschafter Robert Ford der Zeitung New Yorker gewährte, behauptete er folgendes:

„Wir haben alle vom Irak-Krieg gelernt, dass ein Regimewechsel nicht der Weg ist, um einen positiven politischen Wechsel herbeizuführen. Im Falle eines Bürgerkriegs benötigt es Verhandlungen zwischen der Opposition und der Regierung.“

Auch das klingt wieder unheimlich gut. Dumm ist nur, dass sich über Twitter umgehend nach Erscheinen des Interviews Stimmen meldeten, die ganz offensichtlich entweder bei Treffen zwischen Ford und der „Opposition“ dabei waren, oder sehr gut darüber informiert sind. Sie sagen ganz klar, dass das „nicht die Message war“, die Ford übermittelt hatte.

Als es am Anfang der Proteste noch Möglichkeiten der Übereinkunft zwischen der Regierung und Opposition gegeben hatte, drängte laut diesen Zeugen Botschafter Ford dazu, keinerlei Verhandlungen mit Assad zu führen. Diese politische Position scheint auch dieses Video zu bekräftigen, in dem Ford ohne sein Wissen bei einem solchen Protest gefilmt wurde.

Protestierender in Syrien hinter einem Transparent in Deir al-Zour, während die "syrische Opposition" in Istanbul im Juli 2011 mit den westlichen Staaten verhandelt.

Protestierender in Syrien hinter einem Transparent in Deir al-Zour, während die „syrische Opposition“ in Istanbul im Juli 2011 mit den westlichen Staaten verhandelt.

Schließlich äußerte sich auch Ford über Twitter zu den Vorwürfen. Er gab zum Erstaunen aller Beteiligten zu, dass die gewalttätige Eskalation der Proteste von der Opposition ausging.

Allerdings nutzt Robert Ford sein Eingeständnis nur, um eine andere Legende zu lancieren, eine „Slam Dunk„, wie der ehemalige CIA-Direktor George Tenet solche Geschichten nennt. Die Lüge, die der Ex-Botschafter in dem New Yorker-Interview von sich gab, lautet so:

Professor Jeffrey Sachs bei einem Vortrag an der Columbia Universität über die geopolitischen Folgen der Finanzkrise, New York, Oktober 2009.Mehr lesen:Jeffrey Sachs: Den Syrien-Krieg beenden

„Im Jahr 2012 haben wir im Außenministerium … nicht angenommen, dass sich Al-Qaida spalten würde in eine noch bösartigere Form, dass eine noch extremere Form kommen und den östlichen Teil von Syrien kontrollieren würde und dann in den Irak geht.“

Das ist einfach nur falsch. In einem Geheimbericht des Militärischen Geheimdienstes (DIA) vom August 2012 heißt es klar und deutlich, dass „die Opposition in Syrien von Al-Qaida und anderen muslimischen Extremisten angeführt wird“.

Außerdem „könnte der IS auch einen Islamischen Staat durch die Vereinigung mit anderen Terrororganisationen in Syrien und Irak deklarieren, was eine erhebliche Gefahr für die Vereinigung des Iraks und der Verteidigung dessen Territoriums bedeuten würde.“

Auch der Direktor der DIA, General Michael Flynn, bestätigte in einem Interview, dass es eine „bewusste Entscheidung“ der Obama-Regierung war, nichts dagegen zu unternehmen. Damit nicht genug. Die offizielle Bombenkampagne der USA und ihrer „Koalition der Willigen“ gegen den „Islamischen Staat“, der sich jetzt auch noch die NATO anschließen soll, war laut einem Untersuchungsbericht aus dem Jahr 2015 für den Kongress, nie dazu gedacht den IS zu zerstören. Dazu heißt es:

„Mitglieder der US-Regierung könnten Bedenken haben, dass eine aggressivere Kampagne gegen den Islamischen Staat, den Druck von der syrischen Regierung nehmen könnte.“

Außerdem stellt der Bericht fest, dass die „politische Koalition der Opposition offensichtlich nicht über eine Unterstützung in der Basis verfügt“, was eigentlich nur die zahlreichen Umfragen bestätigt, nach denen Bashar al-Assad eine breite Unterstützung in der Bevölkerung genießt.

Doch mit solchen Kleinigkeiten geben sich die in unseren Medien groß aufgegriffenen „51 Abtrünnigen“ des US-Außenministeriums nicht ab, die nach einem militärischen Eingreifen der US-Armee verlangen. Dass das aber nicht im Interesse der USA liegt, bestätigte Vize-Präsident Joe Biden ein weiteres Mal.

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Moderate Terroristen: Die verschwiegene Erklärung im Sicherheitsrat

Wer die vom Westfernsehen behauptete „gemäßigte Opposition“ wirklich ist, das wird dem Zuschauer „zuverlässig und unabhängig“ vorenthalten.
Wir beschäftigen uns im zweiten Teil mit den Fakten aus der UNO. Im Gegensatz zu Klebers Nebelkerzen und Hasspropaganda hat Dr. Al-Jaafari sachlich die Einzelheiten benannt.
Ob es den NATO-Mitläufern in Chefetagen und an Stammtischen nun passt oder nicht. Die Realität muss gesagt werden. Der Westen hat um die Terrororganisationen herumgebombt und Geld hineingepumpt. Die Russen bombardieren Terroristen, der Westen vor allem Kraftwerke, Krankenhäuser und Kinder.

Was wirklich in Syrien geschieht
Den folgenden Text haben wir von Mondialisation und dem Video entnommen und ins Deutsche übersetzt.
Syrien: Der Skandal um Ban Ki Moons „nichtstaatliche bewaffnete Opposition“

Am 27. Oktober 2015 fand ein weiteres Treffen des UN-Sicherheitsrates zur Situation in Syrien statt. Der Unter-Generalsekretär für humanitäre Angelegenheiten und Nothilfekoordinator der UNO, Stephen O’Brien stütze sich auf den monatlichen Bericht, fürsorglich vorbereitet von seinem Chef Ban Ki Moon[1].
Und zum x-ten Mal bemühte sich der Ständige Gesandte Syriens bei den Vereinten Nationen, Dr. Bashar al-Jaafari, den Kollegen zu helfen zwischen den Zeilen der tendenziösen Berichte, die einer auf den anderen folgen, zu lesen; die Dinge beim Namen zu nennen und die Situation so zu beschreiben wie sie ist. Soweit möglich in der Zeit die ihm gegeben und angesichts der absichtlichen Taubheit derer, die nicht auf die Vernunft hören.
Wie auch immer, als wir die Übersetzung der Einwände von Dr. Al-Jaafari beenden, haben die Menschen in völlig begriffen, dass es keinen Unterschied mehr gibt zwischen den Dutzenden von terroristischen Gruppierungen, die sie massakriert, geplagt, ausgeplündert, missbraucht und ihre Stadt zerstört haben. IS, Jabhat Al-Nusra und ihre Schwestern sind alle darin verbündet, alle ihre Arterien zu zerschneiden und zu versuchen, sie ausbluten zu lassen.
Eine Allianz, die beweist, dass der Terrorismus der Syrien angreift, nicht in Fraktionen aufgeteilt werden kann, es sei denn, nach Propaganda und Raub allein. Und, dass die NATO-Staaten und ihre regionalen Verbündeten, verstreut in den Nachbarländern, um den Krieg gegen das syrische Volk genauer zu lenken, haben einberufen – vorm Vorankommen der Syrischen Armee unterstützt von der Russischen Luftstreitkräfte und angesichts des Scheiterns ihrer kriminellen Strategie.

Herr Präsident,
„Wahnsinn ist wenn man dasselbe wieder und wieder tut und andere Ergebnisse erwartet.“ sagte Einstein. Aber 60 Jahre nach seinem Tod, scheinen manche Regierungen dieser Wahrheit nicht näher zu kommen und bleiben bei der Wiederholung derselben Fehler, basierend auf Fehleinschätzungen, und erwarten jedes Mal andere Ergebnisse. Es gibt Beweise dafür, dass ausländische Einmischung in die inneren Angelegenheiten der Staaten nur zu ihrer Zerstörung führt, humanitäre Krisen und Chaos erzeugen und sie in Fabriken von Extremisten und Terroristen verwandeln. Das ist genau das was passierte als sie Irak, Libyen und andere Länder zerstörten. Das ist genau das was passierte seit sie uns ISIS, Jabhat al-Nusra, Khorasan und andere schickten. Terrorismus ist jetzt verbunden mit einem Staat, oder Kalifat wie manche es gerne nennen. Angesichts dessen, bleiben diese gleichen Regierungen, die die Logik verletzen, dass gleiche Ursachen gleiche Ergebnisse erzeugen, weiter dabei das gleiche tödliche Rezept auf Syrien anzuwenden. Sie nutzen die gleichen verlogenen Slogans, obwohl die Verwüstung das Ergebnis ihrer Einmischung ist und deren Ausmaß von jedem erkannt wird, ihre Planer eingeschlossen.

Beleg ist die letzte Bemerkung des früheren Premierministers von Großbritannien, Tony Blair, in der er gesteht, 12 Jahre nach dem Einmarsch in der USA im Irak, dass der auf Informationen beruhte, die „völlig unwahr“ [2] und gefälscht waren.
Und hier sind wir, 14 Jahre nach dem Terroranschlag auf das World Trade Center in New York, verpflichtet zu erkennen, dass die Strategien die im Zusammenhang mit dem „Krieg gegen den Terrorismus“ angewendet wurden, Hunderte Bin Laden geschaffen haben, statt dem einen. Dutzende von Organisationen haben die Ideologie von Al-Kaida angenommen – in mehreren Ländern, statt einer in Afghanistan – und der Terrorismus hat sich bis in die Länder seiner Schöpfer und Unterstützer verbreitet.

Herr Präsident, die humanitäre Situation in Syrien läuft auf die gleiche Bewertung hinaus, bedenkt man, dass einige Regierungen hier Abhilfe verweigern, indem sie die Priorität der Bekämpfung des Terrorismus verweigern; durch Weiterverfolgung ihrer Zwangs- und einseitigen wirtschaftlichen Maßnahmen gegen das syrische Volk; durch Verunglimpfung der Rolle der syrischen Regierung bis hin zur  Ablehnung aller Koordinierungsangebote, sowohl im Bereich der humanitären Hilfe als auch dem Krieg gegen den Terrorismus. Insoweit ist nach fast fünf Jahren allen klar, dass die Lage und das Leid des syrischen Volkes sich soweit verschlimmert haben, dass die Menschen vertrieben werden oder zur Emigration gezwungen sind.
Deshalb, wenn wir wirklich positive und anhaltende Ergebnisse bei der humanitären Situation in Syrien wollen, ist es erforderlich einige, effektive Schritte in diese Richtung zu gehen.
Der erste Schritt ist, sich auf den Hauptgrund zu konzentrieren der zu dieser Situation geführt hat, auf das Auftauchen und die Verbreitung des Terrorismus-Phänomens, immer unterstützt von außen, und die Anwendung der bindenden Resolutionen des UN-Sicherheitsrates 2170, 2178 und 2199 zu diesem Punkt, in Verbindung mit der syrischen Regierung und mit ihrer vollen Unterstützung.

Die Hartnäckigkeit derer ist absurd, deren einzige Sorge es ist, die syrische Regierung, den syrischen Präsidenten und die syrische Armee zu diffamieren, arbeiten lieber mit dem terroristischen Dämon zusammen, als mit dem syrischen Staat um ihn zu bekämpfen. Absurd und nicht vereinbar mit den Regeln des Denkens und Verhaltens oder den Grundsätzen der strategischen und politischen Wissenschaften.

Eine Absurdität, die zur Stationierung Zehntausender ausländischer terroristischer Söldner in Syrien und dem Irak, aus über hundert Ländern geführt hat; laut neuen Berichten dieses geachteten Rates und seiner angeschlossenen Ausschüsse zur Bekämpfung des Terrorismus. [3]

Tatsächlich sind IS, Jabhat al-Nusra und ihre Schwestern nicht aus dem Vakuum gekommen, sondern von denen die sich ihrer angenommen haben, sie finanziert, ausgebildet, ihren Transport an Flughäfen und Grenzen gewährleistet haben. Die alle erforderlichen Visa geboten haben, und geholfen haben, Öl und gestohlene Antiquitäten durch türkische Mittelsmänner wegzubringen. Diejenigen können nicht als „nichtstaatliche bewaffnete syrischen Opposition.“ Bezeichnet werden. Diejenigen, fallen unter „internationaler Terrorismus“!

Deshalb muss dieser Art von unrichtiger Ausdrücke ein Ende gesetzt werden, so wie den Praktiken einiger Regierungen, die weiterhin die Terroristen finanzieren, bewaffnen und ausbilden.

Wir können nicht von der Beendigung des Leidens der Syrer reden und der humanitären Krise, wenn man schweigt über die Aktionen der Türkei und Jordaniens die fortfahren ihre Territorien als Residenzen und Durchzugsgebiete für ausländische Terroristen und Söldner zu nutzen.

Wir können nicht von der Beendigung des Leidens der Syrer reden, durch die Bevorzugung solcher Regimes wie Saudi-Arabien oder Katar, die offen und großzügig diese Terroristen unterstützen anstatt die Mittel des „Humanitarian Response Plan“ zu stärken. Ein Plan der nur zu 35% finanziert ist, entgegen aller spektakulären Zusammenkünfte hier und da zu diesem Zweck, während die USA sagen sie haben eine halbe Milliarde für das „Trainingsprogramm der moderaten syrischen Opposition“ ausgegeben, von denen nur fünf Gestalten schließlich geblieben sind. Die anderen sind ins Lager der al-Nusra desertiert, die die Waffen und Ausrüstung konfiszierten, die ihnen großzügig von den USA geliefert wurden. Eine halbe Milliarde, die einen Großteil des Finanzierungsbedarfes der geplanten humanitären Hilfe decken würde.

Der zweite Schritt wäre die Unterstützung des Krieges gegen den Terrorismus. Das wird helfen die humanitäre Krise in Syrien zu lösen und hilft, die politische Lösung zu beschleunigen, die auf dem Dialog zwischen Syrern und unter syrischer Führung ohne ausländische Einmischung basieren sollte, um die Souveränität, Unabhängigkeit, Einheit und territoriale Integrität Syriens zu gewährleisten; gemäß dem Inhalt der Genfer Erklärung, allen Resolutionen des Sicherheitsrates zu Syrien und vor allem im Einklang mit der UN-Charta und den Grundsätzen des Völkerrechts.

Herr Präsident,
In diesem Zusammenhang möchte ich daran erinnern, dass die syrische Regierung durch ihren Außenminister auf der Generalversammlung der UN ihre Zustimmung geäußert hat, an den „Arbeitsgruppen“ teilzunehmen, die vom UN-Gesandten für Syrien, Staffan de Mistura vorgeschlagen wurden und zwar weil wir an die Notwendigkeit einer politischen Lösung glauben.

Das Problem liegt in der Begierde einiger Parteien den politischen Prozess aus der Bahn zu bringen, ins Ausland, so wie im Fall von Herrn de Misturas Initiative zum „Einfrieren“ der Kampfzonen in Aleppo, und davor bei den Gesprächen bei Genf 2, und noch früher mit dem Plan von Kofi Annan.

Tatsachen, die die gleichen Parteien nicht davon abhalten, zu Unrecht zu behaupten, dass die syrische Regierung eine politische Lösung ablehnt, während diese Leute vergessen, dass sie diese Initiativen abgelehnt haben.

Und hier ist der neueste Bericht des Generalsekretärs der UN, der 20. in der Reihe, der alle 30 Tage Rechenschaft ablegt über die Umsetzung der Resolutionen 2139/2165/2191 durch alle Parteien in diesem Konflikt. Ein Bericht der wieder einmal voreingenommen und politisiert ist, mit vielen Lücken und Unrichtigkeiten.

Als Antwort schickten wir gestern einen Brief an die Präsidentschaft des Sicherheitsrates und auch an den Generalsekretär. Es reicht hier anzumerken, dass der Report die Bombardements besagter „Koalition“ (Die internationale Koalition aus 60 Staaten, angeführt von den USA, die zum Kampf gegen den IS – Anm. d. Übersetzers) auf unschuldige Zivilisten und die Infrastruktur in Syrien, Straßen, Brücken, Ölraffinerien, Schulen, Krankenhäuser nicht beinhaltet.

Diese Angriffe haben weder das einzige Kraftwerk das die Stadt von Aleppo versorgt, verschont, noch ein Zentrum für behinderte Kinder in der Stadt Raqqa, ein Zentrum, das zerstört wurde und Dutzende von dort lebenden Kindern tötete! All dies unter dem Vorwand der Bekämpfung des IS, während wir in mehr als einem Jahr ihres Krieges gegen diese Organisation, nur gesehen haben, wie die Anzahl jener aus dem Ausland geschickter  Terroristen sich erhöht hat und ihre Besatzungszonen sich erweitert haben.

Angesichts eines solchen Berichtes des Generalsekretärs liegt die Frage auf der Hand, warum der Generalsekretär zu anonymen Quellen Zuflucht nimmt, die offensichtlich nur versuchen im Trüben zu fischen, und die gemeinsamen Bemühungen Russlands und Syriens zu stören, die den Kampf gegen den IS führen, gegen Jabhat al-Nusra und andere Terrororganisationen; in den Russland auf Bitten der syrischen Regierung eingriff, und in Übereinstimmung mit der UN Charta und dem Völkerrecht, was zu einer Abnahme der Terrorgruppen in einer Region führte, die sie soweit kontrolliert haben?

Herr Präsident, abschließend erinnere ich daran, dass der Begriff “Nichtstaatliche bewaffnete Gruppen” zur Bezeichnung von Terroristen an sich schon ein Skandal ist, denn die Terrorismuskarte in Syrien widerspricht dem Begriff und den Berichten Ihrer Unterausschüsse für den Kampf gegen den Terrorismus.

Ich gebe Ihnen einige Beispiele:
In Aleppo, entsprechen diejenigen, die als „nicht-staatliche bewaffnete bezeichnet werden, der Jaish al-Fateh-Gruppe („Armee der Eroberung“) die durch den türkischen Geheimdienst geschaffen wurde und die Fraktionen von Jabhat al-Nusra und Ahrar al-Sham beinhaltet, da sie ihre Verbundenheit mit ihr erklärt hat. Mit anderen Worten und wie 1 + 1 = 2 ist, ist Jaish al-Fateh nichts anderes als Jabhat al-Nusra, die auf der „Liste der terroristischen Organisationen der Vereinten Nationen“ steht.

Im Rif von Damaskus, ist es besonders Liwa al-Islam [Armee des Islam], die grassiert. Sie wird vom saudischen Geheimdienst finanziert und schließt tschetschenische und andere ausländische Söldner aus dem Kaukasus oder anderen Ländern ein.

Jaysh al-Islam hat seine Treue zum IS erklärt. Deshalb haben wir es hier auch mit einer terroristischen Einheit zu tun.

An der südlichen Front wird die Liwaa al-Yarmouk [al-Yarmouk Brigade] geleitet von der MOK Operationszelle in Amman, Jordanien. Sie hat 8.000 jordanische Salafisten in ihren Reihen und Tausende andere Terroristen. [4] [5].

Ganz abgesehen von den Terroristen der Jabhat al-Nusra, die einen großen Teil der syrischen Seite des Golan besetzen, und deren Verwundete ganz offen in israelischen Krankenhäusern wieder auf die Füße gestellt werden, obwohl allgemein bekannt, dass sie es sind, die die UNFOD Truppen angegriffen und eine Gruppe seiner philippinischen und Fidschi-Soldaten entführt haben.

All dies würde daher durch die immer wieder wiederholte Phrase von den „nicht-staatlichen bewaffneten Gruppen“ im gesamten Bericht des Generalsekretärs der Vereinten Nationen subsummiert? Die alle haben daher nichts zu tun mit ausländischen terroristischen Söldnern, nicht wahr?

Danke, Herr Präsident.
Dr. Baschar al-Jaafari

[1] Rapport du Secrétaire général sur l’application des résolutions 2139 (2014), 2165 (2014) et 2191 (2014) du Conseil de sécurité
http://www.un.org/fr/documents/view_doc.asp?symbol=S/2015/813
[2] Tony Blair : En Irak, les renseignements étaient faux
https://www.youtube.com/watch?v=7nsuwLTPTs0
[3] Action de l’ONU contre le terrorisme
http://www.un.org/fr/terrorism/securitycouncil.shtml
[4] La très pro-israélienne Brigade des martyrs de Yarmouk fait allégeance à l’Etat Islamique et endoctrine les enfants
http://www.medias-presse.info/la-tres-pro-israelienne-brigade-des-martyrs-de-yarmouk-fait-allegeance-a-letat-islamique-et-endoctrine-les-enfants/36027
[5]Talking to the Yarmouk Martyrs Brigade
http://www.syriadeeply.org/articles/2015/10/8476/talking-yarmouk-martyrs-brigade/
Quelle dieses Artikels: http://hinter-der-fichte.blogspot.de/2015/11/zdf-moderate-terroristen-eines.html

Katastrophe für ARD/ZDF: Putin bombardiert unsere Terroristen

Frankreich gut, Russland böse. USA besorgt. Assad ist schlimmer als der IS. Das imperiale Farbfernsehen sendet wieder in schwarz-weiß.

Die deutschen Sender decken die völkerrechtswidrigen Bombardierungen Frankreichs in Syrien und beschönigen. Kein Sender warf die zentrale Frage – die des „Völkerrechts“ auf. Zivile Opfer bei französischen Luftangriffen? Wen interessiert’s? Das angeblich staatsferne Staats-TV befolgt damit artig und exakt die Regierungslinie. In der Bundespressekonferenz hatte die Sprecherin des Außenministeriums erzählt, Frankreich handele in Notwehr und man wolle die Völkerrechtsfrage nicht bewerten.

Blind stellen und lügen
Die NATO wollte mit der syrischen Regierung nicht reden und bombardierte stattdessen pro forma die syrische Wüste. Der IS wuchs und wuchs, aber der größte Militärapparat der Welt konnte angeblich die riesigen IS-Kolonnen nicht finden. Kaum unternimmt dann Russland am 30. September 2015 professionelle und effektive Schläge gegen den Terror, jammern die Sender der Terrorpaten, die die moderaten Halsabschneider schon vor Jahren in Berlin versteckten.

Marionetta entgleisen die Gesichtszüge
Ich hab in einem Video die Propaganda des ersten Abends nach Russlands Anti-Terror-Schlägen zusammengestellt.

19.00 Uhr ZDF Frau Gerster spricht in der ZDF-heute-sendung der Russenhass aus dem Gesicht. Auf das ganze Gestammel einzugehen, erübrigt sich. Am Verstand von Herrn Hano, der in New York halluziniert, muss man gleich ganz zweifeln. Hano behauptet allen Ernstes, Putin gerate „massiv unter Druck“, weil der Terrorist und Psycho McCain fordert, die USA sollten russische Jets angreifen. „Das klingt nicht gut.“ gibt Petra Gerster zu. Selbstkritik an ihren 19.00-Uhr-Kuddelmuddel war das sicher nicht.

Marietta Slomka um 21.30 Uhr im heute journal: „Wen genau bombardieren die Russen?“ Wienand Wernicke frickelt sich in Moskau etwas über Syrien zusammen: „Laut syrischer Opposition werden die Gebiete von ‚gemäßigten‘ Rebellen kontrolliert.“ und „Nach Angaben syrischer Beobachter seien 30 Menschen ums Leben gekommen.“ Wer die syrische Quelle ist erfährt man ebenso wenig wie woher solches Filmmaterial stammt, das viel Rauch, aber keine Opfer zeigt. Aber wir wissen es und haben die „anonymen Beobachter“ wie die Lügenquellen schon 2012 aufgedeckt.

Mal unter uns…
Das gekünstelte Mienenspiel der Slomka, das ihrem Manipulationspirouetten eine besondere Betonung geben soll, ist so abgedroschen wie es laienhaft und peinlich ist. Statt Götz von Berlichingen sprang mich hier das berühmte Pofalla-Bosbach-Zitat förmlich an.

Eine Bombe und die USA packen aus
Dann wird es bei Slomka vollends schizophren. Kerry – ein Amerikaner – macht sich Sorgen, dass Russland in Syrien (das diesen Kerry genau null angeht) Gebiete angreift in denen kein IS ist. Offenbar ist er stinksauer, weil seine CIA-Agenten getroffen werden könnten, die in Syrien Terroristen ausbilden. Er nennt sie „gemäßigte Rebellen“. Darf ich daran erinnern, dass jene so gemäßigt sind, dass sie in Syrien schon Köpfe abschnitten bevor es den IS überhaupt gab? Und ist es nicht bemerkenswert, dass Russland nur eine einzige Rakete braucht, um den Westen zum Geständnis zu bringen, dass die CIA in Syrien Terroristen ausbildet?

Völkerrecht ist…
Fakt: Russland greift nach allen Regeln des Völkerrechts und auf Bitten der legitimen Regierung Syriens mittelalterliche, fanatische Terroristen an. Die Beweise für ihre Verbrechen gehen im Internet in die Zehntausende. Die USA und ihre NATO treiben sich in Syrien widerrechtlich rum und sponsern Terror.
Fakten sind ja ihre Sache nicht. Slomka plappert lieber davon: Russland und USA müssten sich nun abstimmen wer im Luftraum ist. Blödsinn. Die NATO hat in und über Syrien ohne Genehmigung nichts zu suchen.

Assads verspätete Flüchtlingswelle
Dann lügt Slomka ganz dreist in die Kamera: „Die meisten Syrier flüchten nicht vor dem IS, sondern vor den Bomben Assads“. Woher sie das wohl hat? Von ihrem Friseur? Mal abgesehen von NATO-Statisten, wie dem schmierigen Samir Matar, der in Maischbergers Psychopathen-Runde aus RTL-Libyen-Rados, Folter-Wolffsohn und dem Grünen Werner „die Russen kommen“ Schulz vorgeführt wurde: Die meisten Syrer im Ausland haben bei den letzten Präsidentschaftswahlen Bashar al Assad gewählt. Wer sie dazu wohl im Ausland gezwungen hat? Und wieso kommen die Flüchtlinge erst jetzt im dritten Jahr des Krieges? Assad ist schon lange Präsident, aber der IS kam erst im letzten Jahr aufs Tapet.

Das Letzte: Stiert Slomka nun am Schluß in den Teleprompter oder in die Glaskugel? „Putin wird den Flüchtlingsstrom nicht stoppen.“ Schaun mer mal, Marionetta.

Golineh – Maschinengewehr McCains
Die ARD-Tagesschau 20.00 Uhr beginnt mit der Lüge vom „Bürger“-Krieg in Syrien und bringt das „Maschinengewehr McCain‘s“ in Stellung – Golineh Atai. Die ist zwar nicht in Nahost, aber spinnen kann man eben kostengünstiger im Büro. Und schon lügt sie über die russischen Luftangriffe wie gewohnt : „Zivilisten, darunter auch Kinder, kamen dabei ums Leben.“ Woher will sie das am Abend des 30. 9. – in Moskau – wissen? Noch nicht mal die Psychokrieger im Pentagon haben sich an solche Propaganda gewagt. Nicht dass die Terror-Armee des IS endlich bekämpft wird berichtet Atai; nein, ein paar NATO-Staaten hätten Hinweise auf zivile Opfer und… „Die USA fühlen sich unzureichend informiert.“ Die „unkonventionelle Faschistenleugnerin“ Atai hält die Zuschauer ja schon lange für dämlich. Doch so zu tun als wäre Russland ausgerechnet den Vietnam-, Jugoslawien-, Libyen-Kriegsverbrechern darüber Rechenschaft pflichtig was es in Syrien tut, das ist schon ein starkes Stück. Was die NATO-„Hinweise“ wert sind, kennen wir. Die BBC veröffentliche im November 2014 wie die „zivilen Opfer“ des „pösen Assad“ in diesem Konflikt produziert werden. Noch ein Beweis gefällig? Hier sieht man wie Propaganda-Bilder entstehen. Auch auf die sofort behaupteten Berge von Beweisen der Schuld Russlands am MH17-Abschuss warten wir schon 18 Monate.

Thomas mit den Scherenhänden setzt einen drauf
Noch ein Blick in die Tagesthemen. Wo wir stets 20.00-Uhr-Propaganda zum Quadrat erwarten dürfen. Der Putin-Interview-Fälscher Thomas Roth erfüllt die Erwartungen und macht das langersehnte Durchgreifen gegen den IS zu einer „neuen Eskalationsstufe“! Bravo. Darauf muss man erst mal kommen. Dann wird Pawel Felgenbauer, russischer Biologe der u. a. für die antirussische Jamestown-Stiftung arbeitet, als Militärexperte präsentiert. Prompt behauptet der, „Putin“ werde auch andere bombardieren, die eine noch größere Bedrohung als der IS für Assad darstellen. Wer soll’n das sein? Nachrichtenwert = Null. Propaganda = 100%.

Mit solchen Heiopeis und Verschwörungstheoretikern reiht sich die ARD in die Gruppe der Terrorleugner ein. Sie spielen die Gefahr durch den IS plötzlich – wo Russland ihm den Garaus macht – herunter und verteidigen die in der UNO genannten Terrorgruppen sogar als „moderat“. Dieser Felgenbaum lügt in die Kamera, Putin habe gesagt, in Syrien gebe es keine Opposition, sondern nur Terroristen. Natürlich darf bei Thomas Roths Hiwi, Daniel Asche, die 2012 selbst von der SZ beäugte, obskure „Beobachtungsstelle“ – die keiner kennt – als „Quelle“ nicht fehlen. Bloß keine geprüften Fakten!

Putins freundliche Menschen warnten USA
Den Vogel schießen dann Roth und Ruck ab, die über die offen völkerrechtswidrigen amerikanischen Luftangriffe in Syrien (!) schwafeln. In dem Fall wird komischerweise über die Frage von Recht und Gesetz hinweggegangen und schon gar nicht nach zivilen Opfern gefragt.

Dabei waren die Russen doch wieder freundliche Menschen. Sie haben laut Ruck „die amerikanische Botschaft informiert und eine Stunde vor Beginn der Angriffe gebeten, den syrischen Luftraum zu meiden.“ Wohlgemerkt, die USA fliegen gegen jedes Völkerrecht dort rum!

Der Vollständigkeit halber: Herumgehackt wird von Roth & Ruck darauf, dass Russland gleich losschlug nachdem es die Zustimmung des Parlamentes erhielt. Vergessen? Frankreich bombte in Libyen in derselben Minute los, in der der Sicherheitsrat einer Flugverbotszone zugestimmt hatte. In Syrerin bombte Frankreich am 27. 9. 2015 unter totaler Ignoranz des Völkerrechts. Doch Hintergründe sind nur lästig für die russophobe  Kriegspropaganda.

Wahre zivile Opfer der Kriegsverbrecher
Schauen wir heut‘ Abend mal ob und wie ARD und ZDF über die mit NATO-Segen in die Luft gejagte Hochzeit mit 130 Toten im Jemen berichten. Oder über den heutigen US-Raketenangriff auf ein Krankenhaus in Kundus. Wenn überhaupt, dann sicher auf Samtpfötchen. O-Ton ARD heute Mittag: Nach Angaben des US-Militärs könnte die Klinik bei einer Aktion der US-Luftwaffe getroffen worden sein.“ Dafür gibt es Fakten und keine gefakten Bilder. Ich vermute, beträfe es Russland oder Syrien würde die Schlagzeile lauten Tyrann bombardiert Kinder. Ach so, das hatten wir schon?

Fazit

  1. Die russischen Luftangriffe basieren auf Völkerrecht, das kann nicht mal der Westen bestreiten.
  2. Russland tut effektiv und professionell was die NATO in drei Jahren nicht wollte, ein Terrorregime ausschalten.
  3. Ein Luftschlag genügte, die NATO zugeben zu lassen was sie immer bestritten: Die CIA bildet die syrischen Terroristen aus.
  4. Am Staatsfernsehen lässt sich ablesen wie die Stimmung im Imperium ist: Panik, weil Russland die komplette Inkompetenz und den Unwillen des Westens entlarvt hat, die wesentlichen Probleme unserer Zeit zu lösen.
  5. Im Westen regieren die Deppen.

Übrigens: Den Titel „Depp des Tages“ verdient sich heute wieder mal Obama, der sagt, Putin stärke mit den Luftangriffen den IS.

Verbreitet wird der Nonsens von der neuen BILD, dem SPIEGEL.

Quelle: http://hinter-der-fichte.blogspot.de/2015/10/ardzdf-besorgt-putin-bombardiert-unsere.html

Russland bombardiert in Syrien von USA finanzierte Terroristen

Das Eingreifen der Russen in Syrien fördert unfreiwillig eine für die Nato-Allianz unangenehme Wahrheit zu Tage: So behaupten die US-Militärs, Russland bombardiere nicht die vom IS finanzierten Terroristen, sondern Stellungen der von den USA finanzierten Terroristen. Dies ist ein entlarvendes Dementi.

Russland hat libanesischen Medienberichten zufolge am Donnerstag 30 weitere Angriffe gegen islamistische Terror-Gruppen im Nahen Osten geflogen. Die Russen sagten, ihre Ziele seien IS-Stellungen, richten sich aber auch generell gegen eine Reihe bekannter Islamisten-Organisationen, wie Reuters berichtet.

Hier wird es für die USA und für die Türkei peinlich: Beide Nato-Parteien mussten haben nämlich selbst bestätigt, dass die Russen Stellungen der al-Nusra-Front bombardiert haben.

So schreibt die FAZ unter Berufung auf libanesische Medien, dass „Stellungen der Rebellenallianz Dschaisch al Fatah getroffen, zu der unter anderem die Nusra-Front, der syrische Al-Qaida-Ableger, gehört, sowie die Dschihadistenmiliz Ahrar al Scham, die sich derzeit um ein moderateres, pragmatisches Image bemüht“.

Die FAZ titelt die Geschichte mit: „Russische Angriffe in Syrien: Luftanschläge gelten offenbar auch Amerikas Verbündeten“. Und damit meint die FAZ nicht Saudi-Arabien, das die Terroristen seit Jahren finanziert und deshalb nun kalte Füße bekommen hat.

Die New York Times zitiert sogar die US-Regierung mit der Aussage, eine der getroffenen Rebellengruppen sei vom amerikanischen Geheimdienst bewaffnet und ausgebildet worden – ein eindeutiges Geständnis.

Damit ist offiziell belegt, dass die US-Regierung eine gefährliche islamistische Terror-Gruppe im Nahen Osten unterstützen: Die al-Nusra Front ist nämlich nichts anderes als der lokale Al-Kaida-Ableger. Zur Erinnerung: Wegen Al Kaida sind die USA in Afghanistan einmarschiert, weil die Terrorgruppe von den USA für 9/11 verantwortlich gemacht wird.

Al-Nusra hat sich, anders als die Nato-Lesart Glauben machen will, nie vollständig von Al-Kaida gelöst: Sie besteht vielmehr aus zwei Flügeln. Der eine, der konservative, sagt, dass man sich weiter offen zur Assoziation mit Al-Kaida bekennen soll; der zweite (die Realos) sagen, es wäre besser, sich von Al-Kaida zu distanzieren, um bei der Aufteilung Syriens berücksichtigt werden zu können. Zahlreiche Kämpfer von al-Nusra waren von Abu Musab al-Zarqawi ausgebildet worden, einem der al-Kaida-Führer in Afghanistan. Das hat die Quilliam Foundation herausgefunden.

Die al-Nusra Front = Al Kaida wird von den USA finanziert und von der Türkei instrumentalisiert, um die Kurden zu bekämpfen. Die Unterstützung der Amerikaner für Al Kaida kommt aus einer Zeit, in der die US-Geheimdienste geraten hatten, Terror-Gruppen zu unterstützen, um Assad zu Fall zu bringen.

Dmitri Peskow, Sprecher des russischen Präsidenten Wladimir Putin, teilte kühl mit, Russland richte seine Angriffe in Syrien nicht nur gegen den IS, sondern gegen alle Islamistischen Terror-Gruppen in Syrien „Die Ziele werden in Zusammenarbeit mit dem syrischen Militär in Syrien ausgewählt“, sagte Peskow. Die Koordination mit anderen Ländern funktioniere. Israel fühlt sich aktuell informiert und hält vorerst still. Die Regierung in Jerusalem teilt mit, sich nun auch mit einem Sturz von Assad abfinden zu können, betont jedoch, dass ein geschwächter Assad für Israel die beste Lösung wäre, wie die NYT berichtet.

FREUNDE, das sind die wahren VERBRECHER,sie heulen und schreien, wartet, bis sie getroffen sind!!

Quelle: https://techseite.wordpress.com/2015/10/01/die-getroffenen-schakale-heulen-terroristen-a-la-cia-etc/

Ex-Top-Al-Qaida-Führer packt aus – ISIS arbeitet für die CIA

Der Ex-Al-Qaida-Kommandant Scheich Nabil Na’eem berichtete gegenüber dem arabischen TV-Sender „Arab TV“, dass alle al-Qaida-Einheiten inklusive der ISIS für die CIA arbeiten. Diese Gruppen sind demnach die erste Stoßtruppe der USA in der Region. Sie sollen der US-Regierung den Weg ebnen und so teure Bodentruppen sparen. Demnach geht es um die Zersplitterung der gesamten Region, um die Herstellung von dauerhaftem Bürgerkrieg und Chaos, sowie um permanenten Terror – wie etwa in Somalia, Libyen, Irak und Syrien.

http://www.kla.tv/4283

Bericht von Klagemauer TV:
Heute begrüße ich Sie, liebe Zuschauer, herzlich aus dem Studio Mannheim zu einer weiteren Berichtserstattung von Kla-TV aus dem Blickwinkel der Gegenstimme. Saddam Hussein war langjähriger Verbündeter der USA im Kampf gegen den Iran. Nachdem er seine Mission erfüllt hatte, drehte plötzlich der Wind. Medial inszeniert wurde er als Massenmörder hingestellt. Er sei eine Bedrohung für die eigene Bevölkerung und auch für die ganze zivilisierte Welt. Ruhmreich rettete uns die USA vor dem Untergang – und hinterließ ein Riesenchaos. Osama bin Laden, Anführer von al-Qaida, wurde viele Jahre durch die USA unterstützt, denn er kämpfte von Afghanistan aus gegen Russland. Als man ihn nicht mehr brauchte, machte man ihn am 11.9.2001 zum Schreckgespenst für die ganze Welt. Schlüssel dafür war das selbstinszenierte Attentat auf die Zwillingstürme. Dank der Tötung von bin Laden und der Zerbombung Afghanistans durch US-Truppen sind wir nun diesbezüglich in Sicherheit. IS-Kämpfer waren bisher willkommene Partner im Kampf gegen die Regierung Assads in Syrien. Als dieser Krieg ins Stocken geriet, konnte der IS anderweitig „eingesetzt“ werden, wie beim Massenmord an den Jesiden, eine kurdisch religiöse Minderheit, im Nordirak. Unüberhörbar hallte der Hilferuf der Angehörigen durch Europa und bietet nun die perfekte Rechtfertigung für das erneute Eingreifen der USA im Nahen Osten. Wann merken wir, dass diese moderne Art der Kriegsführung von der selbsternannten Weltpolizei überall auf der Welt praktiziert wird – so zum Beispiel auch in der Ukraine? In diesem Zusammenhang möchten wir Ihnen, liebe Zuschauer, nun noch über einen Beitrag im arabischen TV-Sender „Arab-TV“ berichten: Der Ex-Al-Qaida-Kommandant Scheich Nabil Na’eem berichtete gegenüber dem arabischen TV-Sender „Arab TV“, dass alle al-Qaida-Einheiten inklusive der ISIS für die CIA arbeiten. Diese Gruppen sind demnach die erste Stoßtruppe der USA in der Region. Sie sollen der US-Regierung den Weg ebnen und so teure Bodentruppen sparen. Demnach geht es um die Zersplitterung der gesamten Region, um die Herstellung von dauerhaftem Bürgerkrieg und Chaos, sowie um permanenten Terror – wie etwa in Somalia, Libyen, Irak und Syrien. So sind diese Staaten leichter zu beeinflussen und zu kontrollieren – den Rest übernehmen dann Geheimdienste wie die CIA. Angesichts dieser Aussagen sollten wir beobachten, was hinter dem in den Medien groß angekündigtem Vorgehen der USA gegen ISIS wirklich steckt. Wer immer wieder lügt, dem glaubt man besser nicht! Deshalb behalten sie mit uns diese Zusammenhänge im Auge und stoppen auch Sie diese Kriegstreiberei, indem Sie aktiv mithelfen unsere unzensierten Nachrichten zu verbreiten. Und nun noch ein arabisches Sprichwort zum Nachdenken : Der Wolf verändert sein Fell, nicht seine Natur. Auf Wiedersehen.

Die „Terrorgruppen“ der USA

Seit mehr als zwei Jahren haben westliche Staaten die Kämpfer der islamischen Terrorgruppen ISIS über eine Luftbrücke heimlich mit Waffen versorgt. Vor allem die USA bauten jene auf, die sie nun nach der Enthauptung eines Amerikaners wieder bekämpfen wollen.

von Udo Ulfkotte

Die USA warnen jetzt in Zusammenhang mit der islamistischen Terrorgruppe ISIS vor einer «apokalyptischen Gefahr» nicht nur für den Nahen Osten. Es sind die gleichen Warnungen wie früher bei Al Qaida. Offenkundig hat man in Washington vergessen oder verdrängt, dass man ISIS ebenso wie früher Al Qaida selbst aufgebaut hat. Am 21. August 2014 schockierte die französische Tageszeitung «Le Monde»ihre Leser mit der Nachricht, dass die französische Armee die Islamisten in Syrien seit dem Beginn des vom Westen geschürten Aufstandes gegen Präsident Assad insgeheim mit Waffenlieferungen unterstützt habe.

Assad stürzen

In dem Artikel («Comment et pourquoi la France a livré des armes aux rebelles en Syrie») heisst es, dass diese Waffenlieferungen mit anderen NATO-Staaten abgesprochen seien und auch weiterhin fortgeführt werden. Man sollte dazu als Hintergrund auch noch einen anderen Bericht aus der amerikanischen Zeitung «New York Times»vom März 2013 kennen. Auch in dem geht es um Waffenlieferungen an radikale nahöstliche Terrorgruppen. Detailliert wird in der «New York Times»beschrieben («Arms Airlift to Syria Rebels Expands, With Aid From C.I.A.»), wie der US-Auslandsgeheimdienst CIA über Tarnfirmen jene ISIS-Terrorzellen ausrüstete, welche heute weite Teile Syriens und des Iraks beherrschen und die Bevölkerung in Angst und Schrecken versetzen.

Ziel der US-Aktion sei es gewesen, den syrischen Präsidenten Assad mit allen Mitteln zu stürzen, weil dieser statt amerikanischen, britischen und französischen nur russische und iranische Waffen kaufen und auch statt mit Washington enger mit Moskau und Teheran zusammenarbeiten wollte. Demnach haben die USA schon Anfang 2012 eine Luftbrücke mit Waffenlieferungen für alle islamistischen Gruppen aufgebaut, die gegen Assad kämpften. Allein 2012 sind demnach 160 Grossraumtransporter mit amerikanischen Waffen am türkischen Esenboǧa-Flughafen nahe Ankara gelandet. Die Waffen wurden dann auf dem Landweg bis an die syrische Grenze gebracht und den «Rebellen» übergeben. Die CIA entschied dann an der Grenze, welche Islamistengruppen die Waffenlieferungen erhielten.

Schwere Waffen auf dem Luftweg

Die meisten Flüge waren in Kroatien gestartet und wurden von Saudi-Arabien oder Katar finanziert. Hugh Griffiths, der beim Stockholmer Friedensforschungsinstitut SIPRI für die Beobachtung illegaler Waffenlieferungen zuständig ist, schätzt, dass allein die USA den syrischen «Rebellen» 3.500 Tonnen schwere Waffen auf dem Luftweg haben zukommen lassen. Am 3. Januar 2012 landete der erste dieser Waffentransporte, eine «Hercules C-130»der Luftwaffe von Katar, in Istanbul. Vom 26. April bis 4. Mai 2012 landeten sechs weitere Grossraumflugzeuge des Typs «Boeing C-17»mit Waffen in der Türkei. Bis 8. August 2012 gab es 14 weitere Flüge der «Qatar Airways». Diese Flüge kamen von der «Al Udeid Air Base»in Katar, dem grössten US-Stützpunkt und Waffenlager der USA im Nahen Osten. Ab Oktober 2012 landeten die Flugzeuge aus Katar dann sogar täglich mit militärischem Nachschub für die «syrischen Rebellen» in der Türkei. Und ab November 2012 flog auch die «Royal Jordanian Air Force»mit Transportflugzeugen des Typs« C-130» Waffen aus Zagreb/Kroatien nach Jordanien, die dann von dort bis an die syrische Grenze gebracht wurden. Die Jordanier charterten sogar mehrere Grossraumflugzeuge des Typs «Ilyushin-76MF», um den wachsenden Bedarf an Kriegsgerät auf Seiten der syrischen «Rebellen» decken zu können.

Der Bericht der «New York Times», der diese Waffenlieferungen genau auflistet und auch Belege (etwa Berichte von «plane spottern») liefert, beschreibt zudem, dass die CIA jede «Rebellengruppe» mit Waffen beliefert habe, auch wenn es sich um radikalislamistische Kämpfer wie die ISIS handelte. Hauptsache, die Gruppen kämpften gegen den syrischen Präsidenten Assad. Ohne die westlichen Waffenlieferungen, finanziert von Katar und Saudi-Arabien, wäre der Terror der ISIS, zu dessen Abwehr nun auch Deutschland Waffen liefern soll, nicht denkbar.

Udo Ulfkotte

Dieser Artikel stammt aus dem Whistle-Blower Newsletter Nr. 208

Wie Nato-Söldner in Syrien das Gesundheitswesen zerstören

Was könnte unmenschlicher, grausamer und schändlicher sein, als gezielt Krankenhäuser, Gesundheitszentren und Ambulanzen zu zerstören und das Personal zu ermorden? Die USA haben es in allen ihren Kriegen gemacht, besonders intensiv im Irak, und nun machen sie es gemeinsam mit den europäischen Regimen in Syrien. Alle diese ‚Herren‘ und ‚Damen‘ triefen vor Blut, aber die Untertanen ziehen es vor, nicht genau hinzuschauen. Und diesen blutrünstigen Monstern sollen wir Respekt erweisen? Sind wir zu Teufelsanbetern geworden? Hier sind die Fakten.

Prof. Tim Anderson

Seit 2011 haben die NATO-Söldner systematisch mehr als zwei Drittel aller öffentlichen Krankenhäuser Syriens angegriffen und haben mehr als 300 Mitarbeiter ermordet, gekidnappt oder verletzt.

Das jüngste Beispiel war die Zerstörung des Spezial-Krankenhauses Al-Kindi in Aleppo.

Syriens Gesundheitsminister Dr. Sa’ad al Nayef berichtete einer Solidaritätsdelegation aus Australien am 22. Dezember, dass die vom Ausland unterstützten Terroristen zwei LKW-Bomben zur Explosion brachten und das Krankenhaus vollständig zerstörten. Das gesamte Personal wurde bei der Sprengung getötet. Dr. Malek Ali, Syriens Minister für höhere Erziehung sagte zu Syriens Nachrichtenagentur SANA, dass Al-Kindi ein Ausbildungs-Krankenhaus war, das gemeinsam mit seinem Ministerium geführt wurde.

In einer Orwell’schen Umarbeitung der Ereignisse durch die BBC (21. Dezember) wurde über die Zerstörung des Al-Kindi mit der Überschrift berichtet: „Syrische Rebellen erobern das strategische Krankenhaus in Aleppo zurück“. Einleitend wurde behauptet, dass die „massive Selbstmord-LKW Bombe“ erreichte, „das strategische Krankenhaus, das von Assad-Loyalisten besetzt war, zurückzuerobern“, das „ein missbrauchtes Gebäude“ war und „unbestätigten Angaben zufolge starben 35 Rebellen bei dem Angriff“.

Die Doppelzüngigkeit der BBC bedarf einer kleinen Übersetzung. Diese „Rebellen“ waren vor allem nicht-syrische Truppen der Al-Qaida-Tochter Jabhat al Nusrah-Front, die von Saudiarabien finanziert und bewaffnet wurde und freien Zutritt nach Nordsyrien durch die türkische Regierung erhielt. Die „Assad-Loyalisten“ waren das Personal des großen öffentlichen Krankenhauses.

Dr. al-Nayef sagte der australischen Delegation, dass seit Beginn der Krise im März 2011 von den 94 nationalen Krankenhäusern des Landes 67 angegriffen und beschädigt wurden, wodurch 41 nicht mehr in Betrieb sind. 174 Mitglieder des Personals sind getötet, 127 verwundet und 33 gekidnappt worden.

Außerdem sind 1921 Gesundheitszentren beschädigt worden, von denen 678 nicht mehr funktionieren. 421 Ambulanzen wurden zerstört oder unbrauchbar gemacht und 197 Krankenwagen wurden beschädigt, wodurch 169 unbrauchbar wurden.

Dieses Maß an der Zerstörung von Gesundheitseinrichtungen in Verbindung mit Angriffen auf Schulen, Universitäten und Massakern an Zivilisten (was gerne der Regierung in die Schuhe geschoben wird) zeigt, dass die NATO-Söldner die Absicht haben, einen funktionierenden Staat zu zerstören und kein Interesse daran haben, die Bevölkerung zu gewinnen.

Angriffe auf die öffentlichen Krankenhäuser wurden sowohl von der FSA, die mit der Moslembruderschaft verbunden ist, als auch von den durch die Saudis gestützten Nusrah-, ISIS und islamischen Fronten durchgeführt.

Minister al-Nayef zeigte der Delegation Videos vom FSA-Angriff der Farouk-Brigade auf das nationale Hospital in Homs am 6. April 2012 und ein Video vom Angriff auf das nationale Krankenhaus in Hama am 21. Januar 2013 sowie ein drittes Video von der Beschädigung des Al Zahrway Krankenhauses in Damaskus am 5. Mai 2013.

Der Gesundheitsminister gab der Delegation auch Details über den Terroristenangriff am 26. November 2013 auf das Deir-Ateya-Hospital im Umland von Damaskus, bei dem 11 Leute vom Personal (2 Anästhesisten, 3 Ärzte, 4 Krankenschwestern und 2 Fahrer) mit Messern erstochen wurden.

Der Gesundheitsdienst in Syrien ist kostenlos und das Gesundheitsministerium sagt, dass „trotz all dem Druck und der ökonomischen Sanktionen“ fortgefahren wird, freie medizinische Dienste zu leisten. Beinahe 4.5 Millionen Bürger haben im vergangenen Jahr die öffentlichen Krankenhäuser besucht, und mehr als 30 Millionen erhielten kostenlose Beratungen, Behandlungen und andere Gesundheitsdienstleistungen.
Quelle: http://www.globalresearch.ca/syrias-hospitals-targeted-by-nato-backed-armed-groups/5363563#

Erklärt die USA den Saudi’s den Krieg? 4 Saudische Prinzen wegen 9/11 vor Gericht

Die Entscheidung des Berufungsgerichts (US Second Circuit Court of Appeals) in New York am 20. Dezember, entgegen dem Urteil in erster Instanz nun doch der Klage der Familien der Opfer der Anschläge vom 11. September 2001 gegen die saudische Regierung und deren Stiftung „High Commission“ zuzulassen, bedeutet eine sensationelle Wende in der Aufklärung des Terroranschlags von vor zwölf Jahren, der die Welt verändert hat wie kein anderes Ereignis seit der Kennedy-Ermordung. Und sie wird dramatische strategische Konsequenzen haben.

Das Berufungsgericht befand, daß die „außergewöhnlichen Umstände“, die die Anschläge vom 11. September umgeben, das Argument der Souveränität ausländischer Mächte übertrumpfen. Damit wird der Fall, den die Familien der 3000 Opfer, die bei dem Anschlag auf das World Trade Center ums Leben kamen, schon 2006 vor Gericht zu bringen versuchten, nun tatsächlich aufgerollt werden. Es geht dabei um den Vorwurf gegen vier saudische Prinzen, einen saudischen Banker und saudische Wohltätigkeitsorganisationen, die Operationen von Al-Kaida und die Anschläge des 11. September finanziert zu haben.

Dabei geht es nicht nur um die wahren Umstände, wer die Drahtzieher hinter dem Anschlag waren, der die USA sehr weit auf den Weg zum Polizei- und Überwachungsstaat gebracht haben, wovon die NSA-Exzesse nur die offensichtlichsten Resultate sind, sondern vor allem auch um die systematische Vertuschung der wirklich heißen Spuren, die zur Aufklärung des Verbrechens geführt hätten. Im US-Kongreß sorgten in den vergangenen Wochen die Abgeordneten Walter Jones (Republikaner aus North Carolina) und Stephen Lynch (Demokrat aus Massachusetts) für erheblichen Aufruhr mit ihrer Forderung, daß endlich jene 28 Seiten des ursprünglichen 800-Seiten-Berichtes des Untersuchungsausschusses zum 11. September veröffentlicht werden müßten, die Präsident George W. Bush seinerzeit ohne Erklärung zur Geheimakte erklärt hatte.

Am 15. Dezember erschien in der New York Post ein sensationeller Artikel mit der Überschrift „Inside the Saudi 9/11 Coverup“ („Im Innern der Vertuschung des 11. September“) über durchgesickerte Elemente der 28 Seiten, die sich auf Memoranden von CIA und FBI beziehen, in denen von „unwiderlegbaren Beweisen“ gesprochen wird, nach denen Mitglieder der saudischen Regierung, hochrangige saudische Diplomaten und Geheimdienstagenten die Flugzeugentführer finanziell und logistisch unterstützt hätten. Die Geheimdienstunterlagen deuteten auf eine direkte Beteiligung der saudischen Botschaft in Washington und des Konsulats in Los Angeles bei den Anschlägen hin, die damit nicht nur terroristischer Natur seien, sondern bei denen es sich um Kriegshandlungen handele.

„Beschützt die Regierung die Saudis?“, fragt die Post. Geheimdienstagenten hätten der Zeitung berichtet, sie seien wiederholt davon abgehalten worden, Spuren zu verfolgen, die zur saudischen Botschaft in Washington geführt hätten, die offenbar eine seltsame Macht über die Haltung des Weißen Hauses und des FBI bezüglich der Aufklärung der Anschläge gehabt habe. Präsident Bush habe das FBI beauftragt, unmittelbar nachdem er sich mit dem saudischen Botschafter Prinz Bandar im Weißen Haus getroffen habe, Dutzende saudische Offizielle sowie Familienmitglieder Osama Bin Ladens aus den USA zu evakuieren.

Diese Tatsachen und viele andere wurden seit langem von in unserer Zeitung dokumentiert (siehe: „LaRouche mobilisiert gegen die anglo-saudische Terrormaschine“, Neue Solidarität 35/2013, http://www.solidaritaet.com/neuesol/2013/35/larouche.htm und „Obama, Bandar und der 11. September – Die Kriegsgefahr wächst”, Neue Solidarität 34-35/2012, http://www.solidaritaet.com/neuesol/2012abo/34/bandar.htm). Neu ist hingegen, daß die New York Post, eine Zeitung mit einer halben Million Lesern, die Story im Kontext der Kampagne der Kongreßabgeordneten Jones und Lynch gebracht hat. Die vollen Ergebnisse der Untersuchungskommission zum 11. September müßten veröffentlicht werden, fordert die NYP abschließend, selbst wenn sie die US-saudischen Beziehungen für immer verändern würden; zu groß sei die Gefahr eines ähnlich verheerenden Anschlag heute.

Die absolute Dringlichkeit der Aufdeckung der saudischen Rolle bei den Anschlägen vom 11. September hebt auch der ehemalige Senator Bob Graham in einer Reihe von Interviews und Artikeln hervor. Graham war der Co-Vorsitzende der gemeinsamen Untersuchungskommission des Senats und des Kongresses zum 11. September und hat inzwischen oft seiner Frustration über die Verpflichtung zur Geheimhaltung der besagten 28 Seiten wiederholt Ausdruck gegeben.

In einem Interview mit The Real News Network betonte er kürzlich, wenn die Rolle Saudi-Arabiens bei der Unterstützung der Anschläge aufgedeckt würde, hätte dies enorme Auswirkungen auf die heutige US-Politik, zu einem Zeitpunkt, an dem Saudi-Arabien Druck auf die USA für eine militärische Intervention gegen Syrien und gegen eine Entspannung im Verhältnis zum Iran ausübt. Es hätte enorme Konsequenzen, wenn sich herausstellte, daß die saudische Regierung die Quelle der finanziellen und logistischen Unterstützung und Teil eines Systems war, durch das diese Leute anonym bleiben und eine so lange Zeit unerkannt im Land bleiben konnten. Es würde die Basis der Beziehung zu Saudi-Arabien vollkommen auf den Kopf stellen: Es wäre kein loyaler Verbündeter mehr, sondern ein Land, das bereit war, seine Seele an das größte Übel in der Welt verkaufen, selbst wenn dies die USA in Gefahr bringen und 3000 Menschen das Leben kosteten würde. Aber die Saudis hätten sich in Sicherheit wiegen können, daß ihre Rolle nicht aufgedeckt und sie Immunität genießen würden.

Senator Graham fordert eine sofortige Wiedereröffnung der Untersuchung des 11. September. Und auch da liegt die Brisanz des Urteils des New Yorker Berufungsgerichts, denn wenn die Immunität der Beschuldigten aufgehoben wird, werden eine ganze Reihe extrem brisanter weiterer Fragen auf den Tisch kommen. Dazu wird die Untersuchung der Beziehungen der Familie Bush zu diversen saudischen Clans ebenso gehören wie die Frage, warum Präsident Obama sein Wahlversprechen gegenüber den Angehörigen der Opfer der Anschläge auf das World Trade Center, die besagten 28 Seiten zu veröffentlichen, gebrochen hat und bis heute an der Geheimhaltung festhält.

Dann wird es auch um die jetzige Rolle von Prinz Bandar als Geheimdienstchef Saudi-Arabiens gehen und um den bereits mehrfach aufgekommenen Verdacht der Finanzierung von Al-Kaida-Netzwerken in Syrien, und natürlich um die Umstände der Ermordung des amerikanischen Botschafter Stevens beim Anschlag auf das Konsulat in Bengasi am 11. September 2012 und deren Vertuschung, die jetzt ebenfalls ein sehr wichtiges Thema in mehreren Untersuchungsausschüssen im US-Kongreß geworden ist.

Es sei daran erinnert, daß Lyndon LaRouche schon acht Monate vor dem 11. September 2001 vor der Gefahr eines „Reichstagsbrands“ in den USA gewarnt hatte. Durch einen solchen Staatsstreich, warnte LaRouche, würden die Machthaber während der wirtschaftlichen und sozialen Krise versuchen, mit diktatorischen Mitteln die Kontrolle zu behalten, die ihnen sonst aus den Händen gleiten würde. Und in einer inzwischen historisch gewordenen zweistündigen Radio-Liveshow mit Jack Stockwell während der Anschläge auf das World Trade Center betonte LaRouche, es sei undenkbar, daß diese ohne die Komplizenschaft krimineller Elemente in den USA selbst hätten ausgeführt werden können.

Wenn sich nun aber herausstellt, daß nicht ein bärtiger Bin Laden in einer abgelegenen Berghöhle in Afghanistan der wesentliche Drahtzieher des 11. September war, sondern die Regierung Saudi-Arabiens eine zentrale Rolle gespielt hat, die jetzt von amerikanischen Gerichten untersucht wird, dann muß auch der Afghanistan-Krieg hinterfragt werden, an dem sich u.a. die Bundeswehr auf der Grundlage des Artikel 5 der NATO beteiligen mußte.

Dann muß auch die Forderung des demokratischen Senators Ed Markey (Massachusetts), dem Vorsitzenden des Unterausschusses für Internationale Entwicklung des Auswärtigen Ausschusses des Senats, höchste Aufmerksamkeit zuteil werden, der am 9. November in einem Brief an Präsident Obama große Sorge darüber ausgedrückt hat, daß Saudi-Arabien sein Atomwaffenprogramm beschleunigt, einschließlich des Transfers pakistanischer Atomwaffen, die Saudi-Arabien dort gekauft hat und nun auf saudisches Territorium holen will.

Und dann müssen sofort die Waffenexporte der Bundesrepublik an dieses Land gestoppt werden, deren angeblich „stabilisierende Funktion in der Region“ (!) Regierungssprecher Steffen Seibert noch am 20. November hervorgehoben hat.

Die Konsequenzen dieser ganzen Geschichte sind ungeheuerlich. Denn selbst institutionelle Kräfte in den USA stellen inzwischen fest, daß der ganze „Krieg gegen den Terrorismus“ ein völliger Fehlschlag war, daß ganz im Gegensatz zu Obamas Behauptung, Al-Kaida sei besiegt, in Wirklichkeit die gesamte Region des Mittleren und Nahen Ostens bis nach Nord- und Zentralafrika zu einem Verbreitungsgebiet mit Al-Kaida verbundener Netzwerke geworden ist. Vor allem die französischen Geheimdienste warnen, daß daraus eine immense Bedrohung auch für Europa zu werden droht.

Die Aufdeckung dieser ungeheuerlichen Geschichte ist aber vor allem deshalb dringend, weil die Wahrheit über die Politik der vergangenen zwölf Jahre, die unweigerlich zur Wahrheit der Politik des letzten Vierteljahrhunderts seit dem Kollaps der Sowjetunion führen wird, ein elementarer Beitrag dazu sein wird, den gegenwärtigen Kriegskurs gegen Rußland und China zu stoppen. Denn es war und ist die Politik des Empires – der Versuch, sich die Welt unter einem globalen oligarchischen System gefügig zu machen -, die alle diese Ungeheuer geboren hat.

CIA Inside: Die Finanzierung des Terrorismus

Von Bill Van Auken
13. Dezember 2012
Am Dienstag erklärte das US-Außenministerium eine der wichtigsten Milizen, die in Syrien gegen das Regime von Bashar al-Assad kämpfen, offiziell zur „ausländischen Terrororganisation.“
Die Gruppe ist als Jabhat al-Nusra oder al-Nusra-Front bekannt und gilt weithin als die fähigste Kampforganisation in dem blutigen Bürgerkrieg in Syrien. In letzter Zeit hat sie mindestens drei syrische Militärbasen überrannt und im Osten des Landes Gebiete erobert.
Bei einer Telefonkonferenz mit ausgewählten Vertretern der Medien erklärte ein anonymer Beamter des Außenministeriums die Entscheidung damit, dass al-Nusra für „hunderte von Angriffen“ verantwortlich ist, „fast 600 in Großstädten in ganz Syrien, bei denen zahlreiche unschuldige Syrer verletzt oder getötet wurden.“
Zuvor hatte die Sprecherin des US-Außenministeriums Victoria Nuland in einer Stellungnahme erklärt: „Al-Nusra versucht, sich als Teil der legitimen Widerstandsbewegung in Syrien darzustellen. In Wirklichkeit versucht AQI (Al Qaida im Irak), mit dieser Gruppe die Kontrolle über den Kampf des syrischen Volkes für seine eigenen bösartigen Ziele zu übernehmen.“
Washington ist selbst der Experte dafür, „die Kontrolle über Kämpfe zu übernehmen.“ Seit vor zwei Jahren in Syrien eine Protestbewegung entstand, hat Washington daran gearbeitet, die Kontrolle über die Unzufriedenheit der Bevölkerung zu erlangen, um Assad durch eine Marionettenregierung zu ersetzen. Das ist Teil einer größeren Strategie, mit der die amerikanische Regierung die Hegemonie über die geostrategisch wichtigen und ölreichen Regionen am Persischen Golf und in Zentralasien sichern will. Syrien ist ein Dreh- und Angelpunkt dieser imperialistischen Kampagne, vor allem wegen seiner engen Beziehungen zum Iran, den Washington als das wichtigste Hindernis bei der Errichtung seiner neokolonialen Herrschaft ansieht.
Offiziell bedeutet die Einstufung von al-Nusra als Terrororganisation, dass jeder amerikanische Staatsbürger, der sie unterstützt, vor Gericht gestellt werden kann. Es ist jedoch unwahrscheinlich, dass es jemals dazu kommt, da die einzigen Amerikaner, die mit derartigen Aktivitäten beschäftigt sind, verdeckte Mitarbeiter der CIA sind.
Laut mehreren Berichten in den amerikanischen und europäischen Medien sind al-Nusra und andere sunnitische Dschihad-Milizen die am besten bewaffneten und ausgerüsteten Gruppen, die gegen das syrische Regime kämpfen. Waffen und Ausrüstung kommen angeblich größtenteils von den beiden wichtigsten Verbündeten Washingtons in der Region, Katar und Saudi-Arabien. Außerdem hat die CIA Anfang des Jahres in der Türkei ein Kommandozentrum aufgebaut, um die Verteilung von Waffen und Material an die syrischen „Rebellen“ zu koordinieren.
Weitere Waffen und ausländische Kämpfer sind aus Libyen eingetroffen, nachdem im letzten Jahr das Regime von Muammar Gaddafi durch einen Krieg der USA und der Nato gestürzt wurde. Wie in Syrien wurde auch damals der Großteil der Kampfhandlungen von Dschihadisten geführt, die aus der Libyschen Islamischen Kampfgruppe hervorgingen, die ihrerseits Verbindungen zu Al- Qaida hat.
Mittlerweile ist durch ein scheinbares Zerwürfnis zwischen Vertretern der US-Regierung und eines Teils dieser islamistischen Kämpfer in Libyen, das den amerikanischen Botschafter und drei weitere Menschen das Leben gekostet hat, bekannt geworden, dass die CIA in der ostlibyschen Hafenstadt Bengasi ein großes geheimes Hauptquartier gegründet hat. Zweifellos war eine der wichtigsten Aufgaben dieses Vorpostens die Kontrolle des Nachschubs an Waffen und Kämpfern nach Syrien.
Die USA waren direkt daran beteiligt, Al Qaida-Elemente auszurüsten und zu bewaffnen, obwohl sie die Vorwürfe der syrischen Regierung, sie werde von einer internationalen Terrororganisation angegriffen, als „Ablenkung“ darstellten. Die Entscheidung des Außenministeriums ist ein selbst ausgestelltes Armutszeugnis. Washington gibt selbst zu, wieder als größter Terrorsponsor enttarnt worden zu sein.

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Vergeltung für Anschlag in Syrien: Bandar bin Sultan wurde eliminiert

voltairenet.org/Obwohl nicht von den saudischen Behörden angekündigt, wurde dem Voltaire-Netzwerk gerade der Tod von Prinz Bandar bin Sultan ibn Abd al-Aziz Al Saud von inoffizieller Quelle her bestätigt.

Prinz Bandar wurde gerade am 24. Juli zum Chef des saudischen Geheimdienstes ernannt. Eine Förderung, die als Belohnung für das Bombenattentat vom 18. Juli in Damaskus interpretiert wurde. Den Saudi-Geheimdiensten ist es mit der logistischen Unterstützung der CIA gelungen, das Hauptquartier der syrischen nationalen Sicherheit bei einem Treffen des Krisenstabs zu sprengen: Die Generäle Assef Chaoukat, Daoud Rajha und Hassan Tourkmani starben auf der Stelle. General Hicham Ikhtiar starb kurz nach seiner Verletzungen. Diese als „Vulkan von Damaskus“ bekannte Operation gab das Signal für den Angriff auf die Hauptstadt durch eine Armee von Söldnern, die hauptsächlich aus Jordanien kamen.

Prinz Bandar selbst war Opfer eines Bombenattentats am 26. Juli. Später erlag er seinen Verletzungen.

Prinz Bandar war eine 63 Jahre alte brillante und zynische Persönlichkeit. Er war der Sohn von Prinz Sultan (unabsetzbarer Verteidigungsminister von 1963 bis zu seinem Tod im Jahr 2011) und einer Sklavin. Als König Fadhs Vertrauensmann war er sein Botschafter in Washington während dessen gesamter Regierungszeit (1983-2005). Er wurde damals George H. Bushs Vertrauter (noch Vizepräsident der Vereinigten Staaten) und wurde für ihn ein „Adoptivsohn“; es war der Grund, warum die US-Presse ihn „Bandar Bush“ nannte. Mit einem wahren Genie für verdeckte Aktionen begabt, hatte er das Al-Yamamah Rüstungsgeschäft organisiert, und britischen offiziellen Quellen zufolge mehr als 1 Milliarde britische Pfund für sich abgezweigt. Er verwendete dann diese Manna, und viele andere mehr, zur Finanzierung der Aktion von Dschihadisten Gruppen weltweit, einschließlich von Al-Qaida.

Anfang 2010 versuchte Prinz Bandar König Abdullah zu stürzen, um seinen Vater Sultan auf den Thron zu setzen. Das Komplott schlug fehl, er wurde aus dem Königreich verbannt, aber dank der abnehmenden Gesundheit des Monarchen gelang es ihm ein Jahr später nach Saudi-Arabien zurückzukommen. Seit dem Tod von Prinz Sultan wurde er de facto Chef des Haus der Sudeiri, des Clan der Falken der königlichen Familie. Sein Tod ist ein schrecklicher Schlag für alle Geheimdienst-Aktionen des Westens in der muslimischen Welt. Syrien brauchte nur acht Tage um diese spektakuläre Vergeltungsoperation zu vollbringen.